Draußen ist es mittlerweile für Bonner Verhältnisse knackig kalt und die Bienen sind im Sparbetrieb. Da es heute ganz nett war, wollte ich mal nachsehen, wie es im Stock aussieht.
Außerdem muss ich noch die Oxalsäurebehandlung machen. Aber dafür ist es wiederum zu warm. Je kälter, desto enger sitzen die Damen aufeinander und desto einfacher kann man sie betröpfeln.
Ein kurzer Blick durch das Flugloch zeigt, dass beide Völker schon ordentlich Bienen verloren haben. Es war auch keine Traube zu erkennen, die unter den Waben durchhängt.
Das hatte ich befürchtet, denn die Milbenbelastung war ja nach wie
vor viel zu hoch. Zu dem Totenfall am Boden kann man noch eine Menge Arbeiterinnen dazu rechnen, die zum Sterben den Stock verlassen. Da gab es also schon recht hohe Verluste in den letzten Wochen. Nicht so gut...Ich habe mich also dazu entschlossen, mal ganz kurz
aufzumachen und nachzusehen, ob man noch Bienenmasse zwischen den Waben
erkennen kann.
Tja, gab es noch. Eine Traube Bienen hing in jedem Stock. Die Völker sind allerdings deutlich kleiner als vor 6 Wochen. Brut dürfte jetzt kaum noch vorhanden sein. Es war ja jetzt schon eine Weile recht kühl, da geht die Eiablage stark zurück.
Da die Damen meinen Besuch nicht sehr lustig fanden und ich auch wegen des Temperaturverlusts nicht lange stören wollte, hab ich auch direkt wieder zu gemacht und keine Waben gezogen, um genauer nachzusehen. Nur den Totenfall hab ich noch kurz rausgekehrt.
Jetzt muss ich mir einen guten Tag suchen, um die Oxalsäure anzubringen.Und das eher früher als später. Danach gilt es abzuwarten.
Mal sehen, ob das gut geht...
Von Bienchen und Blümchen - ein Blog über die Hobby-Imkerei. Für alle Interessierten, Bienenfreunde und natürlich alle Nachbarn.
Sonntag, 24. November 2019
Sonntag, 27. Oktober 2019
Wachs schmelzen
Nachdem jetzt kaum noch Bienen fliegen, habe ich die gesammelten Wachsreste umgearbeitet. Aus zwei großen Eimern voller Wachsreste (und diversem Krimkrams) ist ein solider Block geworden.
Das hat ganz gut geklappt...
Man braucht gar nicht viel dafür: altes Wachs, großer Topf, Gasbrenner und ein alter Strumpf.
Das hier ist das Setting dazu:
Die Wachsreste hab ich im Laufe des Jahres gesammelt. Da kommt doch einiges zusammen. Aus dem letzten Jahr hatte ich auch noch einen kleinen Block übrig.
Das war alles nicht mehr besonders lecker, nachdem die Wachsmotten sich schon daran zu schaffen gemacht haben.
Der ganze obere Teil des Eimers bewegt sich, da krabbelt es überall. Die Wachsmottenlarven sind im Schlaraffenland. Aber nicht mehr lange...
Nach und nach wird aus dem ganzen Sammelsurium ein großer Topf voller Pampe. Beim nächsten Mal nehm ich noch mehr Wasser als Trägermedium dazu. Da war noch Platz im Topf und das war teilweise schwer umzurühren. Da hab ichmir die Arbeit selbst schwer gemacht. Aber man lernt ja dazu...
Dann wird die ganze Suppe durch einen alten Strumpf in einen leeren Eimer mit heißem Wasser gegossen und dann muss man nur noch warten.
Die dunkelbraune Soße unten ist flüssiges Wachs in heißem Wasser. Und alles was zu fein war für die Maschen geht natürlich auch mit durch. Das Wachs erkaltet dann, der noch vorhandene Feindreck setzt sich im Wasser unten ab und am Ende kommt eine solide Wachsscheibe raus, die auf dem Wasser schwimmt. Je länger das dauert, desto mehr Dreck sinkt nach unten.
Sieht hübsch aus. Unten klebt noch etwas Dreck, der beim Erkalten stecken geblieben ist. Den kann man abkratzen. Und vorne am Rand ist mir wohl irgendwas in den Eimer gefallen, dass jetzt im Wachs eingeschlossen ist. Das ist der dunkle Fleck.
Kein Vergleich mehr mit dem Papp, der im Topf war.
Das Wachs kann man nun für alles Mögliche verwenden. In der Regel macht man daraus neue Mittelwände, denn dann weiß man, wo das Material herkommt. Aus dem Block kann man aber auch allen möglichen anderen Kram machen. Wenn man diesen Prozess ein paar Mal wiederholt, dann hat man irgendwann sehr sauberes Wachs, aus dem man zum Beispiel auch Kerzen gießen kann. Mit dem Block hier würde das wahrscheinlich noch nicht funktionieren, die Schwebeteilchen setzen den Docht zu.
Ich leg das erst mal Beiseite. Ich hab noch keine Ahnung, was ich damit mache. Der massive Block braucht kaum Platz und für eine größere Aktion ist es zu wenig. Vielleicht lass ich es einfach erst mal liegen, bis ich ein paar dieser Blöcke zusammen habe.
Ich muss auch noch mal überlegen, wie ich den Prozess verbessern kann. Es ist doch sehr viel Wachs an dem Dreck im Strumpf hängen geblieben. Das hab ich jetzt einfach weggeworfen nachdem es kalt war. Ich denke, wenn man vorher den gröbsten Dreck direkt aus dem Topf mit einem alten Sieb rausfischt, dann erhöht das unterm Strich die Ausbeute. Na ja, beim nächsten Mal.
Das hat ganz gut geklappt...
Man braucht gar nicht viel dafür: altes Wachs, großer Topf, Gasbrenner und ein alter Strumpf.
Das hier ist das Setting dazu:
Die Wachsreste hab ich im Laufe des Jahres gesammelt. Da kommt doch einiges zusammen. Aus dem letzten Jahr hatte ich auch noch einen kleinen Block übrig.
Das war alles nicht mehr besonders lecker, nachdem die Wachsmotten sich schon daran zu schaffen gemacht haben.
Der ganze obere Teil des Eimers bewegt sich, da krabbelt es überall. Die Wachsmottenlarven sind im Schlaraffenland. Aber nicht mehr lange...
Nach und nach wird aus dem ganzen Sammelsurium ein großer Topf voller Pampe. Beim nächsten Mal nehm ich noch mehr Wasser als Trägermedium dazu. Da war noch Platz im Topf und das war teilweise schwer umzurühren. Da hab ichmir die Arbeit selbst schwer gemacht. Aber man lernt ja dazu...
Dann wird die ganze Suppe durch einen alten Strumpf in einen leeren Eimer mit heißem Wasser gegossen und dann muss man nur noch warten.
Die dunkelbraune Soße unten ist flüssiges Wachs in heißem Wasser. Und alles was zu fein war für die Maschen geht natürlich auch mit durch. Das Wachs erkaltet dann, der noch vorhandene Feindreck setzt sich im Wasser unten ab und am Ende kommt eine solide Wachsscheibe raus, die auf dem Wasser schwimmt. Je länger das dauert, desto mehr Dreck sinkt nach unten.
Sieht hübsch aus. Unten klebt noch etwas Dreck, der beim Erkalten stecken geblieben ist. Den kann man abkratzen. Und vorne am Rand ist mir wohl irgendwas in den Eimer gefallen, dass jetzt im Wachs eingeschlossen ist. Das ist der dunkle Fleck.
Kein Vergleich mehr mit dem Papp, der im Topf war.
Das Wachs kann man nun für alles Mögliche verwenden. In der Regel macht man daraus neue Mittelwände, denn dann weiß man, wo das Material herkommt. Aus dem Block kann man aber auch allen möglichen anderen Kram machen. Wenn man diesen Prozess ein paar Mal wiederholt, dann hat man irgendwann sehr sauberes Wachs, aus dem man zum Beispiel auch Kerzen gießen kann. Mit dem Block hier würde das wahrscheinlich noch nicht funktionieren, die Schwebeteilchen setzen den Docht zu.
Ich leg das erst mal Beiseite. Ich hab noch keine Ahnung, was ich damit mache. Der massive Block braucht kaum Platz und für eine größere Aktion ist es zu wenig. Vielleicht lass ich es einfach erst mal liegen, bis ich ein paar dieser Blöcke zusammen habe.
Ich muss auch noch mal überlegen, wie ich den Prozess verbessern kann. Es ist doch sehr viel Wachs an dem Dreck im Strumpf hängen geblieben. Das hab ich jetzt einfach weggeworfen nachdem es kalt war. Ich denke, wenn man vorher den gröbsten Dreck direkt aus dem Topf mit einem alten Sieb rausfischt, dann erhöht das unterm Strich die Ausbeute. Na ja, beim nächsten Mal.
Samstag, 12. Oktober 2019
nochmal Milbenzählung
Bei den beiden verbleibenden Völkern habe ich jetzt erneut die Milben gezählt.
Ist insgesamt ein bisschen besser geworden. Von 100 bzw. 50 pro Tag sind die beiden runter auf ca. 70 bzw. 25 pro Tag. Das ist immer noch viel zu viel für eine gute Winterprognose, aber immerhin. Die Sprüherei war also nicht ganz umsonst.
Viel tun kann ich jetzt eh nicht mehr. Gegen Weihnachten gibts noch die übliche Winterbehandlung mit Oxalsäure und dann lass ich mich mal überraschen im Frühjahr.
In der Zwischenzeit gibts nicht so viel zu tun für Mini-Imker wie mich. In der Winterpause kann ich mich ums Aufräumen und vor allem um die ganzen Wachsreste kümmern, die im Laufe des Jahres angefallen sind. Das sind zwei Eimer voll, die will ich demnächst mal einschmelzen. Bin gespannt, ob das so klappt, wie ich mir das vorstelle...
Ist insgesamt ein bisschen besser geworden. Von 100 bzw. 50 pro Tag sind die beiden runter auf ca. 70 bzw. 25 pro Tag. Das ist immer noch viel zu viel für eine gute Winterprognose, aber immerhin. Die Sprüherei war also nicht ganz umsonst.
Viel tun kann ich jetzt eh nicht mehr. Gegen Weihnachten gibts noch die übliche Winterbehandlung mit Oxalsäure und dann lass ich mich mal überraschen im Frühjahr.
In der Zwischenzeit gibts nicht so viel zu tun für Mini-Imker wie mich. In der Winterpause kann ich mich ums Aufräumen und vor allem um die ganzen Wachsreste kümmern, die im Laufe des Jahres angefallen sind. Das sind zwei Eimer voll, die will ich demnächst mal einschmelzen. Bin gespannt, ob das so klappt, wie ich mir das vorstelle...
Sonntag, 29. September 2019
Totalverlust...
Das hat ja mal gar nicht geklappt.
Das Volk, bei dem ich die Brutentnahme gemacht habe, hat die neue Beute und die Mittelwände nicht angenommen. Statt einen neuen Bau zu starten, sind die Bienen scharenweise ausgewandert. Die Mittelwände wurden nicht angerührt. Das eingehängte Zuckerwasser wurde von den Nachbarn geplündert. Ich habe auch keine Königin mehr gesehen.
Damit ist das ganze Volk verloren.
Und mal wieder hab ich keine Ahnung, was jetzt konkret zu diesem Problem geführt hat. Zu hektisch gearbeitet? Oder ist es für das Vorgehen generell zu spät im Jahr? Oder hab ich aus Versehen die Königin gekillt beim Umbauen? Oder, oder, oder...
Was für ein Flop. Jetzt hab ich das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, aber hinterher ist man halt immer schlauer. Bitter...
Dann bleibt mir jetzt nur die Hoffnung, dass meine regelmäßige Sprühbehandlung der anderen beiden Völker erfolgreicher ist...
Das Volk, bei dem ich die Brutentnahme gemacht habe, hat die neue Beute und die Mittelwände nicht angenommen. Statt einen neuen Bau zu starten, sind die Bienen scharenweise ausgewandert. Die Mittelwände wurden nicht angerührt. Das eingehängte Zuckerwasser wurde von den Nachbarn geplündert. Ich habe auch keine Königin mehr gesehen.
Damit ist das ganze Volk verloren.
Und mal wieder hab ich keine Ahnung, was jetzt konkret zu diesem Problem geführt hat. Zu hektisch gearbeitet? Oder ist es für das Vorgehen generell zu spät im Jahr? Oder hab ich aus Versehen die Königin gekillt beim Umbauen? Oder, oder, oder...
Was für ein Flop. Jetzt hab ich das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, aber hinterher ist man halt immer schlauer. Bitter...
Dann bleibt mir jetzt nur die Hoffnung, dass meine regelmäßige Sprühbehandlung der anderen beiden Völker erfolgreicher ist...
Sonntag, 22. September 2019
Gegenmaßnahmen
Nach reiflicher Überlegung und einigen Diskussionen mit den Imkerkollegen versuche ich jetzt wirklich verschiedene Taktiken. Handeln muss ich eh, also versuche ich mehrere Maßnahmen und lerne so viel wie möglich. Im schlimmsten Fall ist es zu spät und die Völker gehen im Winter ein. Dann hab ich wenigstens was fürs nächste Mal gelernt.
Stock 1 ist jetzt nicht mehr grün, sondern dunkelbraun. Ich habe dort eine totale Bauerneuerung gemacht und alles entnommen. Das ganze Volk sitzt jetzt auf frischen Mittelwänden und startet praktisch bei Null. In der Zwischenzeit schmelze ich die Altwaben ein bzw. friere die Vorratswaben einmal ein. Das erledigt die Milben in den Zellen. Die Bienen bekommen dann noch in ein paar Tagen eine Säurebehandlung für die Parasiten auf dem Rücken.
Bleibt die Frage, ob das Volk den Umzug verkraftet. Das ist insgesamt ziemlich rabiat, auch wenn es diverse Imker gibt, die jetzt noch Kunstschwärme bilden und damit ihre Bestände regulieren. Es ist natürlich viel zu spät im Jahr, um ein neues Volk aufzubauen. Ich hoffe, dass sie noch ein kleines Brutfeld anlegen und ein paar weitere Winterbienen großziehen. Bis Mitte/Ende Oktober kann das noch klappen, gerade hier im warmen Rheinland. Die Vorräte gibts dann zurück, sobald sie sich in der neuen Beute eingerichtet haben. Im Freien finden sie jetzt nicht mehr viel.
Und die anderen beiden Völker bekommen jetzt im Wochenrhythmus eine Säurebehandlung. Das hilft zwar nicht gegen die Milben in den Zellen, aber nach und nach erwische ich hoffentlich so viele davon auf den Bienen, dass die Population zusammen bricht.
Ich hätte auch gerne noch die Spät-Version der Ameisensäurebehandlung getestet, die sinnvollerweise eigentlich im August stattfindet. Aber dafür habe ich kein Material und das gibts jetzt auch nicht mehr zu kaufen. Leider zu spät im Jahr.
Dann bleibt jetzt eigentlich nur noch Daumen drücken, dass die Damen es schaffen...
Stock 1 ist jetzt nicht mehr grün, sondern dunkelbraun. Ich habe dort eine totale Bauerneuerung gemacht und alles entnommen. Das ganze Volk sitzt jetzt auf frischen Mittelwänden und startet praktisch bei Null. In der Zwischenzeit schmelze ich die Altwaben ein bzw. friere die Vorratswaben einmal ein. Das erledigt die Milben in den Zellen. Die Bienen bekommen dann noch in ein paar Tagen eine Säurebehandlung für die Parasiten auf dem Rücken.
Bleibt die Frage, ob das Volk den Umzug verkraftet. Das ist insgesamt ziemlich rabiat, auch wenn es diverse Imker gibt, die jetzt noch Kunstschwärme bilden und damit ihre Bestände regulieren. Es ist natürlich viel zu spät im Jahr, um ein neues Volk aufzubauen. Ich hoffe, dass sie noch ein kleines Brutfeld anlegen und ein paar weitere Winterbienen großziehen. Bis Mitte/Ende Oktober kann das noch klappen, gerade hier im warmen Rheinland. Die Vorräte gibts dann zurück, sobald sie sich in der neuen Beute eingerichtet haben. Im Freien finden sie jetzt nicht mehr viel.
Und die anderen beiden Völker bekommen jetzt im Wochenrhythmus eine Säurebehandlung. Das hilft zwar nicht gegen die Milben in den Zellen, aber nach und nach erwische ich hoffentlich so viele davon auf den Bienen, dass die Population zusammen bricht.
Ich hätte auch gerne noch die Spät-Version der Ameisensäurebehandlung getestet, die sinnvollerweise eigentlich im August stattfindet. Aber dafür habe ich kein Material und das gibts jetzt auch nicht mehr zu kaufen. Leider zu spät im Jahr.
Dann bleibt jetzt eigentlich nur noch Daumen drücken, dass die Damen es schaffen...
Sonntag, 8. September 2019
Varroamilben
Ich hab noch mal nach dem Milbenbefall gesehen.
Das Resultat ist erschreckend. Zwischen 50 tote Milben pro Tag beim Brutentnahme-Volk und rund 100 pro Tag beim geschwärmten Volk (und beim Schwarm selbst) dürften für einen friedlichen Winter deutlich zu viele sein.
Die Viecher haben sich explosionsartig vermehrt in den letzten Wochen. Was mach ich denn jetzt? Ich wollte ja auf die Chemiekeule nach Möglichkeit verzichten. Das kann ich wohl vergessen. Mist...und es ist schon September. Die Behandlung macht man normalerweise eher Anfang August, bevor man das Winterfutter gibt. Da passt das Wetter auch besser.
Das Resultat ist erschreckend. Zwischen 50 tote Milben pro Tag beim Brutentnahme-Volk und rund 100 pro Tag beim geschwärmten Volk (und beim Schwarm selbst) dürften für einen friedlichen Winter deutlich zu viele sein.
Die Viecher haben sich explosionsartig vermehrt in den letzten Wochen. Was mach ich denn jetzt? Ich wollte ja auf die Chemiekeule nach Möglichkeit verzichten. Das kann ich wohl vergessen. Mist...und es ist schon September. Die Behandlung macht man normalerweise eher Anfang August, bevor man das Winterfutter gibt. Da passt das Wetter auch besser.
Jetzt bin ich etwas ratlos. Kann ich jetzt noch mit Ameisensäure arbeiten oder
ist es dafür zu spät? Fragen hilft ja, also hab ich im Verein gefragt. Der lokale Sachverständige ist auch skeptisch, ob das mit der Ameisensäure noch klappt. Vielleicht einfach mit Milchsäure sprühen und auf das Beste hoffen? Das trifft nur Milben, die gerade nicht in Brutzellen sitzen. Aber immerhin...oder doch Ameisensäure? Ich habe auch nur zwei Verdunster, aber alle drei Völker brauchen Hilfe...
Jetzt frage ich mich natürlich im Nachgang, wie man das besser hätte machen können. Den Schwarm und seinen Ursprung habe ich gar nicht behandelt, die hatten
ja nach dem Schwarmvorgang nur noch 5 Milben am Tag.
Das ist harmlos. Und das dritte Volk hat nach der Brutentnahme eine Runde Oxalsäure bekommen.
Wo diese Massen jetzt herkommen ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Andere Standorte
sind mir hier keine bekannt, also können das auch keine fremden Überläufer sein. Das müssen meine eigenen Milben sein. Da brauche ich nächstes Jahr einen anderen Plan. Entweder alle schwärmen lassen und danach behandeln oder konsequent auf Brutentnahme setzen und dann trotzdem behandeln oder von Anfang an die Chemiekeule einplanen...? Darüber werde ich mal im Winter nachdenken.
Tja...ich muss erst noch fertig füttern, bevor ich jetzt was anderes mache. Das habe ich jetzt mal als erstes gemacht. und gebe den Damen noch eine Woche Zeit zum Verarbeiten.
Und dann mache ich das Beste draus, und nutze die Situation als
Testfeld. Der Schwarm und seine Quelle sind riesig, die werde ich wohl mit
Ameisensäure beglücken. Das Wetter soll die nächsten zwei-drei Wochen
ganz angenehm werden, das könnte also noch klappen. Wenn es einen schönen Altweibersommer gibt, dann reichen die Temperaturen für die Verdunster. Für den Brutableger
nehme ich wohl Milchsäure, der sitzt auf weniger Waben und die haben
auch die wenigsten Milben. Dann habe ich das auch mal gemacht.
Und dann gibts um Weihnachten noch eine Runde Oxalsäure, wenn alle ohne Brut dicht auf dicht sitzen. Dann sollte Ruhe sein.
Hoffen wir mal, dass das klappt und ich nicht im Frühjahr drei tote Völker habe.
Sonntag, 25. August 2019
Sommerendspurt
Bei den Bienen läuft der Sommerabschluss auf vollen Touren. Die Brutfelder werden kleiner, die Vorratsfelder dafür immer größer. Es wird eingelagert, was zu holen ist.
Ich habe auch keine Drohnen mehr gesehen, die Herren wurden wohl alle raus geworfen, während ich im Urlaub war. Die Zeit der Fortpflanzung ist mittlerweile vorbei, also werden die Männchen nicht mehr benötigt. Die noch vorhandenen Drohnenzellen in den Beuten sind mittlerweile alle mit Honig belegt und werden im Winter als Vorratslager dienen.
Da es nochmal so warm geworden ist, wird im Moment Wasser herangeschafft, um den Stock zu kühlen. Darum sieht man im Moment bei mir im Garten auch dieses Bild:
Da wird jede Quelle genutzt. Im 2-Minuten-Takt kommen hier 5-6 Bienen vorbei, um den Rasensprenger anzuzapfen. Da der nicht ganz dicht ist, stehen immer ein paar Tropfen bereit (sofern er nicht läuft). Für die Bienen genau richtig: frei zugänglich und ohne Risiko zu ertrinken. So was wird gerne genommen. Bei meinen Nachbarn werden auch die Blumenuntersetzer angeflogen. Einfach ein paar Murmeln rein und schon werden sie interessant für die fliegenden Nichtschwimmer.
Ja, der Sommer geht zu Ende und für den Imker wird es jetzt ruhiger. Für mich bleibt noch das weitere Auffüttern der Völker und dann muss ich irgendwann mal die ganzen Wachsreste einschmelzen, die sich im Laufe des Jahres so angesammelt haben. Das hat aber noch Zeit. Da ich das im Freien mache, muss ich entweder warten bis spät in die Nacht oder bis es so kalt geworden ist, dass keine Bienen mehr fliegen. Wenn ich das bei dem schönen Wetter mache, dann laufen die alle Amok, weil sie glauben, dass bei mir im Garten eine Honigquelle aufgegangen ist. Also abwarten...
Ich habe auch keine Drohnen mehr gesehen, die Herren wurden wohl alle raus geworfen, während ich im Urlaub war. Die Zeit der Fortpflanzung ist mittlerweile vorbei, also werden die Männchen nicht mehr benötigt. Die noch vorhandenen Drohnenzellen in den Beuten sind mittlerweile alle mit Honig belegt und werden im Winter als Vorratslager dienen.
Da es nochmal so warm geworden ist, wird im Moment Wasser herangeschafft, um den Stock zu kühlen. Darum sieht man im Moment bei mir im Garten auch dieses Bild:
Ja, der Sommer geht zu Ende und für den Imker wird es jetzt ruhiger. Für mich bleibt noch das weitere Auffüttern der Völker und dann muss ich irgendwann mal die ganzen Wachsreste einschmelzen, die sich im Laufe des Jahres so angesammelt haben. Das hat aber noch Zeit. Da ich das im Freien mache, muss ich entweder warten bis spät in die Nacht oder bis es so kalt geworden ist, dass keine Bienen mehr fliegen. Wenn ich das bei dem schönen Wetter mache, dann laufen die alle Amok, weil sie glauben, dass bei mir im Garten eine Honigquelle aufgegangen ist. Also abwarten...
Dienstag, 13. August 2019
Fazit Brutentnahme
Ich war gerade noch mal am Stand und damit ist das Kapitel Brutentnahme auch abgeschlossen.
Der Brutling hat es leider nicht geschafft. Es gab keine Königin und die Bienen wurden immer weniger.
Der traurige Rest hier hat keine Überlebenschance. Schade...vielleicht finden die letzten Überlebenden ja Einlass bei den Nachbarvölkern.
Ich habe den Stock jetzt aufgelöst. Dazu räuchert man die Bienen zuerst ordentlich ein, damit sie sich die Bäuche vollschlagen. Dann nimmt man alle Waben mit und fegt die Bienen ein paar Meter entfernt auf den Boden. Nach etwas Verwirrung fliegen sie dann zurück an den Standort, wo sie keine Bienenbeute mehr vorfinden. Mit dem Honigvorrat im Magen können sie sich aber bei den Nachbarn einbetteln und verstärken dann dort die Belegschaft.
Gute Nachrichten gabs beim abgebenden Volk. Nachdem ich beim letzten Mal ja Sorgen hatte, dass auch das Volk hin ist, habe ich heute jede Menge frische Brut im Stock gefunden. Hurra, sie leben noch! Da hab ich die Königin beim letzten Mal wohl schlicht übersehen. In der Zwischenzeit hat sie angefangen, ein neues Brutnest anzulegen. Es wuselt wieder im Stock.
Hinter der Bauwabe vorne gehts weiter mit drei Brutwaben. Na endlich! Prima!
Und jetzt wird es spannend: die anderen beiden Völker platzen fast vor Bienen und sind bis an den Rand voll mit Waben. Das hier ist dagegen eher ein Volk in Ableger-Stärke. Das hat nicht mal das Futter komplett geschafft, in der Tasche war noch was drin. Aber es sind noch ein paar Wochen Zeit, bis es kalt wird. Das reicht hoffentlich noch, um gestärkt in den Winter zu gehen.
Ich hab noch ein paar Liter Invertsirup spendiert und das Flugloch verkleinert. War auch Zeit, denn die Wespen werden langsam frech. Die fressen alles, wenn sie können: Bienen, Larven, Honig. Da wurde sich schon überall geprügelt. Jetzt im Spätsommer nimmt das noch zu. Mit dem verkleinerten Flugloch können die Bienen jetzt den Eingang gegen die deutlich agileren und besser bewaffneten Wespen verteidigen. Stachel haben zwar beide, aber Wespen haben die kräftigeren Beißwerkzeuge.
Randnotiz: Wenn Bienen andere Insekten stechen bleibt der Stachel übrigens nicht stecken. Das passiert nur bei der flexiblen Haut von Säugetieren, in der sich die Widerhaken verfangen. Der traditionelle Gegner sind aber andere Insekten wie Bienen oder Wespen, die jetzt im Spätsommer auf Raubzug sind. Ist ja auch einfacher, das Vorratslager eines Volks anzuzapfen als selbst mühsam alles zusammen zu tragen.
Also Daumen drücken, dass aus dem Volk noch ein starkes Wintervolk wird...
Der Brutling hat es leider nicht geschafft. Es gab keine Königin und die Bienen wurden immer weniger.
Ich habe den Stock jetzt aufgelöst. Dazu räuchert man die Bienen zuerst ordentlich ein, damit sie sich die Bäuche vollschlagen. Dann nimmt man alle Waben mit und fegt die Bienen ein paar Meter entfernt auf den Boden. Nach etwas Verwirrung fliegen sie dann zurück an den Standort, wo sie keine Bienenbeute mehr vorfinden. Mit dem Honigvorrat im Magen können sie sich aber bei den Nachbarn einbetteln und verstärken dann dort die Belegschaft.
Gute Nachrichten gabs beim abgebenden Volk. Nachdem ich beim letzten Mal ja Sorgen hatte, dass auch das Volk hin ist, habe ich heute jede Menge frische Brut im Stock gefunden. Hurra, sie leben noch! Da hab ich die Königin beim letzten Mal wohl schlicht übersehen. In der Zwischenzeit hat sie angefangen, ein neues Brutnest anzulegen. Es wuselt wieder im Stock.
Und jetzt wird es spannend: die anderen beiden Völker platzen fast vor Bienen und sind bis an den Rand voll mit Waben. Das hier ist dagegen eher ein Volk in Ableger-Stärke. Das hat nicht mal das Futter komplett geschafft, in der Tasche war noch was drin. Aber es sind noch ein paar Wochen Zeit, bis es kalt wird. Das reicht hoffentlich noch, um gestärkt in den Winter zu gehen.
Ich hab noch ein paar Liter Invertsirup spendiert und das Flugloch verkleinert. War auch Zeit, denn die Wespen werden langsam frech. Die fressen alles, wenn sie können: Bienen, Larven, Honig. Da wurde sich schon überall geprügelt. Jetzt im Spätsommer nimmt das noch zu. Mit dem verkleinerten Flugloch können die Bienen jetzt den Eingang gegen die deutlich agileren und besser bewaffneten Wespen verteidigen. Stachel haben zwar beide, aber Wespen haben die kräftigeren Beißwerkzeuge.
Randnotiz: Wenn Bienen andere Insekten stechen bleibt der Stachel übrigens nicht stecken. Das passiert nur bei der flexiblen Haut von Säugetieren, in der sich die Widerhaken verfangen. Der traditionelle Gegner sind aber andere Insekten wie Bienen oder Wespen, die jetzt im Spätsommer auf Raubzug sind. Ist ja auch einfacher, das Vorratslager eines Volks anzuzapfen als selbst mühsam alles zusammen zu tragen.
Also Daumen drücken, dass aus dem Volk noch ein starkes Wintervolk wird...
Sonntag, 4. August 2019
Zwischenstand Brutentnahme
Ich habe beim Füttern natürlich auch nach dem Volk gesehen, dass ich durch die Brutentnahme in zwei Völker verwandelt habe. Die sahen beide nicht sehr glücklich aus.
Das abgebende Volk hatte jetzt drei Wochen Zeit, um die Mittelwände auszubauen und wieder mit der Brut zu beginnen. Leider ist da nicht viel passiert. Die Waben sehen zwar hübsch aus und es wurde jede Menge Honig eingelagert aus der ersten Fütterung, aber es ist nur sehr wenig Brut vorhanden. Und das bisschen, das ich gesehen habe, war irgendwie schief und krumm und löchrig. Das sieht nicht gut aus. Es sollte doch schon lange wieder zumindest kleine aber kompakte Brutfelder geben...?
Ich habe nach der Königin gesucht, aber ich habe sie nicht gefunden. Oh je...jetzt bin ich nicht der Held im Königin suchen auf Waben, aber so viele Bienen waren nicht im Stock und ich frage mich jetzt, ob da die Chefin gestorben ist. Das wäre ja extrem ärgerlich. Bei der Varroabehandlung aus versehen die Königin zu verlieren ist zynisch. Das macht man ja, um dem Volk auf die Beine zu helfen, nicht um es führungslos zu machen und dann aufzulösen. Tja...und nun?
Ich habe eine Brutwabe aus einem anderen Volk reingehängt. Wenn wirklich keine Königin mehr drin ist, dann bauen die Bienen Weiselzellen aus der Brut. Wenn ich also nächstes Mal Nachzuchtzellen sehe, dann weiß ich Bescheid. Leider ist es ggf. schon zu spät für die Nachzucht einer Königin. Bis die dann geschlüpft ist in über zwei Wochen, gibt es wahrscheinlich keine Drohnen mehr, um sie zu begatten. Dann wäre das Volk verloren, da es sich keine Winterbienen mehr ziehen kann. Da bleibt dann nur noch auflösen. Oder ich besorge mir aus dem Verein eine Ersatzkönigin.
Und im Brutling sah es noch schlimmer aus.
Von den Bienen, die beim letzten Mal im Stock waren, war nur noch ein Bruchteil vorhanden. Die Waben sind teilweise vergammelt bei dem feuchten Wetter der letzten Tage. Da waren wohl nicht genug Brutpfleger mit dabei, um alles zu betreuen. Teilweise sind die verbliebenen Larven in der Zelle eingegangen, da sie es nicht raus geschafft haben. Oder sie sind vorher eingegangen, weil das Mini-Volk die Temperatur nicht halten konnte. Diese Zellen bleiben dann zu. Normalerweise werden die irgendwann von den Bienen geöffnet und die toten Larven werden entsorgt, aber auch das ist nicht passiert.
Ich habe jetzt diese Waben entnommen und das Volk sitzt ganz eng auf drei Waben. Dazu gabs noch eine Bauwabe. Aber auch hier habe ich keine Königin entdeckt. Es waren zwar zwei offene Weiselzellen zu sehen und es wurde jede Menge Pollen eingelagert, aber eine neue Chefin habe ich nicht entdeckt.
Das sieht alles gar nicht gut aus. Ich warte jetzt noch ein paar Tage, wenn dann keine Bruttätigkeit zu sehen ist, dann löse ich den Brutling wieder auf.
Ein ernüchterndes Fazit der Brutentnahme nach drei Wochen...
Das abgebende Volk hatte jetzt drei Wochen Zeit, um die Mittelwände auszubauen und wieder mit der Brut zu beginnen. Leider ist da nicht viel passiert. Die Waben sehen zwar hübsch aus und es wurde jede Menge Honig eingelagert aus der ersten Fütterung, aber es ist nur sehr wenig Brut vorhanden. Und das bisschen, das ich gesehen habe, war irgendwie schief und krumm und löchrig. Das sieht nicht gut aus. Es sollte doch schon lange wieder zumindest kleine aber kompakte Brutfelder geben...?
Ich habe nach der Königin gesucht, aber ich habe sie nicht gefunden. Oh je...jetzt bin ich nicht der Held im Königin suchen auf Waben, aber so viele Bienen waren nicht im Stock und ich frage mich jetzt, ob da die Chefin gestorben ist. Das wäre ja extrem ärgerlich. Bei der Varroabehandlung aus versehen die Königin zu verlieren ist zynisch. Das macht man ja, um dem Volk auf die Beine zu helfen, nicht um es führungslos zu machen und dann aufzulösen. Tja...und nun?
Ich habe eine Brutwabe aus einem anderen Volk reingehängt. Wenn wirklich keine Königin mehr drin ist, dann bauen die Bienen Weiselzellen aus der Brut. Wenn ich also nächstes Mal Nachzuchtzellen sehe, dann weiß ich Bescheid. Leider ist es ggf. schon zu spät für die Nachzucht einer Königin. Bis die dann geschlüpft ist in über zwei Wochen, gibt es wahrscheinlich keine Drohnen mehr, um sie zu begatten. Dann wäre das Volk verloren, da es sich keine Winterbienen mehr ziehen kann. Da bleibt dann nur noch auflösen. Oder ich besorge mir aus dem Verein eine Ersatzkönigin.
Und im Brutling sah es noch schlimmer aus.
Von den Bienen, die beim letzten Mal im Stock waren, war nur noch ein Bruchteil vorhanden. Die Waben sind teilweise vergammelt bei dem feuchten Wetter der letzten Tage. Da waren wohl nicht genug Brutpfleger mit dabei, um alles zu betreuen. Teilweise sind die verbliebenen Larven in der Zelle eingegangen, da sie es nicht raus geschafft haben. Oder sie sind vorher eingegangen, weil das Mini-Volk die Temperatur nicht halten konnte. Diese Zellen bleiben dann zu. Normalerweise werden die irgendwann von den Bienen geöffnet und die toten Larven werden entsorgt, aber auch das ist nicht passiert.
Ich habe jetzt diese Waben entnommen und das Volk sitzt ganz eng auf drei Waben. Dazu gabs noch eine Bauwabe. Aber auch hier habe ich keine Königin entdeckt. Es waren zwar zwei offene Weiselzellen zu sehen und es wurde jede Menge Pollen eingelagert, aber eine neue Chefin habe ich nicht entdeckt.
Das sieht alles gar nicht gut aus. Ich warte jetzt noch ein paar Tage, wenn dann keine Bruttätigkeit zu sehen ist, dann löse ich den Brutling wieder auf.
Ein ernüchterndes Fazit der Brutentnahme nach drei Wochen...
Samstag, 3. August 2019
Fütterung der Raubtiere
Jetzt geht die Zeit der Einfütterung los.
Nachdem ich mich ja am Vorrat der Bienen bedient habe und jetzt einige Kilo Honig im Keller stehen, muss ich dafür sorgen, dass die Damen genug Treibstoff haben, um entpannt in den Winter zu gehen.
Da in der Natur jetzt nicht mehr so viel zu holen ist (außer vielleicht Sonnenblumen), muss ich eben die Nahrung herbeischaffen. Dafür gibts mehrere Möglichkeiten. Die beste ist natürlich, den Bienen einfach ihren Honig zu lassen. Das ist in dem Beutentyp, den ich benutze automatisch gegeben, denn alles, was die Bienen vor der Ernte unten im großen Brutraum eingelagert haben, bleibt ihnen erhalten. Da waren schon mal ein paar Kilo drin als ich die Honigräume abgenommen habe.
Die einfachste Ersatzlösung ist Zuckerwasser. Wasser und Zucker 1:1 vermischt (oder 2:3) finden die Bienen großartig. Alternativ gibts für Imker auch spezielle Futtermischungen zu kaufen. Die sind chemisch schon weiter verarbeitet und etwas dickflüssiger. Das spart den Bienen Arbeit, da sie im Gegensatz zum dünnen Zuckerwasser nichts mehr umarbeiten müssen. Sie können den Futtersirup also unterm Strich schneller einlagern. Jetzt Anfang August ist das noch egal. Es ist noch Zeit bis zum Herbst, daher gibts jetzt erst mal Zuckersirup. Diesen Invertsirup findet man übrigens auch ab und an in Nahrungsmitteln. Wenn auf der Zutatenliste Fructose-Glucose-Sirup steht, dann hat man da Bienenfutter zum Strecken und Süßen reingetan.
Leider besteht das alles nur aus toten Kalorien und enthält keinerlei Nährstoffe. Darum finde ich es wichtig, den Bienen auch normalen Honig zu lassen, der qualitativ natürlich hochwertiger ist, als der billige Industriezucker. Darum sind manche Bioimker auch durch Auflagen dazu verpflichtet, ihre Bienen auf eigenem Honig überwintern zu lassen.
Und so sieht das dann aus. 20kg Zuckerwasser.
Alternativ kann man auch noch Futterteig herstellen. Das ist eine Mischung aus Honig und Puderzucker, die zusammen einen festen Teig ergeben, den die Bienen nach und nach auffressen und einlagern. Dafür brauchen sie aber zwingend Wasser, da der Teig alleine zu trocken ist. Das kann man also nur machen, wenn die Damen noch fliegen können, um Wasser herbeizuschaffen. Könnte man jetzt auch noch problemlos machen, aber das Geknete ist mehr Arbeit für mich.
Zudem kann ich das flüssige Futter einfach in solche Futtertaschen füllen, den Teig muss ich irgendwie auf die Waben bringen oder in Eimer mit Löchern abfüllen, damit er nach und nach gefuttert werden kann.
Da bleib ich lieber beim Flüssigfutter. Ich hab das mit dem Teig letzte Woche mal getestet mit einem Honigrest, den ich noch hatte. Ich hab das in eine altes Glas gefüllt und ein paar Löcher reingepikt. Dann auf den Kopf gestellt und rein in die Beute. Hat so na ja geklappt. Nach der Hälfte kam nix mehr raus aus den Löchern und im Glas sah es so aus, als ob der Teig gärt. War mal ein Versuch...vielleicht probier ich das im Frühling nochmal und leg es direkt auf die Waben oder so. Aber jetzt gibts erst mal Flüssigfutter.
Mahlzeit!
Nachdem ich mich ja am Vorrat der Bienen bedient habe und jetzt einige Kilo Honig im Keller stehen, muss ich dafür sorgen, dass die Damen genug Treibstoff haben, um entpannt in den Winter zu gehen.
Da in der Natur jetzt nicht mehr so viel zu holen ist (außer vielleicht Sonnenblumen), muss ich eben die Nahrung herbeischaffen. Dafür gibts mehrere Möglichkeiten. Die beste ist natürlich, den Bienen einfach ihren Honig zu lassen. Das ist in dem Beutentyp, den ich benutze automatisch gegeben, denn alles, was die Bienen vor der Ernte unten im großen Brutraum eingelagert haben, bleibt ihnen erhalten. Da waren schon mal ein paar Kilo drin als ich die Honigräume abgenommen habe.
Die einfachste Ersatzlösung ist Zuckerwasser. Wasser und Zucker 1:1 vermischt (oder 2:3) finden die Bienen großartig. Alternativ gibts für Imker auch spezielle Futtermischungen zu kaufen. Die sind chemisch schon weiter verarbeitet und etwas dickflüssiger. Das spart den Bienen Arbeit, da sie im Gegensatz zum dünnen Zuckerwasser nichts mehr umarbeiten müssen. Sie können den Futtersirup also unterm Strich schneller einlagern. Jetzt Anfang August ist das noch egal. Es ist noch Zeit bis zum Herbst, daher gibts jetzt erst mal Zuckersirup. Diesen Invertsirup findet man übrigens auch ab und an in Nahrungsmitteln. Wenn auf der Zutatenliste Fructose-Glucose-Sirup steht, dann hat man da Bienenfutter zum Strecken und Süßen reingetan.
Leider besteht das alles nur aus toten Kalorien und enthält keinerlei Nährstoffe. Darum finde ich es wichtig, den Bienen auch normalen Honig zu lassen, der qualitativ natürlich hochwertiger ist, als der billige Industriezucker. Darum sind manche Bioimker auch durch Auflagen dazu verpflichtet, ihre Bienen auf eigenem Honig überwintern zu lassen.
Und so sieht das dann aus. 20kg Zuckerwasser.
Alternativ kann man auch noch Futterteig herstellen. Das ist eine Mischung aus Honig und Puderzucker, die zusammen einen festen Teig ergeben, den die Bienen nach und nach auffressen und einlagern. Dafür brauchen sie aber zwingend Wasser, da der Teig alleine zu trocken ist. Das kann man also nur machen, wenn die Damen noch fliegen können, um Wasser herbeizuschaffen. Könnte man jetzt auch noch problemlos machen, aber das Geknete ist mehr Arbeit für mich.
Zudem kann ich das flüssige Futter einfach in solche Futtertaschen füllen, den Teig muss ich irgendwie auf die Waben bringen oder in Eimer mit Löchern abfüllen, damit er nach und nach gefuttert werden kann.
Da bleib ich lieber beim Flüssigfutter. Ich hab das mit dem Teig letzte Woche mal getestet mit einem Honigrest, den ich noch hatte. Ich hab das in eine altes Glas gefüllt und ein paar Löcher reingepikt. Dann auf den Kopf gestellt und rein in die Beute. Hat so na ja geklappt. Nach der Hälfte kam nix mehr raus aus den Löchern und im Glas sah es so aus, als ob der Teig gärt. War mal ein Versuch...vielleicht probier ich das im Frühling nochmal und leg es direkt auf die Waben oder so. Aber jetzt gibts erst mal Flüssigfutter.
Mahlzeit!
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