Mittwoch, 26. August 2026

Nach der Saison ist vor der Saison

Der Jahresabschluss und die Wintervorbereitung läuft auf vollen Touren.

Der Ableger hat erfreulicherweise tatsächlich eine Königin nachgezogen. Die läuft sich langsam warm und legt zunehmend mehr Eier. Sehr schön, damit kann sich der Ableger noch selbst verstärken vor der Winterpause. Ich hab sie erwischt und ihr einen Punkt verpasst. Damit finde ich sie künftig deutlich einfacher im Volk.


Der Regen der letzten Tage war hilfreich. Die Bienen finden jetzt wieder etwas Nektar und  - viel wichtiger - auch Pollen in den noch blühenden Pflanzen. Den Nektar kann ich einfach ersetzen mit Zucker, aber die Eiweißversorgung über Pollen ist elementar, damit die Völker ihre Brut füttern können. Auch Pollen kommt jetzt wieder vermehrt rein von draußen. Sehr schön! Ich füttere jetzt weiter Zuckerwasser zu.


Leider habe ich zwischenzeitlich auch die erste asiatische Hornisse gesehen, die vor den Eingangslöchern auf Beute gelauert hat. Also ist die neue invasive Pest nun auch in Buschdorf etabliert. Gut, das war nur eine Frage der Zeit, aber ärgerlich ist es trotzdem. Eine weitere Belastung für die Bienen. Die Wespen, die jetzt immer frecher werden, hätten gereicht. Mal sehen, wie schlimm die Belagerung durch die Hornissen wird in den nächsten Tagen.

Ansonsten verkauft sich der Honig von selbst an der Tür. Ein paar Gläser habe ich noch, aber der Großteil hat sich in der Nachbarschaft verteilt. Na dann: Guten Appetit! 


 

Sonntag, 9. August 2026

Sommerloch

Huch, der Juli ist ja schon rum. 
Die Honigernte ist geschafft, das Erntejahr 2026 verabschiedet sich mit ein paar Eimern Honig. Viel war es nicht, aber ein bisschen was ist dann doch zusammen gekommen. Es gibt also demnächst wieder Honig an der Tür zu kaufen. 
 

Mit dem Abschluss der Ernte hat jetzt offiziell die Wintervorbereitung begonnen.
Draußen blüht zwar hier und da noch etwas, aber die große Trachtzeit ist vorbei. Die elende Trockenheit hilft auch nicht. Damit über die kargen Reste kein Futterneid ausbricht und sich die Völker nicht gegenseitig überfallen, bekommen die Völker wie immer flüssiges Zuckerwasser von mir. Das schleppen sie brav ein und dicken es für die kalten Monate ein.
Für Urlaubszeiten oder bei kleineren Einheiten kommt auch Futterteig zum Einsatz. Der riecht kaum und lockt keine hungrigen Räuberbienen aus der Nachbarschaft an. Zudem brauchen die Bienen länger, um den umzuarbeiten. Das können sie machen, während ich im Urlaub bin.
Und wo wir gerade von den Ablegern sprechen: Ich warte noch eine erfolgreiche Nachwuchskönigin für den letzten Ableger. Zellen gabs, aber wird auch eine begattete Königin draus? Wenn beim Hochzeitsflug alles glattgegangen ist, müsste die Dame demnächst in Eilage gehen. Ich drücke die Daumen, dass bald die ersten Stifte in den Waben sitzen – sonst wird das nichts mit der Überwinterung bis ins nächste Jahr.