Mittwoch, 29. April 2020

Ableger

Ich habe jetzt aus einigen der alten Waben einen Ableger gebaut.

Dazu nimmt man einfach ein paar Brutwaben aus dem Volk und setzt diese zusammen mit jeder Menge Bienen für Pflege und Verteidigung in einen neuen Kasten. Dazu kommen noch ein paar Futterwaben und eine leere Wabe zum Bauen, und fertig ist der Ableger. Die sollte man eigentlich an einen anderen Ort stellen, damit die ganzen Sammlerinnen nach der nächsten Runde nicht zurück in ihr altes Volk fliegen, aber mangels zweitem Standort müssen bei mir einfach mehr Bienen mit rein, damit die Rückkehrer nicht so sehr ins Gewicht fallen. Die Honigräume waren ja voll mit Personal, da stehen genug zur Verfügung.

Die drei alten Brutwaben erkennt man ganz gut an der Farbe.
Sinnvollerweise ist bei den Waben dann eine Weiselzelle dabei, damit dieses neue Volk direkt eine Königin erhält, die vorher optimale Pflege im Altvolk erhalten hat. Die Zelle hatte ich ja auch schon gesehen bei der letzten Kontrolle, deswegen kam ich ja auf die Idee.
Leider haben die Bienen ihren eigenen Kopf. Als ich als Letztes die alte Wabe mit der Königinnenzelle rüberheben wollte, war die Zelle...weg! Einfach weg. Als wäre nie was da gewesen. Da haben die sich doch tatsächlich in den lezten paar Tagen umentschieden und alle rückgebaut. Ist natürlich blöd, wenn man das erst ganz am Ende der ganzen Aktion feststellt.
Ich habe das jetzt so gelassen. Dann hat der Ableger halt keine fertige Weiselzelle, aber alles zurückzubauen war mir zu doof.
Die Bienen merken das recht schnell, dass ihnen die Chefin fehlt. Je nachdem, ob auf den Brutwaben frische Eier drauf waren, ziehen sie sich dann daraus eine neue. Wenn keine drauf waren, ist das Neuvolk hinüber, die Bienen sterben nach und nach, frischen Nachwuchs gibts dann nicht mehr und irgendwann ist das Volk weg.
Da kann dann nur noch der Imker gegensteuern. Entweder, man löst den Ableger dann wieder auf und verfrachtet die restlichen Bienen zurück in die anderen Völker, oder man besorgt von außen eine Ersatzkönigin. Wenn die Bienen sich selbst keine mehr ziehen können, dann werden die dankend aufgenommen.

Dann warte ich jetzt mal ein paar Tage ab, ob ich dann im Ableger Nachzuchtzellen entdecke oder ob ich selbst aktiv werden muss.

Samstag, 25. April 2020

Bauwut

Nächste Kontrolle bei den Bienen, heute bei eher kühleren 16 Grad.

Es grünt und blüht in Buschdorf. Der Raps ist zwar durch, aber jetzt blühen überall die Äpfel und auch die Kastanien auf dem Dorfplatz sehen schon gut aus. Futter in Hülle und Fülle also für meine Bienen. Entsprechend umtriebig sind sie auch.

Volk 1 kommt langsam in Schwung. Der Honigraum war heute ganz gut besucht und in die ersten Waben wurde schon eingelagert.
Na also, geht doch. Auch unten im Brutraum war ordentlich Betrieb. Ich war gespannt, wie die alte Brutwabe hinterm Schied aussieht. Der Plan ist ja, die nach und nach leer laufen zu lassen und sie dann raus zu werfen.

Tja, das dauert noch etwas. Mittlerweile sieht die voller aus als beim letzten Mal. Unter dem Klumpen Bienen ist jede Menge Nachwuchs. Da waren wohl doch jede Menge Eier in den Zellen. Beidseits. Gut, das war zu erwarten. Also schau ich nächste Woche noch mal nach. Ansonsten ist das Volk auf dem aufsteigenden Ast. Der Drohenrahmen ist mittlerweile belegt, die Jungs sind in Arbeit. War auch Zeit. Auch beim Baurahmen haben die Bienen mittlerweile entdeckt, dass man darin auch brüten kann und den Honig nach oben gebracht. Prima.

Und dann war ich gespannt auf Volk 2. Corona-bedingt bin ich ja zur Zeit durchgehend im Homeoffice und kann beim Telefonieren auf die Kästen sehen. Ich sehe die Bienen jetzt also täglich. Ich hab mich anfangs gewundert, warum da morgens immer so viel Flugbetrieb am Eingang ist. Mittlerweile bin ich mir sicher, dass das einfach jeden Tag eine neue Fuhre Sammlerinnen ist, die sich schlicht und einfach einfliegen müssen, weil sie das erste Mal raus kommen. Das kenn ich sonst nur von Völkern, die man an einen neuen Standort bringt und die sich dann wundern, dass die Landschaft plötzlich anders aussieht. Da hängt jetzt täglich eine Wolke Bienen vorm Eingang, wenn es warm wird.
Und der erste Blick in den Honigraum hat den Eindruck bestätigt: Das Volk ist riesig und steht voll im Saft! Die obere Etage war gut besucht, die untere hatte alle Wabengassen besetzt. Und darunter im Brutraum war es noch voller. Alles randvoll mit Bienen, was für ein Gewusel...
Auch hier war die aussortierte Wabe noch gut belegt, das dauert also auch hier noch ein paar Tage, bis die raus kann. Der Rest der Durchsicht hat einiges an erneutem Wildbau gezeigt, aber nur einige halbgare Versuche von Königinnenzellen.
Dafür gabs eine (fast) perfekt belegte Wabe.

Eben voll mit Brut (bis auf die Honigecke oben rechts). Sehr beindruckend...was mich ins Grübeln bringt: Wie viele Bienen kommen da eigentlich raus? Eine solche Dadantwabe ist ca. 42x26cm groß. Macht rund 1.000cm² auf jeder Seite. Bienen sind zuverlässig, was ihre Bautätigkeiten angeht, darum hat eine Arbeiterinnenzelle immer 5,6mm Durchmesser. Wir erinnern uns: Kreisfläche ist pi*r². Macht also knapp 0,25cm² pro Zelle. Also  2.000cm² Grundfläche durch 0,25cm² pro Zelle. Das ergibt dann 8.000 neue Bienen, alleine auf dieser Wabe. Kein Wunder, dass da so viel Flugverkehr ist...
Ansonsten habe ich jede Menge Wildbau entfernt. Der neue Baurahmen war auch schon komplett aufgebaut. Leider ist er mit Honig belagert, das war natürlich nicht der Sinn der Sache. Aber ich hatte gesehen, dass die Futterwabe am Rand wenig belegt war und dafür eine kleine Brutfläche hatte. Also habe ich die beiden einfach getauscht.
Beim weiteren Durchschauen habe ich dann noch diese Altwabe gefunden.

Hier kann man schön erkennen, dass die Zanderrähmchen zwar die richtige Breite haben, aber zu kurz für meine Kästen sind. Der Leerraum wurde entsprechend genutzt. Interessant finde ich hier, dass die Bienen offensichtlich an drei Stellen gleichzeitig angefangen haben. Unten in der Mitte hängt ein Stück quer, das dann irgendwann auf die Randbereiche getroffen ist. Der übliche Abstand zu den äußeren Bereichen ("Beespace") wurde eingehalten, es entsteht einen Wabengasse, in der genau zwei Bienen aneinander vorbei können.
Da das nur Drohen im Anbau sind und ich diese Altwaben eh nach und nach raus haben möchte, wollte ich das eigentlich entfernen. Aber dann...

Man kann es vor Bienen kaum sehen, aber genau in der Mitte ist eine Nachschaffungszelle. Die war auch schon gut gefüllt. Kommt eigentlich wie gerufen. Ich wollte ja eh noch einen Ableger machen. Also warte ich jetzt noch ein paar Tage, bis die zu ist und dann wird diese Wabe die Keimzelle für einen Ableger. Dazu noch eine zweite Brutwabe und einen Schwung Bienen aus den brechend vollen Honigräumen, dann sollte das doch eigentlich funktionieren. Ich muss nur irgendwie sicher stellen, dass ich nicht aus Versehen die Königin mit ausquartiere. Die ist nicht markiert, das macht es spannend. Wie ein 50.000 Teile-Puzzle, aber alle Teile sehen fast gleich aus und sie bewegen sich. Und wenn du zu lange brauchst, bekommen sie schlechte Laune...

Und als ich dann fertig war ist mir eingefallen, dass es vielleicht eine gute Idee gewesen wäre, einen neuen Baurahmen einzuhängen. Na ja, dann kratz ich wohl wieder Wildbau beim nächsten Mal.

Sonntag, 19. April 2020

Innenumbau

Ich wollte ja mit dem langsamen Umbau der Nester auf das richtige Rähmchenmaß anfangen.
Nach und nach sollen die zu kurzen Waben raus und durch passende Rähmchen ersetzt werden.

Das war bei Volk 1 recht einfach. Leider ist dieses Volk immer noch nicht so recht in die Gänge gekommen. Der Honigraum war fast leer und unten haben die Damen die neue Mittelwand zwar ausgebaut, aber statt sie mit frischer Brut zu füllen, wird dort gerade nur Honig eingelagert. Warum die so schwächlich unterwegs sind, dazu kann ich jetzt nur spekulieren. Vielleicht ist die Königin einfach nicht so fit? Keine Ahnung...Ich habe trotzdem die erste Altwabe hinter das Trennschied gehängt. Auf dem Bild kann man schön das Brutfeld auf der rechten Seite erkennen.


Jetzt hoffe ich, dass dort die Brut noch in Ruhe schlüpft und die Bienen nichts weiter mit der Wabe anfangen. Sie hängt jetzt hinter dem Trennschied und ist damit kein Teil des eigentlichen Nests mehr. Normalerweise hätte ich die Wabe mit einer frischen Mittelwand ersetzt, aber hier ist so wenig los, dass ich das gelassen habe. Falls Platz benötigt wird, kann der Honig ja nach oben verfrachtet werden. Mal schauen, wie es hier nächste Woche aussieht.

In Volk 2 war deutlich mehr los. Das platzt aus allen Nähten. Der Honigraum war voll und der Brutraum unten ebenfalls. Hier wurde auch jeder Quadratzentimeter für Neubau genutzt. Das heißt, dass der komplette Freiraum unter den zu kurzen Waben bebaut wurde. Man kann es hier erkennen, da ist der Anbau ganz unten etwas nach vorne gebogen.  
Das war ein Problem, denn es hat die Waben alle miteinander verbunden. Ich musste also erst mal den ganzen Anbau entfernen, um eine Wabe frei zu bekommen. Da kam jede Menge zusamen, der Freiraum beträgt etwa 1/3 der Gesamthöhe. Das ist natürlich das Gegenteil von störungsfreiem Umgang mit dem Bienenvolk. Nach einiger Arbeit sind jede Menge voll bebrütete Wabenstücke übrig geblieben.

Zum Glück war das fast nur Drohnenbrut. Die zusätzlichen Drohnen kann das Volk entbehren, es gibt ja noch einen kompletten Drohnenrahmen im Nest. Schade, dass ich keine Hühner habe. Das wäre eine ordentliche Portion Futter.
Das waren dann also mehrere Maßnahmen auf einmal: Wildbau entfernt, Volk geschröpft für weniger Schwarmtrieb und Drohnenbrut entfernt, um die Varroabelastung zu verringern. Die dämlichen Milben sitzen mit Vorliebe in Drohnenzellen, denn da haben sie ein paar Tage mehr Zeit sich zu entwickeln.
Bei der Gelegenheit habe ich noch mehrere Ansätze für Weiselzellen gefunden, die Damen planen also schon den ersten Schwarm.
Also auch hier hängt jetzt eine alte Wabe hinter dem Trennschied. Diese habe ich tatsächlich durch eine neue Mittelwand ersetzt, denn dieses Volk kann den Platz brauchen. Dazu gabs noch einen zweiten Honigraum, denn oben war auch schon sehr weit ausgebaut und eingelagert.

Ich denke, nächste Woche schau ich dann mal nach, wie voll die Waben noch sind, die raus sollen. Und dann wird es auch Zeit, sich langsam Gedanken um einen Ableger zu machen.

Sonntag, 12. April 2020

Frühjahrsaufschwung

Ein kurze Kontrolle hat gezeigt, dass beide Völker gut zulegen.

Das starke Volk hat den Honigraum gut angenommen und schon ordentlich Vorräte angelegt. Prima.
Das Brutnest wächst auch weiter. So soll es sein. Ich hab auch mal den Keil aus dem Flugloch entfernt, am Eingang war durch die große Zahl der Bienen mittlerweile Dauerstau.
Da kann ich mir jetzt langsam Gedanken machen, wie ich nach und nach die alten Rähmchen los werde. Ich denke, ich hänge eine nach der anderen hinter das Trennschied und lasse die Bienen dann langsam umziehen. Theroetisch müssten sie dann die restlichen Larven darin noch zu Ende pflegen und dann die Wabe räumen, da sie nicht mehr im Nest hängt.
Vielleicht fang ich damit nächste Woche an, denn das wird einige Wochen dauern. Wenn wir mal davon ausgehen, dass da auch ganz frisch gelegte Eier drin sind, dann dauert es 21 Tage, bis daraus eine Arbeiterin geschlüpft ist. Das sind drei Wochen pro Wabe, bevor ich die nächste umbauen kann. Bei drei oder vier alten Brutwaben bin ich damit den ganzen Sommer beschäftigt.
Hoffentlich wissen die Bienen auch, dass das der Plan ist...das letzte Mal hatte ich zwei oder drei alte Waben gleichzeitig umgehängt und sie haben mir stattdessen eine Filiale hinter dem Trennschied aufgemacht. Das war natürlich nicht der Sinn der Sache.

Das schwache Volk hat zumindest mal angefangen, den Drohenrahmen zu nutzen. Die Masse nimmt insgesamt zu, aber die sind weiterhin hinterher. Ich hab ihnen jetzt trotzdem einen Honigraum aufgesetzt. Aber das wird wohl lange dauern, bis sich da wirklich was tut.

Also: es geht weiter aufwärts. Sehr schön.

Samstag, 4. April 2020

Jetzt geht's rund

Na hoppla, da ist ja was los.

Nachdem die Woche so lala war mit sehr kalten Nächten und schönen Tagen geht es heute rund am Bienenstock. Das Wetter soll jetzt auch deutlich besser werden und die ersten Pflanzen mit großer Ausbeute blühen jetzt schon.

Zum Beispiel die Kirsche in Vollblüte auf der Wiese nebenan. Sehr hübsch. Und der ganze Baum summt und brummt.
Das Rapsfeld nebenan sieht mittlerweile auch sehr gelb aus.


Höchste Zeit also, um mal nachzusehen. Ich war neugierig, wie weit die Baurahmen sind und wie die Futtervorräte aussehen. Dabei hat sich gezeigt, dass ein Volk dem anderen sicher um zwei Wochen voraus ist. Ihr dürft mal raten, welches das stärkere Volk ist...ziemlich offensichtlich, oder?



In Volk 2 hing am Rand des Nests der alte Drohnenrahmen mit dem Restfutter. Der wurde komplett umgearbeitet. Das Futter war weg und es ist alles voller Drohnenbrut.
Und der Baurahmen zur Nesterweiterung auf der anderen Seite war nicht nur fertig, sondern schon zu 2/3 mit verdeckelter Brut belegt. Beidseitig. Ich habe direkt den nächsten dazu gehängt, ich denke, die können den Platz gut brauchen.
Mein Güte...die starten echt duch jetzt. War auch alles ordentlich voll mit Bienen. Allerdings sind die Vorräte im Nest ziemlich geplündert. Da zeigt sich dann das kalte Wetter der letzten Tage. Die Bruttätigkeit läuft auf vollen Touren, aber sammeln ist schwierig, weil es zu kalt ist. Unterm Strich reicht es also nicht, um den Bedarf aus neuem Nektar zu bestreiten und das Volk zehrt von den Vorräten. Ich habe also noch eine der übrig gebliebenen Vorratswaben eingesetzt. Das ist jetzt die neue Randwabe inklusive 1-2 Kilo Honig für alle Fälle.
Auf dem Bild muss die alte Notration hinterm Trennschied noch raus, die war auch ziemlich geplündert. Hätte ich eigentlich auch nach vorne hängen können als Baurahmen, aber die guten Ideen kommen immer hinterher.

Zum Abschluss gabs dann einen Honigraum. Der sollte sich nach und nach füllen, wenn der Frühling jetzt richtig los geht. Aber ich muss die nächsten Tage besonders aufpassen, nicht dass doch noch eine Kältewelle kommt und die Bienen am Ende ohne Futter dastehen.
 
In Volk 1 geht es deutlich gemütlicher zu. Da wurde der Baurahmen angenommen, aber die Damen waren noch nicht fertig damit. Der Drohnenrahmen am Rand ist auch noch mehr oder weniger eine Vorratswabe. Allerdings ist das Nest schon bis dahin gewachsen, lange dauert es also nicht mehr, bis auch da von Lagerhaltung auf Brut umgestellt wird. Ich hab ihn jetzt trotzdem schon mal eine Stelle eingerückt und die alte Notration als neue Randwabe eingebaut. Die kann dann der neue Vorratsspeicher werden. Für einen Honigraum ist es hier wohl noch zu früh, die müssen erst noch an Masse zulegen. Während Volk 2 die beginnende Tracht zum Anlegen von großen Vorräten nutzen kann, braucht Volk 1 das Angebot, um richtig durchzustarten. Im Moment sieht das dann so aus...

Das ist doch alles sehr erfreulich. Jetzt muss es nur einigermaßen warm bleiben.


Samstag, 28. März 2020

Kontrolle

Nach einer Woche habe ich nachgesehen, wie es den Völkern am neuen Standort geht.

Die sind beide gut angekommen in ihren neuen Beuten. Allerdings war ich doch etwas überrascht. Ich hatte nach den schönen Tagen und dem heftigen Flugverkehr am Eingangsloch darauf gehofft, dass es schon massive Brut- und Bautätigkeit gibt. Aber da war ich wohl zu optimistisch.
Es sind zwar mittlerweile in beiden Stöcken schöne Brutfelder vorhanden und ich habe sogar schon die erste Drohne im Volk gesehen, aber so richtig Gas geben die beiden noch nicht. Der Baurahmen, den ich dem stärkeren Volk gegeben hatte, war einigermaßen ausgebaut, aber von Brut im neuen Rahmen war noch nichts zu sehen.Stattdessen wurde der Freiraum unter den zu kurzen Zanderwaben fleißig ausgebaut. Das wird noch lustig diesen Sommer...da kann ich dann immer nur den ganzen Brutblock bewegen oder ich reiße immer wieder den Neubau kaputt. So wie heute, bevor ich das gesehen hatte.

Die Vorräte sind auch insgesamt eher geschrumpft. Es wird zwar fleißig Pollen und Nektar gesammelt, aber da hat das insgesamt kalte Wetter wohl doch einen größeren Einfluss gehabt als gedacht. Ich hatte für alle Fälle einen Honigraum mitgebracht, falls das starke Volk schon so weit ist, einzulagern. Aber statt den drauf zu stellen, habe ich jetzt hinterm Schied für beide noch jeweils eine Futterwabe belassen. Die nächsten Tage sollen ja eher noch kälter werden, da wird Brennstoff gebraucht.

Also warten wir mal eine weitere Woche ab, wie es den Damen dann so geht.

Samstag, 21. März 2020

Willkommen im neuen Zuhause

Obwohl es etwas kühl war sind die Bienen heute in ihr neues Zuhause umgezogen. Das hat ganz gut geklappt. Beide Völker waren schon aktiv, ich habe in jeder Zarge ein Brutnest und die zugehörige Königin gefunden. Sehr schön.
Das Brutnest hab ich jetzt einfach 1:1 in die neue Kiste gehängt (Zander passt zum Glück in Dadant rein), auch wenn jetzt unter den Waben sehr viel Luft ist). Dazu noch etwas Futter für alle Fälle, und fertig ist das neue Zuhause. Für ein Volk hab ich sogar eine Bauwabe mit rein getan, die waren echt schon fleißig und der Platz auf den vier Brutwaben wird langsam knapp. So soll das sein...
Die Reste vom Winterfutter und etwas neu eingetragener Honig aus den Zanderwaben ist in den alten Zargen geblieben. Ich hab noch so viel Winterfutter in passenden Waben übrig, dass da niemand Hunger leiden muss, selbst wenn jetzt noch ein vierwöchiger Wintereinbruch kommt. Das würde ich gerne einfrieren, aber leider hab ich keinen Platz für die vielen Waben. Werd ich wohl irgendwann wegwerfen müssen, falls es anfängt zu gammeln. Ärgerlich...

Vorher:


Nachher:
Dann kann der Frühling jetzt also kommen. Nebenan blüht auch schon fast der Raps, das würde ja passen. Ich lass den Bienen jetzt etwas Ruhe, dann schau ich nochmal nach, ob das mit dem Ausbau des Nestes gut klappt. Dann kann man ggf. nochmal erweitern. Dann kann auch das Notfallfutter raus. Und wenn die Völker sich weiter gut entwicklen, dann könnte man dafür einen Honigraum drauf stellen und direkt auf eine leckere Frühtracht hoffen.

Donnerstag, 19. März 2020

Neustart

Da sind sie, die neuen Mitbewohner.




Ich habe aus dem Imkerverein zwei neue Völker bekommen, die ganz gut aus dem Winter gekommen sind. Die Damen haben sich schon fleißig eingeflogen nachdem sie morgens festgestellt haben, dass um sie herum plötzlich alles anders aussieht. Jetzt finden sich die Bornheimer Einwanderer auch in Buschdorf zurecht und können Gas geben.

Nächste Aufgabe wird es sein, die Bienen in meine eigenen Kästen umzuziehen. Wie man sieht, haben die jetzigen Beuten ein anderes Maß als meine. Und für diese Zanderbeuten habe ich kein passendes Material, denn bei mir ist alles Dadant. Also muss jetzt erst mal ein neues Zuhause her. Dieser System-Zoo ist echt eine Pest in Deutschland. Jeder imkert auf einem anderen Maß. Aber die Zander-Rähmchen müssten von der Breite passen ohne dass sie durch fallen.Sind nur in der Höhe etwas zu kurz. Das werden die Bienen dann wohl nach und nach mit Wabenmaterial füllen nach unten. Mal sehen...

Das wird wohl was fürs Wochenende.

Sonntag, 8. März 2020

Warteschleife

Während die Natur in Bonn langsam erwacht bin ich noch im erwzungenen Winterschlaf. Es blüht schon überall und die ganzen Pioniere von Krokus bis Osterglocken sind schon ganz hübsch anzusehen.
Ich habe mittlerweile mit den Kollegen aus dem Imkerverein gesprochen und wahrscheinlich bekomme ich in den nächsten beiden Wochen ein-zwei neue Völker. Dann geht es wieder los, diesmal mit mehr Erfahrung.
Wahrscheinlich passen die neuen Völker dann nicht auf mein Material, das bringt dann auch direkt die nächsten interessanten Herausforderungen. Die müssen dann erst mal umziehen in ihr neues Zuhause.

Es wird also nicht langweilig. Aber erst mal bin ich in der Warteschleife.


Sonntag, 16. Februar 2020

Sie sind tot, Jim!

Das waren sicher die traurigsten Arbeiten, die ich bisher am Stand hatte.
Ich hatte schon geahnt, dass das wohl nicht gut ausgeht, als ich bei dem warmen Wetter keine Flugtätigkeit gesehen habe. Und tatsächlich: beide Völker haben es nicht geschafft.
Nachdem ich die Waben entfernt habe, sind zwei Häufchen toter Bienen alles, was von den zwei verbliebenen Völkern übrig ist.


Jetzt bleibt natürlich die spannende Frage, an was das lag. Die Milben sind natürlich ein naheliegender Grund. Allerdings waren in einem Volk mehrere Nachzuchtzellen angelegt. Das deutet darauf hin, dass die Königin wieder angefangen hat zu legen und kurz darauf weg war. Was auch immer da im Detail dann schief gegangen ist.
Im anderen Volk habe ich sogar neue Brut gefunden.
Das deutet beides darauf hin, dass die Völker durch das warme Wetter in die Bruttätigkeit  übergegangen sind und die Winterruhe bereits im Januar beendet haben. Und dann wurde es zwischendurch wieder mal kalt, dann wieder warm, usw. Das bringt das Programm bei den Bienen durcheinander. Statt sich zusammen zu kugeln, auf den Frühling zu warten und dabei von Futterwabe zu Futterwabe zu wandern, bleiben die bei und auf der neuen Brut sitzen. Sie wandern dann nicht mehr weiter zum Futter, wie sie das in einer normalen Winterruhe tun würden.

Brutpflege schlägt in dem Fall sogar den Hunger. Da kommt dann so ein Anblick raus.


Unten kann man ein paar Brutzellen erkennen. Der Rest der Wabe ist völlig leergefressen. Und auf die Idee, eine Wabe weiter zu wandern kommen die Bienen dann nicht, denn die Brut wird nicht verlassen. Am Ende verhungern sie in einem Stock voller Futterwaben.

Und dann noch die dämlichen Milben dazu. Das war wohl zu viel.
Jetzt bleibt mir nur noch, den Stand aufzuräumen, die Beuten zu reinigen (könnten ja noch irgendwelche Krankheitserreger drin sein) und dann neu zu starten. Mal sehen, ob ich im Imkerverein ein-zwei Ableger bekomme.

Auf ein Neues...