Sonntag, 6. September 2026

Schwarzbau

Also wer hat das denn so genehmigt?!

Da waren die Bienen leider extrem fleißig. Offensichtlich ist ihnen das Zuckerwasser gut bekommen. Leider ist diesem Volk aber der Platz ausgegangen, also hat es sich neue Lagerräume gebaut. 

So war das natürlich nicht gedacht. Da habe ich wohl die Geschwindigkeit unterschätzt, mit der hier das angebotene Futter in Vorräte umgesetzt wurde. Der Rest hängt noch am Deckel... 

Schade um den Aufwand und auch schade um das Futter, das hier schon eingelagert wurde, aber das kann so leider nicht bleiben. Also habe ich den ganzen Schwarzbau entfernt. Was für eine klebende Sauerei...
Da muss ich nächstes Jahr drauf achten, entweder schneller nachzujustieren oder ich muss doch die Futterzarge direkt auf das Volk stellen, so dass dazwischen kein Hohlraum mehr ausgebaut werden kann. Aber immerhin geht es den Damen gut, ist ja die Hauptsache. Die sitzen jetzt also auf 10 Waben mit Nest und Vorräten und sind noch in großer Stärke als Volk aufgestellt. Prima.

Bei den anderen sah es weniger spektakulär aus. Hier wurde nur ein hübsches Muster ans Absperrgitter gebaut.


Ich denke, insgesamt haben die Völker jetzt auch genug Futter. Ich räum die Tage noch etwas auf und reduziere das Material auf das Nötigste für den Winter. Und dann sind wir für dieses Jahr auch schon fast durch...

 

Mittwoch, 26. August 2026

Nach der Saison ist vor der Saison

Der Jahresabschluss und die Wintervorbereitung läuft auf vollen Touren.

Der Ableger hat erfreulicherweise tatsächlich eine Königin nachgezogen. Die läuft sich langsam warm und legt zunehmend mehr Eier. Sehr schön, damit kann sich der Ableger noch selbst verstärken vor der Winterpause. Ich hab sie erwischt und ihr einen Punkt verpasst. Damit finde ich sie künftig deutlich einfacher im Volk.


Der Regen der letzten Tage war hilfreich. Die Bienen finden jetzt wieder etwas Nektar und  - viel wichtiger - auch Pollen in den noch blühenden Pflanzen. Den Nektar kann ich einfach ersetzen mit Zucker, aber die Eiweißversorgung über Pollen ist elementar, damit die Völker ihre Brut füttern können. Auch Pollen kommt jetzt wieder vermehrt rein von draußen. Sehr schön! Ich füttere jetzt weiter Zuckerwasser zu.


Leider habe ich zwischenzeitlich auch die erste asiatische Hornisse gesehen, die vor den Eingangslöchern auf Beute gelauert hat. Also ist die neue invasive Pest nun auch in Buschdorf etabliert. Gut, das war nur eine Frage der Zeit, aber ärgerlich ist es trotzdem. Eine weitere Belastung für die Bienen. Die Wespen, die jetzt immer frecher werden, hätten gereicht. Mal sehen, wie schlimm die Belagerung durch die Hornissen wird in den nächsten Tagen.

Ansonsten verkauft sich der Honig von selbst an der Tür. Ein paar Gläser habe ich noch, aber der Großteil hat sich in der Nachbarschaft verteilt. Na dann: Guten Appetit! 


 

Sonntag, 9. August 2026

Sommerloch

Huch, der Juli ist ja schon rum. 
Die Honigernte ist geschafft, das Erntejahr 2026 verabschiedet sich mit ein paar Eimern Honig. Viel war es nicht, aber ein bisschen was ist dann doch zusammen gekommen. Es gibt also demnächst wieder Honig an der Tür zu kaufen. 
 

Mit dem Abschluss der Ernte hat jetzt offiziell die Wintervorbereitung begonnen.
Draußen blüht zwar hier und da noch etwas, aber die große Trachtzeit ist vorbei. Die elende Trockenheit hilft auch nicht. Damit über die kargen Reste kein Futterneid ausbricht und sich die Völker nicht gegenseitig überfallen, bekommen die Völker wie immer flüssiges Zuckerwasser von mir. Das schleppen sie brav ein und dicken es für die kalten Monate ein.
Für Urlaubszeiten oder bei kleineren Einheiten kommt auch Futterteig zum Einsatz. Der riecht kaum und lockt keine hungrigen Räuberbienen aus der Nachbarschaft an. Zudem brauchen die Bienen länger, um den umzuarbeiten. Das können sie machen, während ich im Urlaub bin.
Und wo wir gerade von den Ablegern sprechen: Ich warte noch eine erfolgreiche Nachwuchskönigin für den letzten Ableger. Zellen gabs, aber wird auch eine begattete Königin draus? Wenn beim Hochzeitsflug alles glattgegangen ist, müsste die Dame demnächst in Eilage gehen. Ich drücke die Daumen, dass bald die ersten Stifte in den Waben sitzen – sonst wird das nichts mit der Überwinterung bis ins nächste Jahr.

Freitag, 19. Juni 2026

Schlägerei

Ich habe zum Glück keine asiatische Hornissen mehr gesehen, nachdem die Königin versucht hatte, im Strandkorb ein Primärnest anzulegen. Leider ist es nur eine Frage der Zeit, bis die unerwünschten invasiven Tiere hier auftauchen.

Wer aber dieses Jahr regelmäßig hier zu sehen ist, ist die heimische europäische Hornisse. Hier muss irgendwo in der Nähe ein Nest sein, man hört das tiefe Brummen öfter und kann auch die Tiere recht einfach erkennen. Was ich aber auch zum ersten Mal sehe, ist eine Keilerei zwischen zwei Hornissen. 


Die beiden hier haben sich in der Luft gefunden und dann auf dem Boden weiter geprügelt. Nach ein paar Minuten sind sie dann wieder ihrer Wege geflogen. War wohl unentschieden...

Diese heimischen Hornissen schnappen sich zwar auch ab und zu mal ein paar Bienen, im Gegensatz zur asiatischen Variante stehen Honigbienen aber nicht ganz oben auf ihrer Beuteliste.
 

Sonntag, 14. Juni 2026

Weiter gehts

Huch, schon Mitte Juni. Es war einiges los in der Zwischenzeit. 

Ich habe einen Ableger gebaut aus Spenderwaben der beiden Völker. Ich war erst skeptisch, habe aber mittlerweile die neue Chefin im Volk gesehen. Das Brutnest wird auch langsam, der Ableger hat also funktioniert. Ich hab es auch geschafft, die Königin zu zeichnen. Da sie jetzt einen weißen Punkt (für 2026) auf dem Rücken hat, finde ich sie später deutlich einfacher wieder. Ohne Markierung ist das wie ein 1000 Teile Puzzle, in dem man ein Stück sucht. Nur dass sich alle Teile dabei bewegen.

 

Ich habe zwischen durch auch versucht, meine Nachbarn von einem Schwarm zu befreien, der sich unter dem Dachfirst hingesetzt hatte. Das ging leider schief. Die saßen so doof, dass ich mit dem Verlängerungsstab und dem Fangsack leider nicht ganz dran gekommen bin. Statt sie mit einem Ruck in den Sack zu verfrachten, hab ich sie nur aufgescheucht. Die Gelegenheit haben die Bienen genutzt, um weiter zu ziehen. Mist. Ich hätte noch einen Platz frei gehabt, aber die sind weg. 

Zumal ich denke, das war mein eigenes Volk das da geschwärmt ist. In dem ist nämlich gerade kein Nachwuchs mehr zu finden. Da hab ich bei der Kontrolle wohl eine Schwarmzelle übersehen.Aber ich habe vorhin rein geschaut, da wird auf jeden Fall gerade eine neue Chefin nachgezogen. Die Zelle lass ich dann mal lieber drin. Wenn ich die Schwarmzelle jetzt entferne muss ich anderweitig neues Führungspersonal besorgen oder das Volk geht mir nach und nach ein. Dann eben mit der Nachwuchschefin aus dem eigenen Volk, auch wenn ich ja jetzt schon weiß, dass dieses Volk eher schwarmlustig ist. Diese Eigenschaft will ich eigentlich gar nicht haben, ist aber erst mal die einfachste Lösung um das Volk zu behalten.

 

Sonntag, 10. Mai 2026

Vollgas

Der Mai ist da, die Bienen geben Vollgas.

Na ja, meine eher nicht so, zumindest nicht beim Honig. Irgendwie haben meine Damen keine Lust, die Honigräume zu belegen, die ich aufgestellt habe. Normalerweise passiert das automatisch, wenn im April und Mai immer mehr Nektar reinkommt. Aber dieses Jahr wollen sie irgendwie nicht. Schade um die ganzen Obstblüten und den Raps. Das wäre guter Frühlingshonig geworden. Ich hab nicht so ganz verstanden, warum gerade dieses Jahr die Honigräume so lange ignoriert wurden. Aber was solls. Mittlerweile haben sie angefangen, auch oben einzulagern und der Vorrat wächst langsam. Dann gibts halt nur eine Mischernte im Sommer.

Sehr erfreulich ist hingegen die Entwicklung des Volks, das es nur ganz knapp aus dem Winter geschafft hatte. Nachdem das andere Volk eine Brutwabe gespendet hatte und sich die Stärke langsam erholt hat, legt die Königin hier jetzt so richtig los.

Prima, so muss das aussehen. Alles voller Nachwuchs, unten eine Ecke für die Jungs. Da wird der Honig dann auch automatisch oben eingelagert, denn auf dieser Wabe ist schlicht kein Platz mehr dafür. Der Rest des Volks sieht ähnlich aus. Prima!

So kann es weiter gehen. Ich muss nur in den nächsten Wochen verstärkt darauf achten, dass mir keine Schwärme abfliegen. Das ist jetzt die Jahreszeit dafür.


Mittwoch, 8. April 2026

Untermieter

 Heute mal keine Bienen, sondern Mitbewohner, die leider nicht bleiben können.

Diese Vespa Velutina ist eine invasive Spezies und hat in Mitteleuropa nix zu suchen. Erst recht nicht in meinem Strandkorb. 


Die asiatische Hornisse hat sich leider etabliert und plagt mittlerweile Bienenvölker in ganz Deutschland, die sie für eine Art Buffet halten. Jetzt Anfang April werden die Königinnen aktiv und bilden neue Nester. Diese hier hab ich zum Glück dabei erwischt und konnte sie einfangen.

Und direkt am Tag danach hat sich diese Königin der gemeinen Wespe ins Haus verirrt. Auch die werden jetzt aktiv und starten neue Völker. Die Wespe ist als Art zwar durchaus erwünscht hier im Ökosystem, aber im Kinderzimmer kann ich halt auch kein Wespennest gebrauchen. Ich hab sie in Widdig wieder frei gelassen, das sollte außerhalb des Flugradius sein. Da kann sie sich jetzt ein neues Nest bauen.


Ansonsten gehts den Bienen gut, die kommen langsam so richtig in Schwung. Die Völker starten jetzt durch und wachsen jeden Tag etwas. Die vielen blühenden Kirschen und andere Frühblüher sind dabei natürlich sehr hilfreich. Wer aufmerksam durch Buschdorf geht, kann gerade ganze Bäume summen hören. Auch die Bautätigkeit steigt, es werden Waben ausgezogen und der erste Honigraum wird langsam besetzt. Die Saison geht jetzt so richtig los...

Samstag, 4. April 2026

knappe Sache

Ich habe vor ein paar Tagen eine Durchsicht der beiden verbliebenen Völker gemacht. Das war auch dringend nötig, wie sich gezeigt hat. Eins der Völker war fast verschwunden. Angefangenes aber verwaistes kleines Brutnest, 10-20 verbliebene Bienen...das sah nicht gut aus.

 


Aber während ich schon überlegt habe, dass ich die handvoll verbliebene Bienen auch einfach abräumen kann, habe ich in der Ecke der Kiste tatsächlich noch die Chefin entdeckt. Die saß da mit knapp 10 letzten Arbeiterinnen. Hier hat offenbar die Durchlenzung nicht funktioniert und die Altbienen sind gestorben, bevor sie eine relevante Zahl an Neubienen erbrüten konnten. Aber solange die Königin noch da ist, kann man immer noch was tun. 

Da es dem zweiten Volk deutlich besser geht und es neben einem großen Brutnest dort auch schon jede Menge Bienen gibt, habe ich einfach zwei Brutwaben samt Besatzung von dort als Spende eingehängt in der Hoffnung, dass die sich mit der Königin arrangieren und dann zusammen ein stabiles Volk erbrüten. Das war jetzt schon ein paar Tage her,  daher weiß ich auch schon, dass das funktioniert hat. Das Volk ist klein, aber es wächst und die Königin legt jetzt Eier in die Spenderwaben, wo sie von den eingemeindeten Gastarbeiterinnen aufgezogen werden. Den Pflegebienen ist es egal, in welchem Stock sie sitzen, solange eine Königin da ist.

Ist also nochmal gut gegangen. Aber 2 (fast 3) von 4 Völkern als Verluste ist eine ziemlich miese Bilanz für den Winter. Da muss ich mir mal überlegen, was ich diesen Herbst anders machen will. 

Samstag, 21. Februar 2026

Abgeräumt

Da waren es nur noch zwei.

Ich habe ein paar Stunden Sonnenschein genutzt, um mal nachzusehen, ob die zwei fragwürdigen Völker wirklich leer sind. Das hat sich leider bestätigt. Das eine war ja ohnehin ein Wackelkandidat wegen Vorerkrankung, da überrascht es nicht, dass es nicht bis zum Frühling durchgehalten hat.

Aber das andere ist ziemlich stark in die Winterpause gegangen. Hat leider nix genützt.

Da liegen die Überreste der Winterbesatzung auf dem Boden. Der traurige Rest hängt hier noch auf der Wabe zusammen mit der Chefin.

Auch das gehört zum Imkern dazu. Mist ist es trotzdem. Zumal ich keine Ahnung habe, was hier das Problem war und damit auch wenig daraus lernen kann. Starkes Volk, junge Chefin aus 2025, jede Menge Futter, dank Brutentnahme mit relativ geringer Varroabelastung in die Pause gegangen...seltsam. Was ist hier schief gegangen?

Da bleibt als letzter Akt auch hier wie so oft nur noch der Eimer mit den Wachsresten. Zumindest daraus kann man noch was machen. 


Und ich habe am Stand jetzt zwei freie Plätze, so dass ich im Lauf des kommenden Jahres etwas flexibler bin was Ableger, Schwärme etc. angeht. 

Dann hoffe ich mal, dass die verbleibenden beiden Völker gut in den Frühling starten, wenn es jetzt langsam wärmer wird. Die kritische Phase geht jetzt eigentlich erst los: die Winterbienen laufen auf der letzten Rille, die Vorräte gehen langsam zur Neige, aber die neue Generation muss noch aufgepäppelt werden, um mit neuer Besatzung durchzustarten. Daumen drücken...

 

Sonntag, 8. Februar 2026

Lebenszeichen

 Viel zu tun gibts ja gerade nicht in der Winterpause...

Jede Störung der Völker sollte vermeiden werden in der kalten Jahreszeit. Ich hab aber zumindest die Zeit genutzt, ein bisschen aufzuräumen und alte Waben sauber zu machen. Bei kühlen Temperaturen wird das Wachs etwas spröde und lässt sich prima aus den Rahmen entfernen. Da kommt doch einiges an Material zum Einschmelzen zusammen.

Aus einem großen Topf Wachsresten... 

...ist jetzt eine kleine Platte geworden.
Die kann ich erst mal sammeln und wenn es genug Wachs ist, kann ich es wieder in Mittelwände umarbeiten lassen.

Heute war es zum ersten Mal recht warm zwischendurch, das haben die Bienen auch direkt genutzt, um einen sehr kurzen Probeflug zu machen. 

Hier kann man dann auch schon erkennen, dass ein Volk bisher ganz gut durch den Winter gekommen ist. Das andere hat es leider nicht geschafft. Auf der Rückseite siehts genau so aus: ein Volk stark und scheinbar fit, die andere Kiste ist wohl leider leer.

50% Verlust über Winter...nicht großartig, aber auch nicht ganz überraschend. Mindestenst ein Volk war ja eh angeschlagen durch die Paralyse. Dann drück ich jetzt nur die Daumen, dass die beiden verbleibenden es gut in den Frühling schaffen. 

Montag, 6. Oktober 2025

Der Herbst ist da

Und damit bricht für mich die eher ruhige Zeit an. Am Stand kann ich jetzt nicht mehr viel tun. Futter ist drin, überflüssiges Material ist abgebaut, Völker scheinen alle stabil zu sein.

Jetzt bleibt nur noch eine kleine Milbenbehandlung so ungefähr um Weihnachten herum. Ansonsten sind die Bienen in der kalten Jahreszeit auf sich gestellt. Die müssen nur noch ein paar Tage die letzten Angriffe von Wespen und früher oder später auch von der invasiven asiatischen Hornisse abwehren. Und wenn es dann dauerhaft kalt wird, ziehen sich die Völker zur Wintertraube zusammen und warten buchstäblich auf besseres Wetter im Frühling. Jede Störung gefährdet das Wohl des Volks, denn Unruhe führt zu mehr Energiebedarf und damit zu höheren Verbräuchen der Vorräte.

Für mich bleibt erst mal viel Zeit zur Materialpflege, zum Ausbessern und zum Aufräumen. Ich drücke die Daumen, dass es alle vier Völker bis zum Frühjahr schaffen, dann kann es mit dem nächsten Zyklus weiter gehen.

Sonntag, 31. August 2025

Sommerabschluss

Hurra, de neue Chefin ist sehr gut angekommen. Das große Volk ist zwar erwartungsgemäß geschrumpft, aber es gibt jetzt ein großes Brutnest. 

Entsprechend sind die Vorratsbereiche etwas kleiner geworden. Macht aber nix, ist ja noch Zeit, das wieder aufzufüllen. Freut mich, denn das sieht jetzt sehr gut aus für den kommenden Winter.

Die anderen Völker haben auch ordentliche Vorräte eingelagert. Eines davon hat dabei allerdings einiges an Wildbau produziert.  

Innen sieht es auch etwas durcheinander aus. Ich hab jetzt noch eine neue Wabe zum Ausbauen dazu getan. Der Naturbau ist wirklich fordernd dieses Jahr. Das hat schon mal besser geklappt mit weniger verbauten Waben und kreuz und quer angelegten Reihen. Aber insgesamt bin ich zufrieden. Das Futter wird angenommen, die Völker haben stabile Größen und das ganze neue Material wurde unterm Strich ganz ordentlich angenommen und ausgebaut.

Ich mach jetzt noch die Fütterung fertig und verbrauche die letzten Zuckerwasservorräte. Und ich halte ein Auge auf ein Volk, das wohl erneut mit der Bienenparalyse kämpft. Aber abgesehen davon neigt sich das Jahr für mich tatsächlich so langsam dem Ende entgegen. 

Sonntag, 17. August 2025

Spätsommer am Bienenstand

Die Neuankömmlinge haben leider nichts aus der Spende gemacht.  Da das Volk ohne Königin und auch ohne frisch gelegte Eier keine Führung mehr nachziehen kann, ist es so nicht mehr zu retten. Es würde immer kleiner, da die alten Bienen irgendwann wegsterben. Also musste eine andere Lösung her.

Ich habe im Verein eine Ersatzkönigin bekommen, die in ihrem eigenen Volk schon schwer am Arbeiten war. Die habe ich jetzt in das Volk eingesetzt. 

Leider im Käfig schlecht zu erkennen, aber da drin findet sich die neue Führungskraft. Normalerweise sollte die im Volk gut angenommen werden. Der Käfig war nach 2 Tagen aufgeknabbert, jetzt muss sie nur noch ein Brutnest starten.

 

Was noch? 

Da ich den Bienen den Sommerhonig geklaut habe, muss gerade die übliche Fütterung stattfinden. Literweise dünnflüssiges Zuckerwasser ersetzt den Honig. Wahnsinn, was da abgenommen wird. So 20-30 Liter gehen - über ein paar Wochen verteilt - problemlos in ein Volk und werden dort dann nach und nach in Wintervorräte umgewandelt. 


 Und weil es dieses Jahr jede Menge Honig gab, bleibt auch für die Nachbarschaft was übrig. 

Im Moment stell ich wieder Gläser raus, so lange der Vorrat reicht.
 

Mittwoch, 16. Juli 2025

Herzlich willkommen...

Umzug geglückt, die neuen Schienenbienen sind da!

Ich habe die beiden Völker jetzt umgezogen. War gar nicht so einfach, da immer noch hunderte von Bienen außen saßen. Damit ist der Stand erst mal voll besetzt. Nachdem sich die Aufregung etwas gelegt hat, habe ich mal nachgesehen, wie die neue Inneneinrichtung angenommen wurde. Sieht ganz gut aus, und jetzt weiß ich auch endlich, warum da so viele Bienen außen saßen: Die Kiste ist eben voll mit Bienen, die hatten schlicht keinen Platz mehr drinnen. Also erst mal etwas Platz gemacht und oben noch einen leeren Honigraum drauf. Und schon gibt es keinen Andrang mehr draußen.

Leider hab ich bei der Gelegenheit auch gesehen. dass die Chefin fehlt. Ich hab keine Ahnung warum, aber die ist weg. Und wir hatten sie noch gesehen auf ihrer Fangwabe und extra vorsichtig rein gesetzt...Das ist echt sehr ärgerlich. Riesen Volk, aber ohne Königin werden die nach und nach immer weniger und das Volk ist verloren. Und da ich gerade einen Runderneuerung gemacht habe, gibts auch keine Brut, aus der eine neue gezogen werden kann. 
Aber Glück im Unglück: ich konnte von den bereits vorhandenen Völkern eine Eier-Spende reinhängen. Die sind ja zum Glück schon zwei Wochen weiter und hatten bereits neue Brutfelder. Hoffentlich klappt das. Ist ja schon schlimm genug, dass die super Königin verschwunden ist, wenn das ganze Volk verloren wäre, wäre das natürlich bitter. Mal sehen, ob es in 2-3 Wochen eine neue Chefin gibt oder ob ich mit Hilfe der Imkerkollegen noch was anderes probieren muss.

Den letzten Honig hab ich auch noch geerntet, damit ich das vorm Urlaub erledigt habe. Da kommt jetzt nicht mehr viel Tracht nach, die Linde ist durch und der Rest, der jetzt noch kommt, ist nur noch Krimskrams. Also Honig runter und dafür gabs noch einen Klotz Futterteig für alle. Damit hat offiziell die Wintervorbereitung begonnen und die Völker haben schon mal was zu tun, während ich ein paar Tage unterwegs bin. 

Montag, 30. Juni 2025

Neue Inneneinrichtung

So, heute mal was anderes.

Zur Abwechlsung war ich bei einer Imkerkollegin aus dem Verein und habe ihr an ihrem Stand geholfen. Wir haben einige ihrer Völker aus Zander-Kisten in mein System namens Dadant umgezogen, so dass sie in ein paar Tagen an meinen Stand umziehen können. Es gibt in Deutschland leider zahlreiche Kistenmaße, die in der Regel inkompatibel sind. Da bei mir alles Dadant ist, müssen sich die Damen also erst mal neu einrichten. Bei der Gelegenheit konnten wir uns auch gleich um Wabenhygiene kümmern und haben altes Material mit neuem ersetzt. 

Das gab am Ende sehr volle Kisten, da wir jeweils zwei Völker aus dem kleineren Zander-System in die größere Dadant-Kiste getan haben.

Da war ganz schön was los am Stand...aber die Bienen sind nur aufgeregt, nicht aggressiv.

Jetz hoffe ich nur, dass die sich trotz des warmen Wetters noch IN die Kiste begeben, bevor ich sie umsiedeln will. Wird sonst schwierig, die Kiste in den Kofferraum zu bekommen, wenn da noch mehrere tausend Bienen außen an der Kiste hängen.

Donnerstag, 12. Juni 2025

Volk verloren

Heute mal wieder eine der nicht so schönen Seiten des Imkerlebens. Das kranke Volk hat sich leider nicht mehr erholt.

Da es immer weniger Bienen wurden und ich auch keine neue Brut mehr gesehen habe, habe ich das Volk jetzt aufgelöst. Schade, aber auch das gehört zur Imkerei dazu. Zum Glück hab ich noch rechtzeitg im Frühjahr einen Ableger gebaut. Wenigstens dem gehts gut.

So sieht das dann am Ende aus:

Total zerlöchertes Brutfeld, nur noch Drohnen und insgesamt ein desolater Zustand in der Beute. Ich habe also alles entfernt, das Wachs eingeschmolzen und die Kiste ausgeflammt. Da werde ich wohl versuchen, bei der anstehenden Sommerbehandlung einen neuen Ableger zu bauen. Drei oder vier Völker hätte ich schon gerne. Zwei finde ich ein bisschen knapp.

Immerhin zeigt sich jetzt, warum ich auf Naturbau umgestellt habe. Ohne Drähte in den Rähmchen geht das Ausschneiden der Altwaben deutlich einfacher und schneller voran.


 

Sonntag, 25. Mai 2025

Imkern im Frühjahr

So, schon wieder ein paar Wochen rum und es war einiges zu tun. Entsprechend der Jahreszeit gibt es gerade jede Menge Sachen, die man machen kann/muss.

Ich habe zum Beispiel Honig geerntet. Hurra! Endlich mal wieder Frühtracht, nachdem die letzten Jahre ja eher mau waren. Ein paar Eimer sind es diesmal geworden und ich freu mich schon, den ins Glas zu bekommen. Ich möchte diesmal etwas warten und vorher noch regelmäßig rühren. Ich hoffe, damit bekomme ich ihn etwas cremiger und weniger betonartig, wenn er denn dann auskristallisiert (was bei Frühtracht wahrscheinlich ist).

Ich hab auch einen Ableger gebastelt. Sieht ganz gut aus. Ich hab die neue Chefin gesehen und das neue Volk hat sich zusammen gerüttelt. Ein kleines neues Brutnest ist auch da, es geht also voran. Prima! Hier das Suchbild dazu.

Was noch? Eines der Völker sieht sehr bedenklich aus. Viele tote Bienen, keine Brut mehr, kein neuer Ertrag und Bienen, die benommen wirken. Hm...was ist da los? Ich dachte erst, das Volk wäre einfach abgeschwärmt, aber der riesen Friedhof vor der Tür und das untypische Verhalten sprechen dagegen. Ich vermute mal, die haben entweder eine Krankheit oder sie haben sich auf den umliegenden Flächen irgendwo eine Insektizidvergiftung eingefangen. Sieht auf jeden Fall nicht gut aus. Was es auch ist, ich hoffe, es greift nicht über. Muss ich mal im Verein besprechen.

Und dann hab ich noch versucht, statt kleinen Waben mit ganzen Waben zu starten. Ich kleb ja sonst immer in die Rahmen kleine Anfangsstücke ein, damit die Bienen wissen, wo es lang geht und schon mal einen guten Start haben. Den Rest bauen die normalerweise dann selbst aus. Meistens wird das sehr ordentlich, macnhmal sieht es aber auch so aus:

Hier haben sie in der Mitte einen Spalt offen gelassen. Warum auch immer.
Und jetzt habe ich versucht, eine ganze Mittelwand als Starthilfe einzukleben. Na ja...

Den Rest der offensichtlich heruntergefallenen Wand klebt am Boden, wo die Bienen dann versucht haben, was draus zu machen. Und oben haben sie einfach mit ganz normalen Waben angefangen, dann eben ohne Starthilfe. Den Rest der zerbrochenen Mittelwand haben sie fröhlich kreuz und quer im Stock verbaut. Hat eine Weile gedauert, das wieder gerade zu rücken und aufzuräumen. Ich sag mal so: da ist noch Luft nach oben. Oder ich bleib einfach doch bei den kleinen Anfangsstreifen.

Montag, 21. April 2025

Der erste Schwarm und merkwürdige Produkttests

Das ging ja schnell. Eben noch im Winter- Restprogramm und jetzt sehen die Völker schon so aus.

Diese Wabe ist von oben bis unten voll mit Brut. So sieht der ganze Stock aus. Selbst die Randwaben, die gerne für Vorräte genutzt werden, sind rappelvoll mit Brutzellen. Hier gehts rund.

So rund, dass es direkt an Ostern vor dem Haus ordentlich gesummt und gebrummt hat. Da hat mir doch der Osterhase einen Schwarm im Baum versteckt. 


Hm...hab ich wohl eine Schwarmzelle übersehen. Und damit es interessanter wird war ich auch nicht vor Ort und konnte mich nicht selbst kümmern. Aber die freundlichen Kollegen aus dem Verein waren da und so haben die reisewilligen Bienen schon ein neues Zuhause im Vorgebirge.

Wir sind also unverkennbar in der Hauptphase der Bienen angekommen. Der Start ins neue Jahr ist gelungen, die Völker wachsen wie verrückt, es gibt Honigeintrag und die Bienen sind so gut dabei, dass sie sich schon teilen und Schwärme bilden. Jetzt ist so richtig Frühling.

Ansonsten ist mir die Tage ein Test der Stiftung Warentest unter gekommen, den ich doch sehr merkwürdig fand und den ich auch im mir möglichen Rahmen thematisieren wollte. Die Stiftung hat Honige aus Supermärkten getestet (Zum Test). Leider mit mittlerweile veralteten Methoden und - Überraschung - die Billighonige haben super abgeschnitten, Kein Wunder, denn man kann mittlerweile maßgeschneiderte Fälschungen kaufen, die genau darauf ausgerichtet sind, solche Tests zu überlisten. Da wird der Zuckersirup aus China ruck-zuck zu feinstem Blütenhonig. Lässt man ein moderneres Testverfahren drüber laufen, merkt man das auch recht schnell. Das ist jetzt keine ganz neue Erkenntnis. Um so erstaunlicher, dass das der Stiftung nicht auffällt. Da der Test direkt nach einem sehr wenig schmeichelhaften anderen Querschnitt-Test raus kommt, der letztens reihenweise Produktfälschungen bei billigen Supermarkthonigen nachgewiesen hat (Moderner Test aus Dezember 2024), bekommt das ganze ein Gschmäckle. Riecht irgendwie nach Auftragsarbeit zur Rettung des beschädigten Rufs. Warum sich die Stiftung Warentest dafür hergibt ist mir ein Rätsel. Es regen sich jetzt jedenfalls nicht nur die Berufsimker auf, sondern der ganze Imkerbund (Reaktion Imkerbund).

Eigentlich könnte mir das egal sein. Ich muss mich nicht (mehr) über die Qualität anderer Honige kümmern, ich mach ja jetzt meinen eigenen. Als Mikroimker im lokalen Bereich bin ich auch eh viel zu klein, als dass ich in Konkurrenz zu Supermärkten treten könnte. Und die Mittel zur Honigfälschung auf industriellem Level hab ich auch nicht. Das wäre ja auch witzlos, denn da ich den Großteil meiner Ernte mit meiner Familie selbst esse, kann ich mich damit höchstens selbst betrügen. Gibt ja nur dann mal Honig bei mir für die Nachbarschaft, wenn die Ernte zu viel für uns geworden ist.
Aber es ärgert mich doch, denn es beschädigt das Gesamtprodukt Honig. Da machen gierige Leute Geld mit industrieller Fälschung eines Naturprodukts und die Stiftung Warentest würdigt das auch noch mit einem äußerst positiven Test. Kannste dir nicht ausdenken...

Mir bleibt nur der Appell: kauft euren Honig lokal. Der günstige Honig "aus EU und nicht EU Ländern" ist Glückssache. Den guten Stoff gibts beim Imkerverein um die Ecke. Hier zum Beispiel: Vorgebirgsimker

Dienstag, 4. März 2025

Winter ade

Sieh an, es tut sich was bei den Bienen.

Die sonnigen letzten Tage führen vor den Fluglöchern der Bienenvölker schon zu ordentlichem Flugverkehr. Und mit der Haselblüte der letzten Wochen (hallo Allergiker!) und der jetzt kommenden Weidenblüte geht die Phase der Überwinterung langsam zu Ende. 

Es geht auch schon ordentlich rund in den Völkern. Ich habe das schöne Wetter genutzt und mal eine erste Durchsicht gemacht. Dabei gab es schon ein erstes kleines Brutenst und neue Pollenvorräte zu sehen. Sogar eine kleine Menge frischer Nektar wurde eingetragen, wo auch immer sie den so früh gefunden haben. 

Auch die Chefin hat sich blicken lassen und ist hier auf dem Bild dank ihrer etwas helleren Farbe leicht zu finden.


Zur Versorgung der neuen Brut ist neben frischen Pollen auch Wasser nötig. Ich finde jetzt regelmäßig Bienen in meinem Hochbeet, die dort die Blumenerde anknabbern. Offensichtlich holen sie sich in dem feuchten Boden ihre benötigten Wasservorräte.

Es folgt jetzt so langsam die Durchlenzung, also der Wechsel von den Winter- zu den Sommerbienen. Dabei ziehen die alten Bienen aus dem letzten Herbst die erste neue Generation groß, bevor sie nach einem vergleichsweise langen Bienenleben abtreten.

Bei diesen paar unglücklichen Exemplaren ist das schon während der Winterpause passiert. Hier haben wohl einige Bienen den Anschluss an die Wintertraube (und damit an die Wärme) verloren und haben es nicht geschafft. 

Insgesamt sieht das alles sehr gut aus. Beide Völker sind aktiv, Vorräte sind noch da und die Chefin hat schon angefangen, neue Eier zu legen. Also drücken wir mal die Daumen, dass das Wetter jetzt dauerhaft besser wird. Dann kann es los gehen mit einem guten Start in die neue Saison!

Sonntag, 8. September 2024

Letzte Runde

Heute habe ich nochmal je 5kg Zuckerwasser nach gefüttert. Das sollte dann eigentlich reichen, um durch den Winter zu kommen. Was ich dabei gesehen habe, waren diverse Bienen, die Pollen mit dabei hatten. Es wird also noch gebrütet. Aber der Flugverkehr hat doch merklich nachgelassen. Ich denke, die Saison klingt langsam aus und die Bienen gehen langsam in de Übergangszeit. Ich schau in zwei Wochen oder so nochmal rein und mache eine Bestandsaufnahme bei den Völkern.

Pollen gibts noch hier und da. Massentrachten stehen zwar im Moment nicht an, aber trotzdem finden die Bienen natürlich die verbliebenen Nahrungsquellen.
Gestern zufällig den Publikumsverkehr im Garten entdeckt: 

Die Chinesische Klettertrompete des Nachbarn ist offensichtlich eine gute Pollenquelle so spät im Jahr. Und sieht auch noch hübsch aus dabei. 

Auch die Leycesterie war gut besucht. 


Ansonsten gibts zur Zeit nicht viel für mich zu tun, außer den Honig an der Tür aufzufüllen. Ich stell Gläser raus, so lange der Vorrat reicht. Ein paar Kartons hab ich noch. Wer was haben will, kann gerne vorbei kommen und sich was mit nehmen.