Sonntag, 19. März 2023

Los geht's...

So, da sind wir wieder!

Die Temperaturen steigen und die Bienen werden so richtig aktiv.

Ich freue mich sehr, dass es alle Völker in den Frühling geschafft haben. Eine erste Durchsicht hat ergeben, dass die Völker doch sehr unterschiedlich da stehen. Während ein Volk schon richtig groß aussieht und auf drei Waben ordentlich Brut angelegt hat, ist eines sehr klein und schafft gerade so zwei kleine Brutfelder. Aber egal, Hauptsache gesund. Alle sind noch am Start und haben angefangen zu brüten.

Ich habe jetzt etwas aufgeräumt, überschüssige Waben aus dem Winter entfernt und eine Beute getauscht (damit ich die alte mal sauber machen kann, es klebt alles). Außerdem habe ich darauf geachtet, dass alle noch eine große Wabe voller Winterfutter haben, falls es doch noch mal kalt wird zwischendurch. Die Bienen laufen jetzt auf den letzten Vorräten, es wäre sehr ärgerlich, wenn sie mir auf dem letzten Meter verhungern, bevor der Frühling richtig los geht. 

Dann kann das neue Jahr also kommen. Ich freu mich...


Sonntag, 26. Februar 2023

Bastelspaß

Während es noch nicht so viel zu tun gibt, habe ich mich mal an Bastelarbeiten versucht.
Ich würde gerne mehr Naturwabenbau verwenden, damit ich beim Tausch von Waben nicht so eine Sauerei habe. 

Normalerweise sind die Waben mit Drähten versehen, die die Mittelwände halten. Das hat den Vorteil, dass die ganze Konstruktion sehr stabil ist. Hat aber den Nachteil, dass man, wenn man die entfernt, immer um die Drähte herum schneiden muss, um das Wachs raus zu bekommen. Das nervt und gibt eine große Sauerei.

Die Idee war jetzt, ungedrahtete Rähmchen zu verwenden. Aber um de Bienen einen Anfang vorzugeben, muss trotzdem irgendwie ein Stück Mittelwand da rein. Ohne Draht ist aber nix da, um das fest zu machen. Also habe ich jetzt versucht, das einzukleben. Und ich kann sagen: klappt!


Einige Wachsreste vorsichtig schmelzen, dann in die Nut im Rähmchen kippen und den Anfangsstreifen (oder in dem Bild die kleinere Mittelwand für den Honigraum einkleben. Hält!

 


Prima. Das sollte mir die Arbeit später deutlich erleichtern, denn das lässt sich dann einfach mit dem Messer am Rand abschneiden.


Sonntag, 15. Januar 2023

Lebenszeichen

Man soll im Winter ja eigentlich nicht in die Völker schauen und die Bienen möglichst wenig stören.

Aber die Wetterlage hat den Namen Winter nicht verdient. Es war die letzten Tage so warm, dass ich mich, nachdem ich mehr oder weniger starken Flugbetrieb gesehen hatte, getraut habe, mal rein zu sehen. 

Alle drei Völker sind noch da und haben mehrere Wabengassen besetzt, eines davon hatte sogar eine ordentliche Bienentraube auf den oberen Rähmchen. Prima! Ich habe auch diverse Bienen mit Pollen gesehen, da wird also schon weder gebrütet. Kein Wunder bei den Temperaturen. Erle und Hasel blühen schon, wie der ein oder andere Allergiker auch schon feststellen durfte. Da findet man zwar keinen Nektar, aber der frische Pollen ist die Grundlage für die erste Brut in 2023.

Jetzt bleibt natürlich die spannende Frage, wie gut die Bienen bis in den Frühling kommen. Ich erwarte mindestens noch eine Kältewelle im Februar oder März und der Brutbetrieb erfordert einen höheren Energieumsatz im Volk. Da muss ich also ein Auge drauf haben, ob noch genug Restfutter in den Völkern ist und zur Not etwas mit Futterteig unterstützen. Aber so weit sieht das doch erfreulich aus.

Sonntag, 11. Dezember 2022

Finale 2022

Heute war ich das letzte Mal für dieses Jahr am Stand. Es ist kalt und einigermaßen trocken, also die richtige Zeit für eine Restentmilbung. Dabei träufelt man Oxalsäure in die Wabengassen, um die Milben damit zu erwischen. Da im Moment (hoffentlich) keine Brut im Volk ist, haben die kleinen Biester keine Rückzugsmöglichkeit.

Dabei sollte es schnell gehen, denn der Wärmeverlust durch den offenen Deckel muss durch die Bienen mühsam wieder ausgeglichen werden. Also Deckel auf, kurz nachsehen, wo die Bienen sitzen, Lösung rein, Deckel wieder zu. 

Der kurze Blick ergab ein gemischtes Bild. Ein einigermaßen starkes Volk, ein mittleres und ein sehr schwaches. Tja, ich kann nur hoffen, dass es alle durch den Winter schaffen. Ansonsten bleibt nur abwarten und Tee mit Honig trinken. Ich kann jetzt bis zum Frühling nichts mehr tun.

Allen Lesern einen schönen Advent und ein frohes neues Jahr!



Samstag, 24. September 2022

Der Herbst ist da...

Jetzt ist es schon Herbst. Das ging ja schnell. 

Damit schließen sich auch meine Handlungsfenster. Das nasskalte Wetter wirkt sich auf die Bienen aus. 

Das Flüssigfutter wird kaum noch abgenommen. Was jetzt noch nicht eingelagert ist, wird nur noch schwer in die Waben zu bekommen sein. An den Völkern ist der Flugbetrieb schon stark eingeschränkt, man sieht im Moment nur wenig Sammlerinnen. Kein Wunder nach zwei Wochen Regen bei knapp 10 Grad. Die Völker sind auch stark geschrumpft, die ganzen Sommerbienen sind mittlerweile weg und es kommt nur wenig Brut nach. Das liegt zum einen an den Temperaturen, zum anderen daran, dass die Waben mit Vorräten belegt sind. Das ist immer ein Balanceakt zwischen Vorräten und Brutmasse. Ich hoffe, das passt so und es gleicht sich noch ein wenig an über die nächsten vier Wochen. Im Moment finde ich die Völker etwas zu schwach für den Winter. 

Ich habe jetzt auch die Futterzargen runter genommen, damit die Bienen den toten Raum nicht mit heizen müssen. Dabei gabs in einem Volk leider jede Menge Wildbau. Schade, das dort eingelagerte Zuckerwasser ist erst mal verloren, denn ich muss die Bruchstücke entfernen. Fanden die Bienen nicht so witzig.

Schade auch, dass meine letzten Bauwaben nicht mehr richtig angenommen wurden. Da war ich wohl zu spät mit der Erweiterung. Die Bienen haben keine rechte Lust mehr auf Architektur und ignorieren die Mittelwände zum großen Teil. Ich denke, da warte ich noch 1-2 Wochen und dann können die auch wieder raus, falls damit nichts mehr passiert ist. Dann sind die Völker insgesamt etwas kleiner als mir das lieb ist, aber nicht kritisch unterversorgt. Müsste eigentlich funktionieren, wenn das Wetter keine zu extremen Kapriolen schlägt in der dunklen Jahreshälfte.

Montag, 22. August 2022

Füttern, warten, wiederholen

Nach der großen Honigaktion steht im Moment eher nicht ganz so spannendes (aber notwendiges) auf der Agenda. 

Da ich meinen Bienen den Honig gemopst habe, muss ich jetzt natürlich dafür sorgen, dass trotzdem genug Wintervorrat in den Stock kommt. Ich rühre also alle paar Tage drei Eimer Zuckerwasser an und schütte die in die Völker. Das wird dann nach und nach eingelagert und zu Vorräten umgearbeitet. Ein paar Runden sind schon geschafft, es stehen aber noch einige aus. Ich muss am Wochenende mal rein sehen und schauen, wie gut die Vorratssituation aussieht. Zum Dank für meine Futtergaben springen mir die Bienen regelmäßig ins Gesicht. Spätsommer ist echt kein Spaß. Die Damen sind sehr kurz angebunden. Normal für diese Jahreszeit, aber ich bin echt froh um Jacke und Schleier.

Ansonsten habe ich jetzt einen ganzen Schwung Honigwaben ausgeschnitten und zu Wachsresten gemacht. Da waren erwartungsgemäß die Wachsmotten drin. Die möchte ich nicht mehr für die Honigproduktion verwenden. Wenn die Waben mal bebrütet waren (und das war ja leider teilweise der Fall dieses Jahr), dann kann man davon ausgehen, dass die Wachsmotte irgendwo Eier deponiert hat. Die Larven schlüpfen dann irgendwann und fräsen sich durch das Wachs auf der Suche nach Eiweiß und Kohlehydratresten. Harmlos, aber nicht sehr lecker. Das gab zweieinhalb Eimer voller Wachsreste, die ich jetzt noch einschmelzen muss. Und für den Winter kann ich mir schon mal aufschreiben, dass ich neue Honigrahmen vorbereiten muss für nächstes Jahr.

Ich muss auch noch ein Auge auf den Varroabefall haben. Je nach Milbenandrang muss ich ggf. nochmal was unternehmen. Aber bisher sah es ganz gut aus. Die Bauerneuerung bzw. die getauschte Königin mit der Unterbrechung der Bruttätigkeit schienen ganz gut geholfen zu haben dieses Jahr.

In der Zwischenzeit erfreut sich der Honig reger Nachfrage aus Nachbarschaft und Kollegenkreis. Mehr als die Hälfte ist schon weg. Ich stell weiterhin immer mal was vor die Tür, das klappt ganz gut mit dem Haustürverkauf. Vielleich mach ich mir für den Winter mal ein Bastelprojekt und baue einen etwas hübscheren Ort für die Gläser, als sie einfach nur auf das Fenstersims zu stellen.

Donnerstag, 4. August 2022

36 Grad und es wird noch heißer...

 ...also genau richtig um Honig abzufüllen.

 

Zurück aus dem Urlaub und der Sommer hat Bonn voll im Griff. Für meinen Geschmack viel zu warm, aber zumindest einen Vorteil haben die heißen Temperaturen: man kann prima Honig abfüllen. Je wärmer es ist, desto besser fließt der. Das macht es einfacher, ihn in Gläser abzufüllen. Und genau das stand eh auf der Agenda. 

Also ran: der Frühjahreshonig ist mittlerweile in den Eimern kristallisiert und hat eine recht feste Masse gebildet. Ein ganz normaler Vorgang, da der Zucker nach und nach aushärtet. Besonders Frühjahrstracht neigt aufgrund der Nektarmischung zum Kristallisieren. Vor allem wenn Raps dabei ist (dieses Jahr nicht), wird der teilweise steinhart. Den kann man bei diesen Temperaturen aber recht einfach wieder "auftauen", also in einen flüssigen Zustand bringen. Außerdem kristallisiert er dann im Glas nicht mehr so schnell. 

Tja, und genau damit hab ich mich heute beschäftigt. Eimerweise Honig...

...in einem steten Strom...

 ...in kistenweise volle Gläser verwandeln.

Ich habe heute den ersten Teil verarbeitet, morgen gehts weiter. Das bisschen Sommerhonig von der Aktion vor dem Urlaub hab ich auch gleich umgefüllt. Der bleibt in der Regel flüssig und heute war er echt prima zu bearbeiten. Kein Wunder bei über 30 Grad. 

Na, wer kann Frühjahr und Sommer anhand der Farbe unterscheiden?

Es ist auf jeden Fall genug Frühjahreshonig da, so dass was übrig bleibt, um es an die Haustür zu stellen. In der nächsten Zeit gibt es also lokalen Honig für einen schlanken Preis zu kaufen.


Donnerstag, 21. Juli 2022

Urlaubsüberlegungen

Hurra, Urlaub!

Da bleibt auch Zeit zum Nachdenken und Reflektieren.
Vor der Abreise war ich noch des öfteren an den Völkern und habe alles so weit vorbereitet, dass meine Bienen jetzt mal 2-3 Wochen alleine bleiben können. Das finden die wahrscheinlich gut, denn entsprechend der Jahreszeit bekommen sie auch zunehmend schlechte Laune, wenn ich an den Beuten herumfummele. Die Wespen sind auch echt frech geworden in der Zwischenzeit. Und sobald man Honig riechen kann rasten alle zusammen aus. Nur Abends wird es friedlich.


Ich habe es am Ende zwar noch geschafft, die Honigreste zu ernten, aber die aufgerissenen Waben wurden leider nicht mehr ordentlich leergeputzt. 

Natürlich machen die Bienen wieder was sie wollen und haben nach der Mini-Ernte wieder Nektar eingelagert, statt die Reste leer zu räumen. Woher auch immer der Nektar jetzt auf einmal kam. Das ist nicht optimal, aber ich habe trotzdem die meisten Zargen abgeräumt. Die Bebrüteten werden eh eingeschmolzen, bei denen ist es egal. Und die restlichen haben jetzt eben noch ein paar kleinere Honigreste. Entweder stell ich die nochmal drauf, wenn ich zurück bin, oder ich lass es einfach so und dann können die im nächten Frühling von der neuen Generation bearbeitet werden. Vorerst sind sie sicher verstaut in einer dichten Box mit Deckel.

Beim Schleudern konnte man gut erkennen, wo das Brutnest angelegt war. 

Die Menge war nicht der Rede wert, diese Sommerernte wird wohl mein Privatvorrat. Ich bin gespannt, ob man die Bruttätigkeit am Honig schmeckt. Soll wohl intensiver schmecken. Ich bin gespannt.

Die letzten Honigwaben, die ich einfach in den Völkern belassen hatte, hatten am Ende zwar wie gewünscht keine Brut mehr, aber noch massive Honigränder. Die hab ich jetzt einfach mal auf einem Volk drauf gelassen. Mal sehen, wie die in drei Wochen aussehen. Entweder, sie sind leer gefressen, dann räum ich einfach ab. Oder sie sind weiter befüllt, dann kann ich mir überlegen, ob ich die noch abernte. 


Der Ableger hat zum Abschied noch zwei Packungen Futterteig als Dauerfutter bekommen. Damit sollten die Bienen 1-2 Wochen beschäftigt sein. Ich hoffe, sie finden in dem warmen Wetter genug Wasser. Aber mit den Teichen und Pools in der Nachbarschaft mache ich mir da wenig Sorgen.
Das Altvolk hat stattdessen eine klassische Säurebehandlung als Abschiedsgeschenk bekommen. Das dauert ca. 2 Wochen, bis der Verdunster leer ist. Passt also als Urlaubsüberbrückung ganz gut, so lange es nicht dauerhaft über 35 Grad sind. Die Brutentnahme hab ich am Ende gelassen, da das Brutnest so seltsam aussah. Mal sehen, wie das Volk aussieht, wenn ich zurück bin.

Eine kurze Milbenprüfung vor dem Urlaub hat auch erfreulich wenige Varroen in den beiden anderen Völkern gezeigt. Das ist schön, da hat die Brutentnahme wohl ihren Zweck erfüllt. Aber das schau ich mir auf jeden Fall nochmal an, wenn ich wieder da bin. 

So weit so gut. Dann steht also primär Füttern auf der Agenda, wenn ich wieder da bin. Der Zucker steht schon im Keller, Futterteig hab ich auch noch. Kann also weiter gehen. 

Aber bis dahin ist erst mal Sommer, Sonne, Freibad angesagt.

Sonntag, 10. Juli 2022

Sommerloch beim Honig

So viel zur zweiten Ernte...

Die Linden in der Straße sind alle verblüht, Zeit für eine Bestandsaufnahme. Außerdem will ich nächste Woche in Urlaub, also muss ich jetzt spätestens entscheiden, was ich bis dahin noch machen will.

Die Kontrolle ergab zwei Völker kurz vorm Hungernotstand. Der Ableger und das Volk mit der Brutentnahme laufen auf der letzten Rille. Die brüten zwar beide, aber mit Vorräten ist nix. Der Ableger hat direkt mal ein paar Liter Zuckerwasser von mir bekommen. Die müssen noch Waben ausbauen und mehr brüten, dafür brauchen sie Energie. 

Das große Volk hat sich selbst geholfen und fast alle Vorräte aus dem Honigraum verbraucht. Das wird also nix mehr mit einer Ernte hier. Ich lasse die Bienen jetzt über eine Schleuse runter laufen und hoffe, dass sie noch die Reste verputzen, dann räume ich den Aufsatz einfach ab und gebe auch hier Futter. Auch dieses Volk muss noch den Rest des Innenausbaus schaffen und dabei ordentlich Brut anlegen. Das kostet Kraft.

Bleibt noch Volk Nummer drei. Also die gute Nachricht zuerst: die Brut aus dem Honigraum ist fast zu 100% geschlüpft. War auch Zeit. Offensichtlich ist die Chefin jetzt kein drittes Mal mehr hoch gekommen. Und es wurde sogar noch etwas Honig eingelagert, obwohl ja im Moment nicht so viel zu holen ist (wie man an den beiden anderen Völkern sehen kann). Prima.
Leider sieht es unten eher seltsam aus: ich habe nur eine volle Brutwabe gefunden und diverse versprengte kleinere Brutfelder. Was ist denn da schon wieder los? Ich hätte erwartet, dass die Königin unten direkt wieder Vollgas gibt. Macht sie aber nicht so richtig. Warum? Keine Ahnung...ich kann mal wieder nur raten. Ich hatte überlegt, hier auch noch eine Brutentnahme zu machen und das Material zu tauschen, aber bei dem Bild lass ich das jetzt lieber mal. Stattdessen versuche ich, die Honigräume noch abzuernten und ebenfalls Futter zu geben. Und dann lass ich die einfach mal drei Wochen machen. In drei Wochen sollte das entweder etwas geordneter aussehen oder das Nest ist total dezimiert. Dann ist die Königin wohl hinüber. In dem Fall löse ich das Volk eben auf und gehe mit zwei in den Herbst.

Jetzt also erst mal Endspurt vorm Urlaub: Honig runter, Material weg, Futter rein, Imker in den Urlaub. Auf geht's!

Brutentnahme und Reste schmelzen

Zwischendurch standen auch mal wieder etwas weniger schöne Arbeiten auf dem Programm.

Der Ableger und das Volk mit der flüchtigen Königin fallen ja erst mal aus, aber ich habe wenigstens bei einem Volk eine Brutentnahme als Milbenschutz durchführen können. Mal wieder eine Materialschlacht. Aber ich werde langsam besser, es sieht mittlerweile deutlich aufgeräumter aus.



Aus alt mach neu. Ich habe das alte Material entfernt und durch neue Rähmchen mit Mittelwänden ersetzt. Diesmal hab ich auch dran gedacht, eine Fangwabe im Volk zu belassen. Da ich das schon vor ein-zwei Wochen gemacht habe, konnte ich in der Zwischenzeit schon sehen, ob es geklappt hat. Hat es, es wird schon fleißig ausgebaut und ich habe schon die ersten Eier in den ganz neuen Zellen entdeckt. Die Fangwabe war mittlerweile gut geschlossen, so dass ich die raus genommen habe. Ich hoffe, da waren möglichst viele Milben drin, denn es tut mir nach wie vor leid, eine solche gut bestückte Brutwabe einfach zu entsorgen. 

Und die ganzen entnommenen Altwaben müssen natürlich noch eingeschmolzen werden. Das ist der nicht ganz so leckere Teil des Imkerlebens: zwei Eimer voller Altmaterial wird mit allem - von Wachs über Honigreste bis zu toten Larven - aufgekocht, um das Wachs zu verflüssigen. Dann schüttet man die ganze Pampe durch einen alten Strumpf (als Filter) und fängt das flüssige Wachs mit dem Wasser in einem Eimer auf. Wachs und Wasser trennen sich über Nacht, die Reste werden hart und dann kann man sie entsorgen. 

Vorher: 

Währenddessen:

Nachher:

 

Ein weiterer Meilenstein ist damit in diesem Jahr erreicht. Jetzt muss ich nur sehen, was ich noch vor dem Urlaub machen kann. Je nach Entwicklung könnte ich ggf. noch eine kleine zweite Ernte einschieben und/oder doch noch eine Brutentnahme beim zweiten großen Volk machen. Aber dazu müssten die endlich mal den Honigraum frei machen. Da sind ja immer noch jede Menge Larven drin, die da eigentlich nicht rein gehören. Kann man auch noch Anfang August machen, aber jetzt wäre schon der bessere Zeitpunkt dafür.

Na, mal sehen was sich in den Beuten so getan hat.