Samstag, 4. April 2026

knappe Sache

Ich habe vor ein paar Tagen eine Durchsicht der beiden verbliebenen Völker gemacht. Das war auch dringend nötig, wie sich gezeigt hat. Eins der Völker war fast verschwunden. Angefangenes aber verwaistes kleines Brutnest, 10-20 verbliebene Bienen...das sah nicht gut aus.

 


Aber während ich schon überlegt habe, dass ich die handvoll verbliebene Bienen auch einfach abräumen kann, habe ich in der Ecke der Kiste tatsächlich noch die Chefin entdeckt. Die saß da mit knapp 10 letzten Arbeiterinnen. Hier hat offenbar die Durchlenzung nicht funktioniert und die Altbienen sind gestorben, bevor sie eine relevante Zahl an Neubienen erbrüten konnten. Aber solange die Königin noch da ist, kann man immer noch was tun. 

Da es dem zweiten Volk deutlich besser geht und es neben einem großen Brutnest dort auch schon jede Menge Bienen gibt, habe ich einfach zwei Brutwaben samt Besatzung von dort als Spende eingehängt in der Hoffnung, dass die sich mit der Königin arrangieren und dann zusammen ein stabiles Volk erbrüten. Das war jetzt schon ein paar Tage her,  daher weiß ich auch schon, dass das funktioniert hat. Das Volk ist klein, aber es wächst und die Königin legt jetzt Eier in die Spenderwaben, wo sie von den eingemeindeten Gastarbeiterinnen aufgezogen werden. Den Pflegebienen ist es egal, in welchem Stock sie sitzen, solange eine Königin da ist.

Ist also nochmal gut gegangen. Aber 2 (fast 3) von 4 Völkern als Verluste ist eine ziemlich miese Bilanz für den Winter. Da muss ich mir mal überlegen, was ich diesen Herbst anders machen will. 

Samstag, 21. Februar 2026

Abgeräumt

Da waren es nur noch zwei.

Ich habe ein paar Stunden Sonnenschein genutzt, um mal nachzusehen, ob die zwei fragwürdigen Völker wirklich leer sind. Das hat sich leider bestätigt. Das eine war ja ohnehin ein Wackelkandidat wegen Vorerkrankung, da überrascht es nicht, dass es nicht bis zum Frühling durchgehalten hat.

Aber das andere ist ziemlich stark in die Winterpause gegangen. Hat leider nix genützt.

Da liegen die Überreste der Winterbesatzung auf dem Boden. Der traurige Rest hängt hier noch auf der Wabe zusammen mit der Chefin.

Auch das gehört zum Imkern dazu. Mist ist es trotzdem. Zumal ich keine Ahnung habe, was hier das Problem war und damit auch wenig daraus lernen kann. Starkes Volk, junge Chefin aus 2025, jede Menge Futter, dank Brutentnahme mit relativ geringer Varroabelastung in die Pause gegangen...seltsam. Was ist hier schief gegangen?

Da bleibt als letzter Akt auch hier wie so oft nur noch der Eimer mit den Wachsresten. Zumindest daraus kann man noch was machen. 


Und ich habe am Stand jetzt zwei freie Plätze, so dass ich im Lauf des kommenden Jahres etwas flexibler bin was Ableger, Schwärme etc. angeht. 

Dann hoffe ich mal, dass die verbleibenden beiden Völker gut in den Frühling starten, wenn es jetzt langsam wärmer wird. Die kritische Phase geht jetzt eigentlich erst los: die Winterbienen laufen auf der letzten Rille, die Vorräte gehen langsam zur Neige, aber die neue Generation muss noch aufgepäppelt werden, um mit neuer Besatzung durchzustarten. Daumen drücken...

 

Sonntag, 8. Februar 2026

Lebenszeichen

 Viel zu tun gibts ja gerade nicht in der Winterpause...

Jede Störung der Völker sollte vermeiden werden in der kalten Jahreszeit. Ich hab aber zumindest die Zeit genutzt, ein bisschen aufzuräumen und alte Waben sauber zu machen. Bei kühlen Temperaturen wird das Wachs etwas spröde und lässt sich prima aus den Rahmen entfernen. Da kommt doch einiges an Material zum Einschmelzen zusammen.

Aus einem großen Topf Wachsresten... 

...ist jetzt eine kleine Platte geworden.
Die kann ich erst mal sammeln und wenn es genug Wachs ist, kann ich es wieder in Mittelwände umarbeiten lassen.

Heute war es zum ersten Mal recht warm zwischendurch, das haben die Bienen auch direkt genutzt, um einen sehr kurzen Probeflug zu machen. 

Hier kann man dann auch schon erkennen, dass ein Volk bisher ganz gut durch den Winter gekommen ist. Das andere hat es leider nicht geschafft. Auf der Rückseite siehts genau so aus: ein Volk stark und scheinbar fit, die andere Kiste ist wohl leider leer.

50% Verlust über Winter...nicht großartig, aber auch nicht ganz überraschend. Mindestenst ein Volk war ja eh angeschlagen durch die Paralyse. Dann drück ich jetzt nur die Daumen, dass die beiden verbleibenden es gut in den Frühling schaffen. 

Montag, 6. Oktober 2025

Der Herbst ist da

Und damit bricht für mich die eher ruhige Zeit an. Am Stand kann ich jetzt nicht mehr viel tun. Futter ist drin, überflüssiges Material ist abgebaut, Völker scheinen alle stabil zu sein.

Jetzt bleibt nur noch eine kleine Milbenbehandlung so ungefähr um Weihnachten herum. Ansonsten sind die Bienen in der kalten Jahreszeit auf sich gestellt. Die müssen nur noch ein paar Tage die letzten Angriffe von Wespen und früher oder später auch von der invasiven asiatischen Hornisse abwehren. Und wenn es dann dauerhaft kalt wird, ziehen sich die Völker zur Wintertraube zusammen und warten buchstäblich auf besseres Wetter im Frühling. Jede Störung gefährdet das Wohl des Volks, denn Unruhe führt zu mehr Energiebedarf und damit zu höheren Verbräuchen der Vorräte.

Für mich bleibt erst mal viel Zeit zur Materialpflege, zum Ausbessern und zum Aufräumen. Ich drücke die Daumen, dass es alle vier Völker bis zum Frühjahr schaffen, dann kann es mit dem nächsten Zyklus weiter gehen.

Sonntag, 31. August 2025

Sommerabschluss

Hurra, de neue Chefin ist sehr gut angekommen. Das große Volk ist zwar erwartungsgemäß geschrumpft, aber es gibt jetzt ein großes Brutnest. 

Entsprechend sind die Vorratsbereiche etwas kleiner geworden. Macht aber nix, ist ja noch Zeit, das wieder aufzufüllen. Freut mich, denn das sieht jetzt sehr gut aus für den kommenden Winter.

Die anderen Völker haben auch ordentliche Vorräte eingelagert. Eines davon hat dabei allerdings einiges an Wildbau produziert.  

Innen sieht es auch etwas durcheinander aus. Ich hab jetzt noch eine neue Wabe zum Ausbauen dazu getan. Der Naturbau ist wirklich fordernd dieses Jahr. Das hat schon mal besser geklappt mit weniger verbauten Waben und kreuz und quer angelegten Reihen. Aber insgesamt bin ich zufrieden. Das Futter wird angenommen, die Völker haben stabile Größen und das ganze neue Material wurde unterm Strich ganz ordentlich angenommen und ausgebaut.

Ich mach jetzt noch die Fütterung fertig und verbrauche die letzten Zuckerwasservorräte. Und ich halte ein Auge auf ein Volk, das wohl erneut mit der Bienenparalyse kämpft. Aber abgesehen davon neigt sich das Jahr für mich tatsächlich so langsam dem Ende entgegen. 

Sonntag, 17. August 2025

Spätsommer am Bienenstand

Die Neuankömmlinge haben leider nichts aus der Spende gemacht.  Da das Volk ohne Königin und auch ohne frisch gelegte Eier keine Führung mehr nachziehen kann, ist es so nicht mehr zu retten. Es würde immer kleiner, da die alten Bienen irgendwann wegsterben. Also musste eine andere Lösung her.

Ich habe im Verein eine Ersatzkönigin bekommen, die in ihrem eigenen Volk schon schwer am Arbeiten war. Die habe ich jetzt in das Volk eingesetzt. 

Leider im Käfig schlecht zu erkennen, aber da drin findet sich die neue Führungskraft. Normalerweise sollte die im Volk gut angenommen werden. Der Käfig war nach 2 Tagen aufgeknabbert, jetzt muss sie nur noch ein Brutnest starten.

 

Was noch? 

Da ich den Bienen den Sommerhonig geklaut habe, muss gerade die übliche Fütterung stattfinden. Literweise dünnflüssiges Zuckerwasser ersetzt den Honig. Wahnsinn, was da abgenommen wird. So 20-30 Liter gehen - über ein paar Wochen verteilt - problemlos in ein Volk und werden dort dann nach und nach in Wintervorräte umgewandelt. 


 Und weil es dieses Jahr jede Menge Honig gab, bleibt auch für die Nachbarschaft was übrig. 

Im Moment stell ich wieder Gläser raus, so lange der Vorrat reicht.
 

Mittwoch, 16. Juli 2025

Herzlich willkommen...

Umzug geglückt, die neuen Schienenbienen sind da!

Ich habe die beiden Völker jetzt umgezogen. War gar nicht so einfach, da immer noch hunderte von Bienen außen saßen. Damit ist der Stand erst mal voll besetzt. Nachdem sich die Aufregung etwas gelegt hat, habe ich mal nachgesehen, wie die neue Inneneinrichtung angenommen wurde. Sieht ganz gut aus, und jetzt weiß ich auch endlich, warum da so viele Bienen außen saßen: Die Kiste ist eben voll mit Bienen, die hatten schlicht keinen Platz mehr drinnen. Also erst mal etwas Platz gemacht und oben noch einen leeren Honigraum drauf. Und schon gibt es keinen Andrang mehr draußen.

Leider hab ich bei der Gelegenheit auch gesehen. dass die Chefin fehlt. Ich hab keine Ahnung warum, aber die ist weg. Und wir hatten sie noch gesehen auf ihrer Fangwabe und extra vorsichtig rein gesetzt...Das ist echt sehr ärgerlich. Riesen Volk, aber ohne Königin werden die nach und nach immer weniger und das Volk ist verloren. Und da ich gerade einen Runderneuerung gemacht habe, gibts auch keine Brut, aus der eine neue gezogen werden kann. 
Aber Glück im Unglück: ich konnte von den bereits vorhandenen Völkern eine Eier-Spende reinhängen. Die sind ja zum Glück schon zwei Wochen weiter und hatten bereits neue Brutfelder. Hoffentlich klappt das. Ist ja schon schlimm genug, dass die super Königin verschwunden ist, wenn das ganze Volk verloren wäre, wäre das natürlich bitter. Mal sehen, ob es in 2-3 Wochen eine neue Chefin gibt oder ob ich mit Hilfe der Imkerkollegen noch was anderes probieren muss.

Den letzten Honig hab ich auch noch geerntet, damit ich das vorm Urlaub erledigt habe. Da kommt jetzt nicht mehr viel Tracht nach, die Linde ist durch und der Rest, der jetzt noch kommt, ist nur noch Krimskrams. Also Honig runter und dafür gabs noch einen Klotz Futterteig für alle. Damit hat offiziell die Wintervorbereitung begonnen und die Völker haben schon mal was zu tun, während ich ein paar Tage unterwegs bin. 

Montag, 30. Juni 2025

Neue Inneneinrichtung

So, heute mal was anderes.

Zur Abwechlsung war ich bei einer Imkerkollegin aus dem Verein und habe ihr an ihrem Stand geholfen. Wir haben einige ihrer Völker aus Zander-Kisten in mein System namens Dadant umgezogen, so dass sie in ein paar Tagen an meinen Stand umziehen können. Es gibt in Deutschland leider zahlreiche Kistenmaße, die in der Regel inkompatibel sind. Da bei mir alles Dadant ist, müssen sich die Damen also erst mal neu einrichten. Bei der Gelegenheit konnten wir uns auch gleich um Wabenhygiene kümmern und haben altes Material mit neuem ersetzt. 

Das gab am Ende sehr volle Kisten, da wir jeweils zwei Völker aus dem kleineren Zander-System in die größere Dadant-Kiste getan haben.

Da war ganz schön was los am Stand...aber die Bienen sind nur aufgeregt, nicht aggressiv.

Jetz hoffe ich nur, dass die sich trotz des warmen Wetters noch IN die Kiste begeben, bevor ich sie umsiedeln will. Wird sonst schwierig, die Kiste in den Kofferraum zu bekommen, wenn da noch mehrere tausend Bienen außen an der Kiste hängen.

Donnerstag, 12. Juni 2025

Volk verloren

Heute mal wieder eine der nicht so schönen Seiten des Imkerlebens. Das kranke Volk hat sich leider nicht mehr erholt.

Da es immer weniger Bienen wurden und ich auch keine neue Brut mehr gesehen habe, habe ich das Volk jetzt aufgelöst. Schade, aber auch das gehört zur Imkerei dazu. Zum Glück hab ich noch rechtzeitg im Frühjahr einen Ableger gebaut. Wenigstens dem gehts gut.

So sieht das dann am Ende aus:

Total zerlöchertes Brutfeld, nur noch Drohnen und insgesamt ein desolater Zustand in der Beute. Ich habe also alles entfernt, das Wachs eingeschmolzen und die Kiste ausgeflammt. Da werde ich wohl versuchen, bei der anstehenden Sommerbehandlung einen neuen Ableger zu bauen. Drei oder vier Völker hätte ich schon gerne. Zwei finde ich ein bisschen knapp.

Immerhin zeigt sich jetzt, warum ich auf Naturbau umgestellt habe. Ohne Drähte in den Rähmchen geht das Ausschneiden der Altwaben deutlich einfacher und schneller voran.


 

Sonntag, 25. Mai 2025

Imkern im Frühjahr

So, schon wieder ein paar Wochen rum und es war einiges zu tun. Entsprechend der Jahreszeit gibt es gerade jede Menge Sachen, die man machen kann/muss.

Ich habe zum Beispiel Honig geerntet. Hurra! Endlich mal wieder Frühtracht, nachdem die letzten Jahre ja eher mau waren. Ein paar Eimer sind es diesmal geworden und ich freu mich schon, den ins Glas zu bekommen. Ich möchte diesmal etwas warten und vorher noch regelmäßig rühren. Ich hoffe, damit bekomme ich ihn etwas cremiger und weniger betonartig, wenn er denn dann auskristallisiert (was bei Frühtracht wahrscheinlich ist).

Ich hab auch einen Ableger gebastelt. Sieht ganz gut aus. Ich hab die neue Chefin gesehen und das neue Volk hat sich zusammen gerüttelt. Ein kleines neues Brutnest ist auch da, es geht also voran. Prima! Hier das Suchbild dazu.

Was noch? Eines der Völker sieht sehr bedenklich aus. Viele tote Bienen, keine Brut mehr, kein neuer Ertrag und Bienen, die benommen wirken. Hm...was ist da los? Ich dachte erst, das Volk wäre einfach abgeschwärmt, aber der riesen Friedhof vor der Tür und das untypische Verhalten sprechen dagegen. Ich vermute mal, die haben entweder eine Krankheit oder sie haben sich auf den umliegenden Flächen irgendwo eine Insektizidvergiftung eingefangen. Sieht auf jeden Fall nicht gut aus. Was es auch ist, ich hoffe, es greift nicht über. Muss ich mal im Verein besprechen.

Und dann hab ich noch versucht, statt kleinen Waben mit ganzen Waben zu starten. Ich kleb ja sonst immer in die Rahmen kleine Anfangsstücke ein, damit die Bienen wissen, wo es lang geht und schon mal einen guten Start haben. Den Rest bauen die normalerweise dann selbst aus. Meistens wird das sehr ordentlich, macnhmal sieht es aber auch so aus:

Hier haben sie in der Mitte einen Spalt offen gelassen. Warum auch immer.
Und jetzt habe ich versucht, eine ganze Mittelwand als Starthilfe einzukleben. Na ja...

Den Rest der offensichtlich heruntergefallenen Wand klebt am Boden, wo die Bienen dann versucht haben, was draus zu machen. Und oben haben sie einfach mit ganz normalen Waben angefangen, dann eben ohne Starthilfe. Den Rest der zerbrochenen Mittelwand haben sie fröhlich kreuz und quer im Stock verbaut. Hat eine Weile gedauert, das wieder gerade zu rücken und aufzuräumen. Ich sag mal so: da ist noch Luft nach oben. Oder ich bleib einfach doch bei den kleinen Anfangsstreifen.