Mittwoch, 8. April 2026

Untermieter

 Heute mal keine Bienen, sondern Mitbewohner, die leider nicht bleiben können.

Diese Vespa Velutina ist eine invasive Spezies und hat in Mitteleuropa nix zu suchen. Erst recht nicht in meinem Strandkorb. 


Die asiatische Hornisse hat sich leider etabliert und plagt mittlerweile Bienenvölker in ganz Deutschland, die sie für eine Art Buffet halten. Jetzt Anfang April werden die Königinnen aktiv und bilden neue Nester. Diese hier hab ich zum Glück dabei erwischt und konnte sie einfangen.

Und direkt am Tag danach hat sich diese Königin der gemeinen Wespe ins Haus verirrt. Auch die werden jetzt aktiv und starten neue Völker. Die Wespe ist als Art zwar durchaus erwünscht hier im Ökosystem, aber im Kinderzimmer kann ich halt auch kein Wespennest gebrauchen. Ich hab sie in Widdig wieder frei gelassen, das sollte außerhalb des Flugradius sein. Da kann sie sich jetzt ein neues Nest bauen.


Ansonsten gehts den Bienen gut, die kommen langsam so richtig in Schwung. Die Völker starten jetzt durch und wachsen jeden Tag etwas. Die vielen blühenden Kirschen und andere Frühblüher sind dabei natürlich sehr hilfreich. Wer aufmerksam durch Buschdorf geht, kann gerade ganze Bäume summen hören. Auch die Bautätigkeit steigt, es werden Waben ausgezogen und der erste Honigraum wird langsam besetzt. Die Saison geht jetzt so richtig los...

Samstag, 4. April 2026

knappe Sache

Ich habe vor ein paar Tagen eine Durchsicht der beiden verbliebenen Völker gemacht. Das war auch dringend nötig, wie sich gezeigt hat. Eins der Völker war fast verschwunden. Angefangenes aber verwaistes kleines Brutnest, 10-20 verbliebene Bienen...das sah nicht gut aus.

 


Aber während ich schon überlegt habe, dass ich die handvoll verbliebene Bienen auch einfach abräumen kann, habe ich in der Ecke der Kiste tatsächlich noch die Chefin entdeckt. Die saß da mit knapp 10 letzten Arbeiterinnen. Hier hat offenbar die Durchlenzung nicht funktioniert und die Altbienen sind gestorben, bevor sie eine relevante Zahl an Neubienen erbrüten konnten. Aber solange die Königin noch da ist, kann man immer noch was tun. 

Da es dem zweiten Volk deutlich besser geht und es neben einem großen Brutnest dort auch schon jede Menge Bienen gibt, habe ich einfach zwei Brutwaben samt Besatzung von dort als Spende eingehängt in der Hoffnung, dass die sich mit der Königin arrangieren und dann zusammen ein stabiles Volk erbrüten. Das war jetzt schon ein paar Tage her,  daher weiß ich auch schon, dass das funktioniert hat. Das Volk ist klein, aber es wächst und die Königin legt jetzt Eier in die Spenderwaben, wo sie von den eingemeindeten Gastarbeiterinnen aufgezogen werden. Den Pflegebienen ist es egal, in welchem Stock sie sitzen, solange eine Königin da ist.

Ist also nochmal gut gegangen. Aber 2 (fast 3) von 4 Völkern als Verluste ist eine ziemlich miese Bilanz für den Winter. Da muss ich mir mal überlegen, was ich diesen Herbst anders machen will.