Montag, 22. April 2019

Osterbienen

Rege Bautätigkeiten

Traumhaftes Wetter zu Ostern hat zu regem Betrieb bei den Bienen geführt. Es grünt und blüht überall. Auf dem letzten Ausflug habe ich auch schon herrlich gelbe Rapsfelder gesehen. Der Frühling ist auf vollen Touren und die Bienen auch.
Nach zwei Wochen war ich jetzt neugierig, wie die beiden Völker mit den Honigräumen vom letzten Mal klar gekommen sind.




 

Scheint ganz gut geklappt zu haben. Die Honigräume sind ordentlich voll mit Bienen und die Mittelwände sind schon ganz ordentlich ausgebaut. Auf dem Bild erkennt man vielleicht am unteren äußeren Rand noch die gelbliche Mittelwand. Weiter in der Mitte kommt dann das frische weiße Wachs der Bienen. Es glänzt sogar schon in den Waben, das heißt, dass schon Nektar eingelagert wird. Prima!

Im grünen Stock sind die Damen sogar noch etwas weiter. Kein Wunder, sind ja auch deutlich mehr.










Auch die Mittelwände für den Brutraum wurden gut angenommen und ausgebaut. Unten im Brutraum sind beide Nester gewachsen. Beide Völker haben mittlerweile große Brutfelder, die sich über fast alle Waben erstrecken. In der braunen Beute waren sogar ganz am Rand Zellen bebrütet, obwohl diese Randwaben in der Regel als Vorratsraum genutzt werden.  Also haben jetzt beide Völker auch eine neue Mittelwand erhalten, damit das Nest zum Mai noch größer werden kann.


Insgesamt sieht die Inneneinrichtung jetzt also so aus: ganz vorne das Trennschied, dann ein bis zum Anschlag bebrüteter Drohnenrahmen, dahinter sechs Brutwaben, die alle mehr oder weniger voll sind und ganz am Rand jetzt noch eine neue Mittelwand zum weiteren Ausbau.

Hm, auf dem Bild sieht der Stock fast leer aus. Aber es geht wirklich ordentlich rund. Das braune Volk hat sich sehr gut entwickelt. Im grünen Stock ist aber im Vergleich nach wie vor deutlich mehr Bienenmasse. Als ich den geöffnet habe, konnte ich kein Holz erkennen. Alles voll mit Bienen...ich würde mal schätzen, mindestens 50% mehr Volksmasse.
 







Eigentlich wollte ich die neue Wabe einen davor hängen, bin dabei aber über ein Materialproblem gestolpert. Die neuen Mittelwände haben alle die gleichen Rahmen und die Abstandshalter am gleichen Platz. Das ist praktisch, denn damit sind sie alle untereinander austauschbar. Leider passt das nicht immer mit den alten Waben, die vom letzten Jahr noch drin sind. In diesem speziellen Fall stand der alte Abstandshalter genau auf dem neuen Abstandshalter. Dieser dämliche Zufall führt zu einer zu großen Lücke, was dann wiederum den Wildbau fördert. Wenn die Abstände zu groß sind, dann füllen die Bienen den Spalt mit Wabenbau. Das bringt aber das Gesamtkonstrukt durcheinander und reißt ab, wenn man die Waben rauszieht. 
Doof...also habe ich die alte Wabe einen nach vorne gesetzt und die neue Wabe an den Rand gehängt. Muss es eben so gehen.

Zwischenfazit

Unterm Strich scheint das ja ganz gut zu klappen mit der Vorgehensweise "Einengung der Völker im Frühling". Bisher machen die Bienen genau das, was sie theoretisch machen sollen: wenn man zum Frühjahr die Völker auf wenige Waben einengt, dann sollten sie unten alles mit Brut bestücken und die Vorräte nach oben verlagern. Bisher klappts! 👍 😀
Interessant auch, dass die beiden leeren Rahmen, die ich vor ein paar Wochen eingehängt habe, wirklich vollständig in Drohnenrahmen verwandelt wurden. Die Bienen haben jeden freien Quadratzentimeter für die etwas dickere Drohnenbrut ausgebaut. Auch wenn an vorgegebenen Mittelwänden noch irgendwo ein kleiner Streifen frei war, wurden dort die größeren Drohnenzellen angebaut. Das war zwar zu erwarten, denn die Mittelwände, die man teilweise als Starthilfe mit dazu gibt, sind auf das normale Zellenmaß genormt. Aber ich finde es trotzdem faszinierend, wie das Volk als ganzes seine eigene Inneneinrichtung den Bedürfnissen anpasst. Im grünen Volk hängen zwei Drohnenrahmen, hier sind zwar alle Zellen auf Drohenmaß angelegt, aber es wird nicht alles bebrütet. Teilweise wird einfach Honig eingelagert. Ganz so hoch scheint der Platzbedarf für die Jungs im Volk dann doch nicht zu sein.

Samstag, 13. April 2019

Der April, der April...

...der macht was er will.

 ...und zack ist es wieder eisig kalt.
Also alles wieder zurück auf Kälteprogramm - Hoch Katharina treibt die Bienen zurück in ihre Beuten. Sehr schade, dieser Wetterumschwung. Draußen steht alles in voller Frühlingsblüte und die Bienen kommen nicht raus. Stattdessen müssen sie Heizung für die vollen Brutwaben spielen und fressen den gerade gesammelten Nektar direkt wieder auf.
Nur wenn die Sonne tagsüber auf der Beute steht, dann kommt etwas Leben in die Bude. Wer sich dann raus traut, der tut das unter hohem Risiko, denn die Biene fängt sofort an auszukühlen, sobald sie den warmen Stock verlässt. Damit tickt die Uhr. Wer zu lange draußen ist bei den einstelligen Temperaturen, die wir hier hatten, der läuft Gefahr, auf dem Weg einzufrieren.



So wie diese Bienen hier, die auf dem Anflugbrett verklammt sind. Vielleicht aus der Masse rausgefallen und den Weg nach oben nicht schnell genug gefunden. Oder auf dem Rückweg vom Ausflug die letzten Zentimeter nicht mehr geschafft...wer weiß.
Eventuell sind es aber auch noch ein paar letzte Winterbienen, für die es jetzt einfach Zeit war.






Aber ab Montag soll es ja wieder wärmer werden. Hoffentlich erfriert die ganze Blütenpracht nicht noch. Also einfach abwarten und Tee trinken. Mit Honig natürlich...

Sonntag, 7. April 2019

Vollgas für den Frühling

Hurra, endlich richtig Frühling!

Eine Woche 20 Grad und jetzt geht's hier richtig rund. Die Pflanzen explodieren und die Bienen geben richtig Gas. Es grünt und blüht an allen Ecken hier in Buschdorf. Die ersten Obstbäume stehen in voller Pracht, im Wäldchen hier blüht es, alles ist voll mit Osterglocken und auch der Löwenzahn ist jetzt überall zu sehen.
Letzterer nervt zwar im Garten, aber als Bienenweide ist der super. Ich konnte letztens mal Sortenhonig Löwenzahn probieren. Ziemlich gewöhnungsbedürftig mit stark animalischem Einschlag. Mein Fall ist der Geschmack nach Schafstall nicht, aber wer's mag... die Bienen freuen sich jedenfalls drüber, denn in den gelben Blüten gibts ordentlich was zu holen.





So geht das hier den ganzen Tag im Moment.
Das Rauschen im Hintergrund ist nicht der Wind, das sind die Bienen.














Und auch an der high-end Bienentränke ist jede Menge Betrieb. Sieht man schlecht auf dem Bild, aber da ist richtig Andrang.
Ja, ich habe weder Kosten noch Mühen gescheut, um für die Bienen eine ansprechende Wasserversorgung sicher zu stellen.

Ich hab erst mal aufgefüllt. Hat ein bisschen was von Blumen gießen 😁.









Höchste Zeit also für mich, nochmal in die Völker zu schauen. Wollte ich eigentlich letztes Wochenende schon machen, aber ich bin nicht dazu gekommen. Jetzt aber!

Die Bienen sind jetzt so aktiv und es gibt so viel zu holen, dass heute mehrere Dinge gleichzeitig angesagt waren. Der grundlegende Plan war, Mittelwände in beide Völker einzuhängen und die Notreserven zu entfernen. Eventuell noch einen Honigraum drauf stellen, je nach Lage.

Damit werden mehrere Ziele erreicht: beide Königinnen haben dann mehr Platz zum Brüten. Notrationen brauchen wir jetzt wohl auch nicht mehr, denn jetzt finden die Damen genug in der Umgebung. Und die Idee bei den Honigräumen ist, dass die Bienen unten im großen Raum brüten können (möglichst vollflächig) und den oben angebotenen extra-Raum nutzen, um ihre Vorräte einzulagern.





Zuerst müssen sie ihn aber erst mal ausbauen, denn die Waben die da drin hängen, bestehen nur aus dünnen Mittelwänden als Starthilfe. So sieht das aus...












Den Rest erledigen die Bienen selbst und machen aus den Mittelwänden nach und nach Waben, die dann mit Honig gefüllt werden. Und damit die Königinnen auch wirklich nur unten brüten, liegt dazwischen ein Trenngitter, durch das nur die etwas kleineren Arbeiterinnen passen. Die dicke Königin und die pummeligen Drohnen passen nicht rein.
Wenn der Raum irgendwann voll ist, dann kann ich ernten. Oder noch besser: noch einen dazu stellen. So weit die Theorie. Mal sehen, was die Bienen daraus machen.

Gesagt, getan. Leider waren die Bienen ziemlich mies gelaunt und mein Gefummel hat es nicht besser gemacht.
Das grüne Volk ist von Haus aus etwas nervös. Als ich geöffnet habe, waren alle Waben randvoll besetzt inklusive der Reservewaben. Die waren schon dabei, neuen Honig einzulagern...ich bin eine Woche zu spät dran.



Die alten Schwarten müssen trotzdem mal raus, denn die sind der Hygiene nicht unbedingt förderlich, wenn die so schwarz aussehen...
Hier sind die Reste vom Winterfutter schon mit neuem Nektar ergänzt worden. Schade drum, aber dafür sehe ich keine Verwendung mehr im Stock. Die anderen sahen ähnlich aus, nur mit weniger Restfutter (und nicht ganz so speckig wie die hier).





Also alte Waben raus, einen neue leere Wabe dazu, damit die Damen was zu bauen haben. Der leere Rahmen vom letzten Mal war schon komplett ausgebaut und voller Drohnenbrut. Das ging fix...also noch eine zusätzliche Wabe rein zum weiteren Nestausbau.
Dabei habe ich jede Menge Bienen noch nervöser gemacht, indem ich sie von den Waben geklopft habe. Die sollen ja schließlich drin bleiben. Ein Traum...die waren so aggro, dass ich erst mal Pause gemacht habe, bevor ich mit dem braunen Volk weiter gemacht habe. Es lebe der Imkeranzug und gute Handschuhe, sonst sähe ich jetzt wohl ziemlich zerstochen aus.

Später dann das gleiche Spiel am braunen Volk. Da sah es insgesamt ähnlich aus, nur mit weniger Bienenmasse und etwas entspannterer Grundstimmung: alles schon ausgebaut, in die Reserve schon neuen Nektar eingelagert, weil sonst kein Platz da war und der leere Rahmen vom letzten Mal war komplett verbaut. Also auch hier alte Waben aus der Reserve raus, zusätzliche Wabe zur Erweiterung im Brutnest rein und dann Honigraum drauf.





 Und so sieht es jetzt aus. Die dünnen Striche zwischen dem großen Brutraum und dem kleinen Honigraum sind die Trenngitter.















Dann hoffe ich jetzt mal, dass das so funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Wenn jetzt nach und nach das ganze Kern- und Steinobst blüht, dann sollte eigentlich jede Menge Tracht da sein, so dass auch für mich was abfällt. Zwischen Nordfriedhof, dem Grünen C und der Apfelplantage Richtung Mondorfer Fähre dürfte es deutlich mehr Angebot geben, als zwei kleine Bienenvölker schaffen können.
Raps wäre auch praktisch, aber den gibts hier ja nicht in der direkten Umgebung.

Jetzt muss ich nur noch überlegen, was ich mit den Resten mache. Mangels Lagerkapazität bleibt mir nur, die alten Futterwaben einzuschmelzen um wenigstens das Wachs zurück zu bekommen. Aber die sind so voller Nektar, Honig und Winterfutter, dass das eine riesen Sauerei wäre. Also habe ich die jetzt erst mal weggeräumt und klein geschnitten. Draußen stehen lassen sollte man solche Reste auf keinen Fall, sonst gibts Besuch von den Bienen. Die alten Rahmen schmeiße ich einfach weg.




Und die Wachs-Zuckerwasser-Nektar-Pampe? Tja...jetzt hab ich kiloweise süße Pampe im Keller...vielleicht kann man das noch pressen und Met oder Honigschnaps draus machen? Mal bei den Mittelalter-Freunden fragen. Sonst bleibt wohl nur der Biomüll, denn ich wüsste nicht, wie ich das sonst sinnvoll verwerten könnte.













Nachtrag:  Last Exit Bonn Orange. Die freundlichen Herren mit den großen orangen Wagen haben die alten Waben und die Pampe mitgenommen. Da die bei uns immer früh morgens kommen, wenn die Bienen noch träge sind, konnte ich das in Tüten über den Hausmüll entsorgen, ohne tausende von Bienen am Mülleimer zu haben.

Sonntag, 31. März 2019

Flugverkehr

Kaum wird's warm...






...geht's auch schon rund am Flugloch. Ein ewiges Kommen und Gehen. So soll das sein.
Man kann es auf den Bildern nur in etwa erkennen, aber hier gehts ganz schön rund gerade. Die Sonne knallt seit ein paar Tagen auf die Beuten, die Bienen reagieren entsprechend.


Ich mach dieses Wochenende nichts und lass die Bienen in Ruhe. Nächste Woche nehm ich dann die überflüssige Drohnenwabe aus dem grünem Stock raus und schau nochmal, ob eine Mittelwand rein sollte. Ich gehe davon aus, dass die beiden Königinnen durch das gute Wetter jetzt langsam aufdrehen, das Brutnest sollte dann größer sein.
Eventuell entferne ich auch die Vorratswaben hinter dem Schied. Jetzt sollte genug Angebot vorhanden sein, um die Bienen zu versorgen und ich gehe von keinen größeren Kältephasen mehr aus.


Ich bin auch mal gespannt, wie weit beide Völker mit dem Baurahmen gekommen sind, die ich letzte Woche eingehängt habe. Da können sich die Bienen austoben und frei bauen was sie gerade wollen. In der Regel werden das dann Drohnenzellen. Mal sehen...

Dienstag, 26. März 2019

Frühlingscheck

so, jetzt habe ich doch mal nachgesehen. Ich wollte die Futtertaschen durch kleine Trennschiede ersetzen und ggf. erste Baurahmen einhängen, falls es Platzbedarf gibt.

Wie gehts den Bienen?

Tja, alles so weit in Ordnung würde ich sagen...aber die sind nicht ganz so weit, wie ich gehofft hatte. Das schlechte Wetter hat dafür gesorgt, dass sich die Entwicklung bei beiden Völkern in Grenzen hält. Die Masse an Bienen hat tatsächlich etwas abgenommen, hab ich das Gefühl. Ich hatte gehofft, dass die Brutfelder schon gewachsen sind und ich die erste Mittelwand einhängen kann. War aber nix. Das Futter ist weniger geworden, aber die Brutnester sind noch ungefähr so groß wie Anfang März. Schade. Aber es ist ja auch noch recht früh im Jahr.
Und so sieht es im Moment drinnen aus. Von vorne nach hinten sieht man 3x Reservefutter, Trennschied (hell und schmal), alter Drohenrahmen, neuer Baurahmen (hell) und dann kommt das Brutnest auf dem ganz viele Bienen sitzen. Ganz hinten an der Wand ist dann noch eine Wabe mit mehr Futter.
Im grünen Stock sind tatsächlich schon Drohnen unterwegs. Das hat mich dann doch gewundert. Aber bei näherem Hinsehen habe ich gesehen, dass einer der Rahmen ein alter Drohnenrahmen aus dem Vorjahr ist. Der hat größere Wabenzellen, da passt entweder viel Honig rein oder eine Drohnenlarve. Das bringt keinem was so früh im Jahr. So im Nachgang ist das eigentlich Quatsch, den drin zu lassen. Den nehm ich das nächste Mal raus, auch wenn evtl. noch ein paar Larven drin sind. Die Bienen können sich an dem neuen Baurahmen austoben.

 Und so sieht es im braunen Stock aus.


Hier sind jetzt drin 2x Futterreserve, Trennschied, direkt daneben ein Baurahmen (die zwei Hellen), dann gehts weiter Richtung hintere Wand mit Futter, 3x Brutnest und zum Schluss Futter.
Da sieht man direkt, dass die "grünen" deutlich stärker sind und mehr Masse haben. Die sind schon kleiner in die Winterpause gegangen, das zieht sich jetzt durch. Mal sehen, wie sich das über das Jahr entwickelt.

Ich habe jetzt in beiden Völkern nochmal die halbleeren Futterwaben direkt am Nest gegen volle aus der Reserve getauscht. Was direkt an den Brutnestern hängt, ist jetzt also prall gefüllt. Hinter den Trennschieden hängen jetzt noch die Reste, die die Bienen ausräumen können, falls es jetzt nochmal kalt wird.



So, jetzt kann es dann auch mal dauerhaft warm werden, damit die Damen richtig durchstarten können.

Montag, 18. März 2019

Stürme überstanden

Was machen die Bienen denn gerade?

Die fliegen wieder!
Die Temepraturen sind gestiegen und schon sind die Damen wieder aktiv. Es lagen einige tote Bienen und kaputte Larven auf dem Boden, aber zum Glück nur einige wenige.Der wetterbedingte Totenfall ist schon aufgeräumt und es wurde sich ausgiebeig neu eingeflogen.
Es haben also beide Völker auch den Rückschlag beim Wetter überstanden.
 



Und was macht der Imker? 

Ich lass die Bienen jetzt erst mal in Ruhe. Beim kurzen Blick in die Beuten waren sie auch nicht sehr gut gelaunt. Ich wollte nicht zu sehr stören und habe nur ganz kurz nachgesehen, ob noch genug Futter in den Randwaben drin ist. 
Ein Blick in die Beuten hat gezeigt, dass die Bienen fleißig den Honig aus den Notfallwaben in den Nestbereich umtragen. Die beiden großen Futterwaben im Nest sind nach knapp drei Wochen schlechtem Wetter gut geplündert und das Volk braucht Nachschub. Der ist bei den Temepraturen um die 15° jetzt ganz einfach hinter dem Trenschied erreichbar. Die ersten Ausflüge in die Umgebung sollten auch schon einige Nektarkquellen wie Kornelkirsche oder Weiden ergeben. Die Zierkirschen blühen auch schon überall. Die ganzen Forsythien die hier im Viertel stehen sind für die Bienen übrigens leider Totalausfälle. Da gibts weder Pollen noch Nektar zu holen, die sehen einfach nur hübsch aus, haben aber keinen Nutzwert.
Wenn das Wetter jetzt dauerhaft wärmer bleibt, dann sollte es demnächst möglich sein, die Reste aus dem Winter zu entfernen. Die Bienen können sich dann aus dem laufenden Ertrag versorgen.
Jetzt sollten auch langsam die Winterbienen Platz machen für die erste neue Generation. Die beiden Völker dürften jetzt also noch etwas schrumpfen, bevor die Population wieder mit Frühlingsbienen wächst. Bin gespannt, ob man das wirklich an der Masse sieht oder ob man das nicht bemerkt.

Samstag, 9. März 2019

Sturm, Kälte, Hagel...

Was machen die Bienen denn gerade? 

Na prima, drei Wochen Sturm und Hagel.Die Bienen sitzen dicht an dicht und halten sich gegenseitig und die neuen Larven warm.
Im Winter ist das nicht weiter tragisch, da die Bienen sich ohne Brut auf rund 20° einpendeln und dann einfach im "Energiesparmodus" abwarten. Mit frischer Brut sieht das anders aus: die braucht rund 35° Betriebstemperatur und das kostet ordentlich Energie.



Und was macht der Imker?

Der hofft, dass die Futtervorräte reichen!
Jetzt zeigt sich auch, dass es hilfreich war, das Nest einzuengen, denn wenn man durch das Flugloch schaut, dann sieht man, dass die Damen dicht an dicht auf allen Waben sitzen. Das ist gut, denn dann können sie Winterfutter von der gesamten Wabenfläche nutzen, ohne sich aus der Wärmetraube zu lösen.
Die Frage ist: reicht das? Wenn es so kalt ist, ist es für die Bienen sogar schwierig, bis zu den Notvorräte zu kommen. Die hängen ein paar Zentimeter weiter hinter dem Trennschied in den alten Winterwaben. Sobald sie ihre Wärmetraube verlassen, fangen sie aber an auszukühlen. Wenn der Weg für den Rückweg nicht mehr reicht, dann gehen sie auf dem Weg ein...man könnte jetzt aufmachen, um noch eine Futterwabe dazu zu hängen, aber dann geht die ganze Wärme aus dem Stock verloren und man macht die Bienen dabei wuschig. Das ist auch nicht hilfreich.
Daumen drücken...bisher liegen keine toten Bienen auf dem Boden, das nehme ich mal als gutes Zeichen.

Samstag, 2. März 2019

Die Bienen starten schon durch...

Was machen die Bienen denn gerade?

Beide Königinnen haben den Winter überlebt. Nach dem Frühjahrsputz geht der ganze Stock jetzt in die „Duchlenzung“. Das bedeutet, dass die Königin wieder anfängt zu legen. Die verbliebenen Winterbienen suchen Pollen für die Brut und tragen auch schon den ersten Nektar ein (sofern es schon was zu holen gibt). Ansonsten wird der jetzt wieder geschäftige Bienenstock aufgeheizt, um die Entwicklung der nächsten Generation zu ermöglichen. Das kostet Kraft. Da es noch nicht genug „Treibstoff“ in Form von Nektar gibt, werden die restlichen Wintervorräte nach und nach aufgebraucht. Die ersten ertragreichen Nektarpflanzen stehen langsam in Blüte (Salweide, Kornelkirschen) und die Bienen können sich irgendwann aus dem laufenden Eintrag versorgen.
Wenn die erste Frühlingsbienen schlüpfen, lösen diese nach und nach die Winterbienen ab. Der Bien wird jetzt also erst mal kleiner, da mehr alte Bienen wegsterben als neue nachkommen. Irgendwann dreht sich die Bilanz und der Stock wächst wieder.




Und was macht der Imker?

Ich habe jetzt erst mal die Völker auf weniger Waben gesetzt, damit sie weniger Raum heizen müssen. Links und rechts vom Nest hängt Futter, der Rest ist hinter die Abtrennung gewandert, die sich im Stock befindet. Das dient als Notration und gibt den Bienen etwas zum Sammeln, das einfach erreichbar ist.
Ab und zu muss jetzt mal nachgesehen weden, wie es um die Futtervorräte steht. Je nach dem, wie das Wetter mitspielt, können die Binenen entweder richtig durchstarten oder müssen sich bei Kälte wieder zurück ziehen. So oder so, die erste Brut ist angelegt und muss gepflegt werden. Im Bedarfsfall muss Futterteig zugefüttert werden (eine Mischung aus Honig und Puderzucker) und in der Wasserschale sollte immer etwas Wasser sein.
Auch für letzte Vorbereitungen (neue Rähmchen vorbereiten, alte Wachsreste einschmelzen) ist jetzt noch Zeit.
Irgendwann wird es auch Zeit, Honigräume aufzusetzen (Weidenblüte und Zierkirschen helfen). Wenn die Bienen den Neustart in den Frühling abgeschlossen haben und die neue Generation durchstartet, dann braucht das Bienenvolk Platz zum Einlagern.

Samstag, 23. Februar 2019

Schönes Wetter im Feburar - Winterruhe beendet

Was machen die Bienen denn gerade?

Im Moment steht der Frühjahrsputz an. Bei den warmen Temperaturen wird die Winterruhe beendet. Die Bienen nutzen die ersten warmen Tage, um Reinigungsflüge durchzuführen und den Totenfall aus der Winterpause zu beseitigen. Außerdem wird sich eingeflogen und es werden schon die ersten Pollen (Hasel) und Wasser gesucht.
So nach und nach geht das ganze Volk in den Regelbetrieb über und die Königin fängt wieder an zu legen. Dazu ist viel Energie zum Heizen nötig, die bei kaltem Wetter nach wie vor aus dem restlichen Winterfutter gezogen werden muss. Wenn es dauerhaft warm bleibt, kommen die ersten ertragreichen Nektarpflanzen dazu (Salweide, Kornelkirschen) und die Bienen können sich aus dem laufenden Eintrag versorgen.




Und was macht der Imker?

Der freut sich, dass die Völker den Winter überlebt haben!
Ansonsten bleibt nur: Geduld. Wenn das Wetter so bleibt, dann kann es in den nächsten Tagen los gehen mit der Durchsicht der Völker – nach der neuen Brut schauen, Futterstand kontrollieren, Aufräumen im Brutraum...

Sonntag, 3. Februar 2019

Was bisher geschah...

In Buschdorf gibts jetzt Bienen...

Wir wohnen schon Jahre hier und ich habe mich immer gewundert, dass es hier keine Bienen gibt. Nun, seit April 2018 hat sich das erledigt 😀
Nu gibbet welche.

2018 im Schnelldurchlauf

Nachdem ich 2017 eine Bienenpatenschaft geschenkt bekommen habe (die Frau is schuld) war ich mit dem Thema angefixt. Soziale Insekten haben mich schon immer interessiert und die nähere Beschäftigung mit Bienen fand ich besonders spannend.
Ich habe dann Anfang 2018 einen Imkerkurs angefangen, der sich über das ganze Jahr zog. Den zugehörigen Praxisteil habe ich dann privat ergänzt und mir im im April zwei Bienenvölker zugelegt. Ziel für das erste Jahr war es, die Erkenntnisse aus dem Kurs auch im Selbststudium anzuwenden und dabei die Tiere nicht umzubringen. Hat geklappt 👍.
Ich konnte meine eigenen Völker durch das erste Jahr begleiten und habe viel gesehen und gelernt. Von Volksentwicklung über Schwarmverhalten, Königinnentausch durch das Volk bis zu Einwinterung und Varroabehandlung war alles dabei. Dabei kamen natürlich jede Menge Fragen auf, die im Kurs geklärt werden konnten.




Ein paar davon auch direkt vor Ort 😁.















Ich hab sogar ein paar Kilo Honig ernten können. Das war ein sehr leckerer Bonus zum eigentlichen Plan.

  

 

  ...und ich bin jetzt Imker...

Tja, wer hätte das gedacht? Jetzt bin ich tatsächlich (Kleinst)imker. Und bisher war das Feedback durchweg positiv in der gesamten Nachbarschaft.
Irgendwie stelle ich fest, dass Bienen das neue Yoga sind. Bienen sind "in", alle sprechen drüber, jeder findet es gut und es gibt gerade ein riesiges Interesse überall. Bisher muss ich auch sagen, dass das trotz Familie und Vollzeitjob ganz gut nebenher geht.So hatte ich mir das vorgestellt.