Nach einer Woche habe ich nachgesehen, wie es den Völkern am neuen Standort geht.
Die sind beide gut angekommen in ihren neuen Beuten. Allerdings war ich doch etwas überrascht. Ich hatte nach den schönen Tagen und dem heftigen Flugverkehr am Eingangsloch darauf gehofft, dass es schon massive Brut- und Bautätigkeit gibt. Aber da war ich wohl zu optimistisch.
Es sind zwar mittlerweile in beiden Stöcken schöne Brutfelder vorhanden und ich habe sogar schon die erste Drohne im Volk gesehen, aber so richtig Gas geben die beiden noch nicht. Der Baurahmen, den ich dem stärkeren Volk gegeben hatte, war einigermaßen ausgebaut, aber von Brut im neuen Rahmen war noch nichts zu sehen.Stattdessen wurde der Freiraum unter den zu kurzen Zanderwaben fleißig ausgebaut. Das wird noch lustig diesen Sommer...da kann ich dann immer nur den ganzen Brutblock bewegen oder ich reiße immer wieder den Neubau kaputt. So wie heute, bevor ich das gesehen hatte.
Die Vorräte sind auch insgesamt eher geschrumpft. Es wird zwar fleißig Pollen und Nektar gesammelt, aber da hat das insgesamt kalte Wetter wohl doch einen größeren Einfluss gehabt als gedacht. Ich hatte für alle Fälle einen Honigraum mitgebracht, falls das starke Volk schon so weit ist, einzulagern. Aber statt den drauf zu stellen, habe ich jetzt hinterm Schied für beide noch jeweils eine Futterwabe belassen. Die nächsten Tage sollen ja eher noch kälter werden, da wird Brennstoff gebraucht.
Also warten wir mal eine weitere Woche ab, wie es den Damen dann so geht.
Von Bienchen und Blümchen - ein Blog über die Hobby-Imkerei. Für alle Interessierten, Bienenfreunde und natürlich alle Nachbarn.
Samstag, 28. März 2020
Samstag, 21. März 2020
Willkommen im neuen Zuhause
Obwohl es etwas kühl war sind die Bienen heute in ihr neues Zuhause umgezogen. Das hat ganz gut geklappt. Beide Völker waren schon aktiv, ich habe in jeder Zarge ein Brutnest und die zugehörige Königin gefunden. Sehr schön.
Das Brutnest hab ich jetzt einfach 1:1 in die neue Kiste gehängt (Zander passt zum Glück in Dadant rein), auch wenn jetzt unter den Waben sehr viel Luft ist). Dazu noch etwas Futter für alle Fälle, und fertig ist das neue Zuhause. Für ein Volk hab ich sogar eine Bauwabe mit rein getan, die waren echt schon fleißig und der Platz auf den vier Brutwaben wird langsam knapp. So soll das sein...
Die Reste vom Winterfutter und etwas neu eingetragener Honig aus den Zanderwaben ist in den alten Zargen geblieben. Ich hab noch so viel Winterfutter in passenden Waben übrig, dass da niemand Hunger leiden muss, selbst wenn jetzt noch ein vierwöchiger Wintereinbruch kommt. Das würde ich gerne einfrieren, aber leider hab ich keinen Platz für die vielen Waben. Werd ich wohl irgendwann wegwerfen müssen, falls es anfängt zu gammeln. Ärgerlich...
Vorher:
Nachher:
Dann kann der Frühling jetzt also kommen. Nebenan blüht auch schon fast der Raps, das würde ja passen. Ich lass den Bienen jetzt etwas Ruhe, dann schau ich nochmal nach, ob das mit dem Ausbau des Nestes gut klappt. Dann kann man ggf. nochmal erweitern. Dann kann auch das Notfallfutter raus. Und wenn die Völker sich weiter gut entwicklen, dann könnte man dafür einen Honigraum drauf stellen und direkt auf eine leckere Frühtracht hoffen.
Das Brutnest hab ich jetzt einfach 1:1 in die neue Kiste gehängt (Zander passt zum Glück in Dadant rein), auch wenn jetzt unter den Waben sehr viel Luft ist). Dazu noch etwas Futter für alle Fälle, und fertig ist das neue Zuhause. Für ein Volk hab ich sogar eine Bauwabe mit rein getan, die waren echt schon fleißig und der Platz auf den vier Brutwaben wird langsam knapp. So soll das sein...
Die Reste vom Winterfutter und etwas neu eingetragener Honig aus den Zanderwaben ist in den alten Zargen geblieben. Ich hab noch so viel Winterfutter in passenden Waben übrig, dass da niemand Hunger leiden muss, selbst wenn jetzt noch ein vierwöchiger Wintereinbruch kommt. Das würde ich gerne einfrieren, aber leider hab ich keinen Platz für die vielen Waben. Werd ich wohl irgendwann wegwerfen müssen, falls es anfängt zu gammeln. Ärgerlich...
Vorher:
Nachher:
Dann kann der Frühling jetzt also kommen. Nebenan blüht auch schon fast der Raps, das würde ja passen. Ich lass den Bienen jetzt etwas Ruhe, dann schau ich nochmal nach, ob das mit dem Ausbau des Nestes gut klappt. Dann kann man ggf. nochmal erweitern. Dann kann auch das Notfallfutter raus. Und wenn die Völker sich weiter gut entwicklen, dann könnte man dafür einen Honigraum drauf stellen und direkt auf eine leckere Frühtracht hoffen.
Donnerstag, 19. März 2020
Neustart
Da sind sie, die neuen Mitbewohner.
Ich habe aus dem Imkerverein zwei neue Völker bekommen, die ganz gut aus dem Winter gekommen sind. Die Damen haben sich schon fleißig eingeflogen nachdem sie morgens festgestellt haben, dass um sie herum plötzlich alles anders aussieht. Jetzt finden sich die Bornheimer Einwanderer auch in Buschdorf zurecht und können Gas geben.
Nächste Aufgabe wird es sein, die Bienen in meine eigenen Kästen umzuziehen. Wie man sieht, haben die jetzigen Beuten ein anderes Maß als meine. Und für diese Zanderbeuten habe ich kein passendes Material, denn bei mir ist alles Dadant. Also muss jetzt erst mal ein neues Zuhause her. Dieser System-Zoo ist echt eine Pest in Deutschland. Jeder imkert auf einem anderen Maß. Aber die Zander-Rähmchen müssten von der Breite passen ohne dass sie durch fallen.Sind nur in der Höhe etwas zu kurz. Das werden die Bienen dann wohl nach und nach mit Wabenmaterial füllen nach unten. Mal sehen...
Das wird wohl was fürs Wochenende.
Ich habe aus dem Imkerverein zwei neue Völker bekommen, die ganz gut aus dem Winter gekommen sind. Die Damen haben sich schon fleißig eingeflogen nachdem sie morgens festgestellt haben, dass um sie herum plötzlich alles anders aussieht. Jetzt finden sich die Bornheimer Einwanderer auch in Buschdorf zurecht und können Gas geben.
Nächste Aufgabe wird es sein, die Bienen in meine eigenen Kästen umzuziehen. Wie man sieht, haben die jetzigen Beuten ein anderes Maß als meine. Und für diese Zanderbeuten habe ich kein passendes Material, denn bei mir ist alles Dadant. Also muss jetzt erst mal ein neues Zuhause her. Dieser System-Zoo ist echt eine Pest in Deutschland. Jeder imkert auf einem anderen Maß. Aber die Zander-Rähmchen müssten von der Breite passen ohne dass sie durch fallen.Sind nur in der Höhe etwas zu kurz. Das werden die Bienen dann wohl nach und nach mit Wabenmaterial füllen nach unten. Mal sehen...
Das wird wohl was fürs Wochenende.
Sonntag, 8. März 2020
Warteschleife
Während die Natur in Bonn langsam erwacht bin ich noch im erwzungenen Winterschlaf. Es blüht schon überall und die ganzen Pioniere von Krokus bis Osterglocken sind schon ganz hübsch anzusehen.
Ich habe mittlerweile mit den Kollegen aus dem Imkerverein gesprochen und wahrscheinlich bekomme ich in den nächsten beiden Wochen ein-zwei neue Völker. Dann geht es wieder los, diesmal mit mehr Erfahrung.
Wahrscheinlich passen die neuen Völker dann nicht auf mein Material, das bringt dann auch direkt die nächsten interessanten Herausforderungen. Die müssen dann erst mal umziehen in ihr neues Zuhause.
Es wird also nicht langweilig. Aber erst mal bin ich in der Warteschleife.
Ich habe mittlerweile mit den Kollegen aus dem Imkerverein gesprochen und wahrscheinlich bekomme ich in den nächsten beiden Wochen ein-zwei neue Völker. Dann geht es wieder los, diesmal mit mehr Erfahrung.
Wahrscheinlich passen die neuen Völker dann nicht auf mein Material, das bringt dann auch direkt die nächsten interessanten Herausforderungen. Die müssen dann erst mal umziehen in ihr neues Zuhause.
Es wird also nicht langweilig. Aber erst mal bin ich in der Warteschleife.
Sonntag, 16. Februar 2020
Sie sind tot, Jim!
Das waren sicher die traurigsten Arbeiten, die ich bisher am Stand hatte.
Ich hatte schon geahnt, dass das wohl nicht gut ausgeht, als ich bei dem warmen Wetter keine Flugtätigkeit gesehen habe. Und tatsächlich: beide Völker haben es nicht geschafft.
Nachdem ich die Waben entfernt habe, sind zwei Häufchen toter Bienen alles, was von den zwei verbliebenen Völkern übrig ist.
Jetzt bleibt natürlich die spannende Frage, an was das lag. Die Milben sind natürlich ein naheliegender Grund. Allerdings waren in einem Volk mehrere Nachzuchtzellen angelegt. Das deutet darauf hin, dass die Königin wieder angefangen hat zu legen und kurz darauf weg war. Was auch immer da im Detail dann schief gegangen ist.
Im anderen Volk habe ich sogar neue Brut gefunden.
Das deutet beides darauf hin, dass die Völker durch das warme Wetter in die Bruttätigkeit übergegangen sind und die Winterruhe bereits im Januar beendet haben. Und dann wurde es zwischendurch wieder mal kalt, dann wieder warm, usw. Das bringt das Programm bei den Bienen durcheinander. Statt sich zusammen zu kugeln, auf den Frühling zu warten und dabei von Futterwabe zu Futterwabe zu wandern, bleiben die bei und auf der neuen Brut sitzen. Sie wandern dann nicht mehr weiter zum Futter, wie sie das in einer normalen Winterruhe tun würden.
Brutpflege schlägt in dem Fall sogar den Hunger. Da kommt dann so ein Anblick raus.
Unten kann man ein paar Brutzellen erkennen. Der Rest der Wabe ist völlig leergefressen. Und auf die Idee, eine Wabe weiter zu wandern kommen die Bienen dann nicht, denn die Brut wird nicht verlassen. Am Ende verhungern sie in einem Stock voller Futterwaben.
Und dann noch die dämlichen Milben dazu. Das war wohl zu viel.
Jetzt bleibt mir nur noch, den Stand aufzuräumen, die Beuten zu reinigen (könnten ja noch irgendwelche Krankheitserreger drin sein) und dann neu zu starten. Mal sehen, ob ich im Imkerverein ein-zwei Ableger bekomme.
Auf ein Neues...
Ich hatte schon geahnt, dass das wohl nicht gut ausgeht, als ich bei dem warmen Wetter keine Flugtätigkeit gesehen habe. Und tatsächlich: beide Völker haben es nicht geschafft.
Nachdem ich die Waben entfernt habe, sind zwei Häufchen toter Bienen alles, was von den zwei verbliebenen Völkern übrig ist.
Jetzt bleibt natürlich die spannende Frage, an was das lag. Die Milben sind natürlich ein naheliegender Grund. Allerdings waren in einem Volk mehrere Nachzuchtzellen angelegt. Das deutet darauf hin, dass die Königin wieder angefangen hat zu legen und kurz darauf weg war. Was auch immer da im Detail dann schief gegangen ist.
Im anderen Volk habe ich sogar neue Brut gefunden.
Das deutet beides darauf hin, dass die Völker durch das warme Wetter in die Bruttätigkeit übergegangen sind und die Winterruhe bereits im Januar beendet haben. Und dann wurde es zwischendurch wieder mal kalt, dann wieder warm, usw. Das bringt das Programm bei den Bienen durcheinander. Statt sich zusammen zu kugeln, auf den Frühling zu warten und dabei von Futterwabe zu Futterwabe zu wandern, bleiben die bei und auf der neuen Brut sitzen. Sie wandern dann nicht mehr weiter zum Futter, wie sie das in einer normalen Winterruhe tun würden.
Brutpflege schlägt in dem Fall sogar den Hunger. Da kommt dann so ein Anblick raus.
Unten kann man ein paar Brutzellen erkennen. Der Rest der Wabe ist völlig leergefressen. Und auf die Idee, eine Wabe weiter zu wandern kommen die Bienen dann nicht, denn die Brut wird nicht verlassen. Am Ende verhungern sie in einem Stock voller Futterwaben.
Und dann noch die dämlichen Milben dazu. Das war wohl zu viel.
Jetzt bleibt mir nur noch, den Stand aufzuräumen, die Beuten zu reinigen (könnten ja noch irgendwelche Krankheitserreger drin sein) und dann neu zu starten. Mal sehen, ob ich im Imkerverein ein-zwei Ableger bekomme.
Auf ein Neues...
Samstag, 21. Dezember 2019
Da war es nur noch eins..
Die Oxalsäurebehandlung stand ja noch an.
Eigentlich sollte es dafür ordentlich kalt sein, damit die Bienen schön dicht sitzen. Nachdem es aber irgendwie nicht mehr kälter wird, habe ich das heute trotzdem gemacht. Die Bienen werden dabei mit warmem Zuckerwasser beträufelt, das mit Oxalsäure versetzt ist. Für die Bienen ok, für die Milben tödlich.
Für ein Volk kam leider jede Hilfe zu spät. Der Schwarm ist tot, der ganze Boden liegt voll mit Bienen. Das ist echt ärgerlich. Das war ein sehr starkes Volk im Herbst, aber leider hat es den Winter nicht geschafft. Ich denke mal, das sind die Spätfolgen der hohen Milbenbelastung.
Ich hatte schon das schlimmste befürchtet für den letzten verbliebenen Stock, da dieses Volk deutlich schwächer in die Winterpause gegangen ist. Aber siehe da: zumindest der Stock ist noch aktiv. Es waren zwei Gassen besetzt. Ich habe also hier die Oxalsäure reingeträufelt in der Hoffnung, dass das den Damen hilft, noch einen Schwung Milben loszuwerden.
Das fanden die Bienen leider gar nicht lustig. Da es heute fast 10 Grad sind, sind sie recht agil und sind mir zum Dank direkt ins Gesicht gesprungen. Zum Glück hatte ich einen langen Kapuzenpulli an. Undankbares Volk...hoffentlich haben alle wieder reingefunden, jede Biene zählt im Winter.
Jetzt bleibt tatsächlich nur noch Daumen drücken, bis es im Frühjahr wieder wärmer wird und der ganze Zyklus von vorne anfängt. Mal sehen, ob ich doch noch ein Volk habe im Frühling.
Eigentlich sollte es dafür ordentlich kalt sein, damit die Bienen schön dicht sitzen. Nachdem es aber irgendwie nicht mehr kälter wird, habe ich das heute trotzdem gemacht. Die Bienen werden dabei mit warmem Zuckerwasser beträufelt, das mit Oxalsäure versetzt ist. Für die Bienen ok, für die Milben tödlich.
Für ein Volk kam leider jede Hilfe zu spät. Der Schwarm ist tot, der ganze Boden liegt voll mit Bienen. Das ist echt ärgerlich. Das war ein sehr starkes Volk im Herbst, aber leider hat es den Winter nicht geschafft. Ich denke mal, das sind die Spätfolgen der hohen Milbenbelastung.
Ich hatte schon das schlimmste befürchtet für den letzten verbliebenen Stock, da dieses Volk deutlich schwächer in die Winterpause gegangen ist. Aber siehe da: zumindest der Stock ist noch aktiv. Es waren zwei Gassen besetzt. Ich habe also hier die Oxalsäure reingeträufelt in der Hoffnung, dass das den Damen hilft, noch einen Schwung Milben loszuwerden.
Das fanden die Bienen leider gar nicht lustig. Da es heute fast 10 Grad sind, sind sie recht agil und sind mir zum Dank direkt ins Gesicht gesprungen. Zum Glück hatte ich einen langen Kapuzenpulli an. Undankbares Volk...hoffentlich haben alle wieder reingefunden, jede Biene zählt im Winter.
Jetzt bleibt tatsächlich nur noch Daumen drücken, bis es im Frühjahr wieder wärmer wird und der ganze Zyklus von vorne anfängt. Mal sehen, ob ich doch noch ein Volk habe im Frühling.
Sonntag, 24. November 2019
Winter is coming...
Draußen ist es mittlerweile für Bonner Verhältnisse knackig kalt und die Bienen sind im Sparbetrieb. Da es heute ganz nett war, wollte ich mal nachsehen, wie es im Stock aussieht.
Außerdem muss ich noch die Oxalsäurebehandlung machen. Aber dafür ist es wiederum zu warm. Je kälter, desto enger sitzen die Damen aufeinander und desto einfacher kann man sie betröpfeln.
Ein kurzer Blick durch das Flugloch zeigt, dass beide Völker schon ordentlich Bienen verloren haben. Es war auch keine Traube zu erkennen, die unter den Waben durchhängt.
Das hatte ich befürchtet, denn die Milbenbelastung war ja nach wie vor viel zu hoch. Zu dem Totenfall am Boden kann man noch eine Menge Arbeiterinnen dazu rechnen, die zum Sterben den Stock verlassen. Da gab es also schon recht hohe Verluste in den letzten Wochen. Nicht so gut...Ich habe mich also dazu entschlossen, mal ganz kurz aufzumachen und nachzusehen, ob man noch Bienenmasse zwischen den Waben erkennen kann.
Tja, gab es noch. Eine Traube Bienen hing in jedem Stock. Die Völker sind allerdings deutlich kleiner als vor 6 Wochen. Brut dürfte jetzt kaum noch vorhanden sein. Es war ja jetzt schon eine Weile recht kühl, da geht die Eiablage stark zurück.
Da die Damen meinen Besuch nicht sehr lustig fanden und ich auch wegen des Temperaturverlusts nicht lange stören wollte, hab ich auch direkt wieder zu gemacht und keine Waben gezogen, um genauer nachzusehen. Nur den Totenfall hab ich noch kurz rausgekehrt.
Jetzt muss ich mir einen guten Tag suchen, um die Oxalsäure anzubringen.Und das eher früher als später. Danach gilt es abzuwarten.
Mal sehen, ob das gut geht...
Außerdem muss ich noch die Oxalsäurebehandlung machen. Aber dafür ist es wiederum zu warm. Je kälter, desto enger sitzen die Damen aufeinander und desto einfacher kann man sie betröpfeln.
Ein kurzer Blick durch das Flugloch zeigt, dass beide Völker schon ordentlich Bienen verloren haben. Es war auch keine Traube zu erkennen, die unter den Waben durchhängt.
Das hatte ich befürchtet, denn die Milbenbelastung war ja nach wie vor viel zu hoch. Zu dem Totenfall am Boden kann man noch eine Menge Arbeiterinnen dazu rechnen, die zum Sterben den Stock verlassen. Da gab es also schon recht hohe Verluste in den letzten Wochen. Nicht so gut...Ich habe mich also dazu entschlossen, mal ganz kurz aufzumachen und nachzusehen, ob man noch Bienenmasse zwischen den Waben erkennen kann.
Tja, gab es noch. Eine Traube Bienen hing in jedem Stock. Die Völker sind allerdings deutlich kleiner als vor 6 Wochen. Brut dürfte jetzt kaum noch vorhanden sein. Es war ja jetzt schon eine Weile recht kühl, da geht die Eiablage stark zurück.
Da die Damen meinen Besuch nicht sehr lustig fanden und ich auch wegen des Temperaturverlusts nicht lange stören wollte, hab ich auch direkt wieder zu gemacht und keine Waben gezogen, um genauer nachzusehen. Nur den Totenfall hab ich noch kurz rausgekehrt.
Jetzt muss ich mir einen guten Tag suchen, um die Oxalsäure anzubringen.Und das eher früher als später. Danach gilt es abzuwarten.
Mal sehen, ob das gut geht...
Sonntag, 27. Oktober 2019
Wachs schmelzen
Nachdem jetzt kaum noch Bienen fliegen, habe ich die gesammelten Wachsreste umgearbeitet. Aus zwei großen Eimern voller Wachsreste (und diversem Krimkrams) ist ein solider Block geworden.
Das hat ganz gut geklappt...
Man braucht gar nicht viel dafür: altes Wachs, großer Topf, Gasbrenner und ein alter Strumpf.
Das hier ist das Setting dazu:
Die Wachsreste hab ich im Laufe des Jahres gesammelt. Da kommt doch einiges zusammen. Aus dem letzten Jahr hatte ich auch noch einen kleinen Block übrig.
Das war alles nicht mehr besonders lecker, nachdem die Wachsmotten sich schon daran zu schaffen gemacht haben.
Der ganze obere Teil des Eimers bewegt sich, da krabbelt es überall. Die Wachsmottenlarven sind im Schlaraffenland. Aber nicht mehr lange...
Nach und nach wird aus dem ganzen Sammelsurium ein großer Topf voller Pampe. Beim nächsten Mal nehm ich noch mehr Wasser als Trägermedium dazu. Da war noch Platz im Topf und das war teilweise schwer umzurühren. Da hab ichmir die Arbeit selbst schwer gemacht. Aber man lernt ja dazu...
Dann wird die ganze Suppe durch einen alten Strumpf in einen leeren Eimer mit heißem Wasser gegossen und dann muss man nur noch warten.
Die dunkelbraune Soße unten ist flüssiges Wachs in heißem Wasser. Und alles was zu fein war für die Maschen geht natürlich auch mit durch. Das Wachs erkaltet dann, der noch vorhandene Feindreck setzt sich im Wasser unten ab und am Ende kommt eine solide Wachsscheibe raus, die auf dem Wasser schwimmt. Je länger das dauert, desto mehr Dreck sinkt nach unten.
Sieht hübsch aus. Unten klebt noch etwas Dreck, der beim Erkalten stecken geblieben ist. Den kann man abkratzen. Und vorne am Rand ist mir wohl irgendwas in den Eimer gefallen, dass jetzt im Wachs eingeschlossen ist. Das ist der dunkle Fleck.
Kein Vergleich mehr mit dem Papp, der im Topf war.
Das Wachs kann man nun für alles Mögliche verwenden. In der Regel macht man daraus neue Mittelwände, denn dann weiß man, wo das Material herkommt. Aus dem Block kann man aber auch allen möglichen anderen Kram machen. Wenn man diesen Prozess ein paar Mal wiederholt, dann hat man irgendwann sehr sauberes Wachs, aus dem man zum Beispiel auch Kerzen gießen kann. Mit dem Block hier würde das wahrscheinlich noch nicht funktionieren, die Schwebeteilchen setzen den Docht zu.
Ich leg das erst mal Beiseite. Ich hab noch keine Ahnung, was ich damit mache. Der massive Block braucht kaum Platz und für eine größere Aktion ist es zu wenig. Vielleicht lass ich es einfach erst mal liegen, bis ich ein paar dieser Blöcke zusammen habe.
Ich muss auch noch mal überlegen, wie ich den Prozess verbessern kann. Es ist doch sehr viel Wachs an dem Dreck im Strumpf hängen geblieben. Das hab ich jetzt einfach weggeworfen nachdem es kalt war. Ich denke, wenn man vorher den gröbsten Dreck direkt aus dem Topf mit einem alten Sieb rausfischt, dann erhöht das unterm Strich die Ausbeute. Na ja, beim nächsten Mal.
Das hat ganz gut geklappt...
Man braucht gar nicht viel dafür: altes Wachs, großer Topf, Gasbrenner und ein alter Strumpf.
Das hier ist das Setting dazu:
Die Wachsreste hab ich im Laufe des Jahres gesammelt. Da kommt doch einiges zusammen. Aus dem letzten Jahr hatte ich auch noch einen kleinen Block übrig.
Das war alles nicht mehr besonders lecker, nachdem die Wachsmotten sich schon daran zu schaffen gemacht haben.
Der ganze obere Teil des Eimers bewegt sich, da krabbelt es überall. Die Wachsmottenlarven sind im Schlaraffenland. Aber nicht mehr lange...
Nach und nach wird aus dem ganzen Sammelsurium ein großer Topf voller Pampe. Beim nächsten Mal nehm ich noch mehr Wasser als Trägermedium dazu. Da war noch Platz im Topf und das war teilweise schwer umzurühren. Da hab ichmir die Arbeit selbst schwer gemacht. Aber man lernt ja dazu...
Dann wird die ganze Suppe durch einen alten Strumpf in einen leeren Eimer mit heißem Wasser gegossen und dann muss man nur noch warten.
Die dunkelbraune Soße unten ist flüssiges Wachs in heißem Wasser. Und alles was zu fein war für die Maschen geht natürlich auch mit durch. Das Wachs erkaltet dann, der noch vorhandene Feindreck setzt sich im Wasser unten ab und am Ende kommt eine solide Wachsscheibe raus, die auf dem Wasser schwimmt. Je länger das dauert, desto mehr Dreck sinkt nach unten.
Sieht hübsch aus. Unten klebt noch etwas Dreck, der beim Erkalten stecken geblieben ist. Den kann man abkratzen. Und vorne am Rand ist mir wohl irgendwas in den Eimer gefallen, dass jetzt im Wachs eingeschlossen ist. Das ist der dunkle Fleck.
Kein Vergleich mehr mit dem Papp, der im Topf war.
Das Wachs kann man nun für alles Mögliche verwenden. In der Regel macht man daraus neue Mittelwände, denn dann weiß man, wo das Material herkommt. Aus dem Block kann man aber auch allen möglichen anderen Kram machen. Wenn man diesen Prozess ein paar Mal wiederholt, dann hat man irgendwann sehr sauberes Wachs, aus dem man zum Beispiel auch Kerzen gießen kann. Mit dem Block hier würde das wahrscheinlich noch nicht funktionieren, die Schwebeteilchen setzen den Docht zu.
Ich leg das erst mal Beiseite. Ich hab noch keine Ahnung, was ich damit mache. Der massive Block braucht kaum Platz und für eine größere Aktion ist es zu wenig. Vielleicht lass ich es einfach erst mal liegen, bis ich ein paar dieser Blöcke zusammen habe.
Ich muss auch noch mal überlegen, wie ich den Prozess verbessern kann. Es ist doch sehr viel Wachs an dem Dreck im Strumpf hängen geblieben. Das hab ich jetzt einfach weggeworfen nachdem es kalt war. Ich denke, wenn man vorher den gröbsten Dreck direkt aus dem Topf mit einem alten Sieb rausfischt, dann erhöht das unterm Strich die Ausbeute. Na ja, beim nächsten Mal.
Samstag, 12. Oktober 2019
nochmal Milbenzählung
Bei den beiden verbleibenden Völkern habe ich jetzt erneut die Milben gezählt.
Ist insgesamt ein bisschen besser geworden. Von 100 bzw. 50 pro Tag sind die beiden runter auf ca. 70 bzw. 25 pro Tag. Das ist immer noch viel zu viel für eine gute Winterprognose, aber immerhin. Die Sprüherei war also nicht ganz umsonst.
Viel tun kann ich jetzt eh nicht mehr. Gegen Weihnachten gibts noch die übliche Winterbehandlung mit Oxalsäure und dann lass ich mich mal überraschen im Frühjahr.
In der Zwischenzeit gibts nicht so viel zu tun für Mini-Imker wie mich. In der Winterpause kann ich mich ums Aufräumen und vor allem um die ganzen Wachsreste kümmern, die im Laufe des Jahres angefallen sind. Das sind zwei Eimer voll, die will ich demnächst mal einschmelzen. Bin gespannt, ob das so klappt, wie ich mir das vorstelle...
Ist insgesamt ein bisschen besser geworden. Von 100 bzw. 50 pro Tag sind die beiden runter auf ca. 70 bzw. 25 pro Tag. Das ist immer noch viel zu viel für eine gute Winterprognose, aber immerhin. Die Sprüherei war also nicht ganz umsonst.
Viel tun kann ich jetzt eh nicht mehr. Gegen Weihnachten gibts noch die übliche Winterbehandlung mit Oxalsäure und dann lass ich mich mal überraschen im Frühjahr.
In der Zwischenzeit gibts nicht so viel zu tun für Mini-Imker wie mich. In der Winterpause kann ich mich ums Aufräumen und vor allem um die ganzen Wachsreste kümmern, die im Laufe des Jahres angefallen sind. Das sind zwei Eimer voll, die will ich demnächst mal einschmelzen. Bin gespannt, ob das so klappt, wie ich mir das vorstelle...
Sonntag, 29. September 2019
Totalverlust...
Das hat ja mal gar nicht geklappt.
Das Volk, bei dem ich die Brutentnahme gemacht habe, hat die neue Beute und die Mittelwände nicht angenommen. Statt einen neuen Bau zu starten, sind die Bienen scharenweise ausgewandert. Die Mittelwände wurden nicht angerührt. Das eingehängte Zuckerwasser wurde von den Nachbarn geplündert. Ich habe auch keine Königin mehr gesehen.
Damit ist das ganze Volk verloren.
Und mal wieder hab ich keine Ahnung, was jetzt konkret zu diesem Problem geführt hat. Zu hektisch gearbeitet? Oder ist es für das Vorgehen generell zu spät im Jahr? Oder hab ich aus Versehen die Königin gekillt beim Umbauen? Oder, oder, oder...
Was für ein Flop. Jetzt hab ich das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, aber hinterher ist man halt immer schlauer. Bitter...
Dann bleibt mir jetzt nur die Hoffnung, dass meine regelmäßige Sprühbehandlung der anderen beiden Völker erfolgreicher ist...
Das Volk, bei dem ich die Brutentnahme gemacht habe, hat die neue Beute und die Mittelwände nicht angenommen. Statt einen neuen Bau zu starten, sind die Bienen scharenweise ausgewandert. Die Mittelwände wurden nicht angerührt. Das eingehängte Zuckerwasser wurde von den Nachbarn geplündert. Ich habe auch keine Königin mehr gesehen.
Damit ist das ganze Volk verloren.
Und mal wieder hab ich keine Ahnung, was jetzt konkret zu diesem Problem geführt hat. Zu hektisch gearbeitet? Oder ist es für das Vorgehen generell zu spät im Jahr? Oder hab ich aus Versehen die Königin gekillt beim Umbauen? Oder, oder, oder...
Was für ein Flop. Jetzt hab ich das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, aber hinterher ist man halt immer schlauer. Bitter...
Dann bleibt mir jetzt nur die Hoffnung, dass meine regelmäßige Sprühbehandlung der anderen beiden Völker erfolgreicher ist...
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