Samstag, 23. März 2024

Es gibt Raps, Baby!

Sieh an, an der Kölnstraße gibt es dieses Jahr Raps. Und er geht schon auf.


 

Das alleine hilft mir zwar nicht, denn dass es blüht heißt nicht automatisch, dass es auch Honig gibt. Aber wenn es vom Regen und den Temperaturen her passt in 1-2 Wochen, dann freue ich mich auf eine ordentliche Ladung Frühjahrshonig dieses Jahr. 

Raps ist einen der dankbarsten Trachtpflanzen im Frühjahr. Wenn das Wetter passt, finden die Bienen dort sowohl reichlich Pollen für die Brut als auch raue Mengen an Nektar als Treibstoff und für den Vorrat. Und er wird immer direkt als Feld angebaut. So viele Bienen hab ich gar nicht, wie man mit den zwei-drei Rapsfeldern hier am Ortsrand füttern könnte.

Es würde mich freuen, wenn das klappt. Schon alleine, weil ich dann nochmal versuchen kann, den Honig etwas besser hinzubekommen bei der weiteren Verarbeitung. Das letzte Mal, als es die Gelegenheit gab, war der Rapshonig zwar sehr lecker, aber im Lauf der Zeit wurde er im Glas hart wie Beton. Ich denke, das bekomme ich mit entsprechender Bearbeitung noch besser hin.

Ich bin gespannt...

Sonntag, 17. März 2024

Frühling mit Blütenpracht

Huch, wir sind ja schon mitten im Frühjahr. Und das Mitte März. Da sind wir mal ein paar Wochen früher am Start als letztes Jahr. Die Bienen fliegen hier mittlerweile im Regelbetrieb. Kein Wunder, nach den Regenfällen letzte Woche und dem durchgehend milden Wetter grünt und blüht es an jeder Ecke in Buschdorf.Die Frühblüher wir Zierkirsche und Weide sind sogar teilweise schon durch.

Die Bienen sind entsprechend weit in ihrer Entwicklung. Große Brutnester, reger Polleneintrag und sogar die Honigwaben, die ich drin gelassen habe sind schon teilweise mit neuem Nektar befüllt.

Ich habe entsprechend heute Honigräume aufgesetzt. Dann hoffe ich mal, dass das Wetter einigermaßen stabil bleibt und keine lange Kältewelle mehr kommt.

Insgesamt sind wir ein paar Wochen früher als letztes Jahr. Ich habe auch den Eindruck, dass man den Klimawandel immer deutlicher merkt, gerade hier im Rheinland. Durch das immer mildere Wetter gibt es kaum noch eine Brutpause im Winter und die Völker starten immer früher ins neue Jahr. Mal sehen, wie sich das auf die Varroamilben auswirkt später im Jahresverlauf. Die können sich dann natürlich auch durchgehend vermehren. Man wird sehen. 

Jetzt können die Bienen also erst mal die Honigräume bezugsfertig machen. Schäden reparieren, sauber ausbauen und dann sollte erst mal genug Platz da sein, um die Frühtracht einzulagern, die jetzt nach und nach mit den ganzen Obstsorten kommen sollte.

Samstag, 2. März 2024

Winterbilanz

Ich habe jetzt die erste richtige Kontrolle an den Bienen gemacht und bin überrascht, wie weit die Völker schon sind. Hier gehts rund.



Das schwache Volk hat es erwartungsgemäß leider nicht geschafft, der Stock war leer als ich jetzt rein gesehen habe. Das kam jetzt nicht überraschend, es war einfach zu klein. 

Aber es gibt jede Menge Bienen und größere Brutnester in den drei anderen Völkern. Das sieht so aus, als wäre sogar schon die zweite Generation neuer Bienen am Start. Freut mich, dass die Völker so stark aus dem Winter kommen. Das bedeutet aber auch, dass ich im März besonders aufpassen muss. Es gibt bisher kaum Pflanzenwuchs und die Bienen leben hauptsächlich von ihren restlichen Vorräten. Davon ist zwar noch was da, aber wenn die so weiter wachsen kann das schnell knapp werden. Und ein verhungertes Volk kurz bevor der Frühling richtig durchstartet wäre besonders ärgerlich.

Dann also mal auf in eine neue Runde 2024.

Sonntag, 18. Februar 2024

Das neue Jahr geht langsam los...

Das ging ja jetzt doch recht schnell.

Von schneebedeckten Beuten vor ein paar Tagen...

...zu ersten Ausflügen im neuen Jahr. Und das in wenigen Wochen.


Bisschen früh für den Start in das neue Bienenjahr, aber die Damen orientieren sich eben ausschließlich am Wetter, nicht am Kalender. Ich denke, wenn es so frühlingshaft bleibt, starten die demnächst richtig durch. Ich muss jetzt tatsächlich mal rein sehen. Ich vermute, da sind schon die ersten Brutfelder angelegt. Spannend wird das dann wie immer, wenn im März nochmal eine Kaltfront kommt und die Vorräte zuneige gehen. Zeit auch für den Imker aufzuwachen und ein Auge auf die Entwicklung zu haben.

Sonntag, 17. Dezember 2023

Winterdienst

Heute war die Winterbehandlung bei den Bienen fällig. Eigentlich ist es zu warm dafür, aber in der kommenden Woche wird es nicht besser, dafür regnet es noch. Dann also heute.

Vor Weihnachten bekommen die Völker eine Behandelung mit Oxalsäure. Das hält die Varroamilben im Zaum. Je dichter die Bienen dabei sitzen, desto einfacher geht es und man bekommt ein gutes Gefühl dafür, wie stark das Volk noch ist. Es sollten mehreren Wabengassen besetzt sein. Im Winter sitzen die Bienen einfach zusammen im Stock und warten auf den Frühling. In einer dicht gepackten Wintertraube halten sie sich so gegenseitig warm. Es wird auch kontinuierlich durchgewechselt: Bienen, die außen sitzen und geheizt haben, dürfen später in die Mitte zum Aufwärmen, die inneren rücken nach außen. Und das alles wird durch den Honig als Treibstoff befeuert.
Bei knapp 10 Grad ist der Wärmehaushalt allerdings nicht so stark gefährdet. Es war ganz gut was los im Stock und die Damen waren überall unterwegs. Wenn es so warm ist, müssen sich die Bienen nicht gegenseitig warm halten und sind deutlich aktiver. So kann ich natürlich schlecht einschätzen, wie viele Bienen da drin sind.

Tja, ist dann halt so. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass drei Völker ordentlich voll sind. Eines davon hatte sogar Bienenbesatz oben auf den Rähmchen. Ich glaube, die brüten immer noch. Im Dezember. Willkommen im Klimawandel. Aber ich wollte jetzt auch nicht im Nest rumwühlen, um nachzusehen.

Mein Sorgenkind vorne sieht erwartungsgemäß sehr schwach aus. Da waren nur noch zwei handvoll Bienen zu sehen. Das wird wohl nichts mehr bis in den Frühling. Die anderen drei sollten es aber schaffen.

Dann bleibt jetzt nur zu hoffen, dass wenigstens drei von vier es gut in den Frühling schaffen, ohne dass ihnen durch Wetterkapriolen der Treibstoff ausgeht. Ich denke, wenn es im März mal ein paar warme Tage gibt, schau ich nochmal rein. Bis dahin kann ich noch mein Material für die nächste Saison durchsehen und Bastelarbeiten erledigen.
 

Frohe Feiertage!

Sonntag, 17. September 2023

Füttern, füttern, füttern...

Zuckerwasser auffüllen, abwarten, wieder auffüllen,...das ist echt nicht ganz so spannend gerade. Aber jetzt wird der Grundstein für ein erfolgreiches Jahr 2024 gelegt, also gilt es, das ordentlich zu machen. 

 

In der Nachbarschaft blüht mittlerweile schon der Efeu. Der zieht nochmal Insekten mit seinem Angebot an Pollen und Nektar, aber danach ist dann wahrscheinlich wirklich Schluss für dieses Jahr.

Da sitzt wirklich alles drin: Bienen, Wespen, Fliegen, Marienkäfer, die mittlerweile unvermeidlichen Bernsteinwaldschaben, die aussehen wie Küchenschaben...es kreucht und fleucht in der Zaundeko.

Ich habe auch eine Durchsicht gemacht und war sehr zufrieden. Die beiden Ableger stehen super da und haben jetzt auch endlich die ganzen Bauwaben entweder in Brutfelder oder Vorratskammern verwandelt. Das große Altvolk strotzt nach wie vor vor Kraft. Ich habe sogar eine neue Generation Drohnen gesehen bei den drei Völkern. Die waren eigentlich schon alle raus, aber da wurden nochmal welche nachgezogen. Erstaunlich.

Und mir sind zwei von vier Königinnen fast über die Hand gekrabbelt beim Nachsehen. War klar: wenn du sie nicht mehr brauchst, lassen sie sich blicken. Hab sogar ein Foto geschafft mit einer Hand. Na, wer erkennt die Chefin? Ist sehr gut zu sehen hier...


Selbst mein Sorgenkind vorne hat mittlerweile wieder Brutfelder. Aber das wird trotzdem eine wacklige Angelegenheit. Die Felder sind recht klein, das Volk auch, das Zuckerwasser wird hier nur so einigermaßen abgenommen...alles nicht so optimal. Ich versuch das jetzt trotzdem und schaue mal, ob ich die durch den Winter bekomme. Der große Nachbar hat noch eine fertige Futterwabe gespendet, das sollte auch helfen. Daumen drücken.

Noch 1-2 Runden mit Zuckerwasser, dann leg ich mich erst mal schlafen. Dann fehlt dieses Jahr nur noch die Restentmilbung kurz vor Weihnachten und dann heißt es abwarten.

Sonntag, 27. August 2023

Fütterung der Raubtiere

So, der spaßige Teil des Jahres ist in der Tat vorbei. Die Wintervorbereitung läuft auf vollen Touren, das heißt, ich schütte zur Zeit eimerweise Zuckerwasser in die Völker. Der von mir geklaute Honig muss ja ersetzt werden und draußen gibt es nicht mehr allzu viel zu holen. Also gibt es Zuckerwasser als Ersatz, was von den Bienen immer sehr gut angenommen wird. 
  
Ganz schöner Verbrauch...knapp 15kg pro Volk sind schon drin. Ich denke, ich leg noch so 10kg nach und dann lass ich die Damen in Ruhe. Nur bei dem kleinen Volk muss ich mir überlegen, ob das funktioniert. Die sind zu wenige. Mal sehen, wie das Futter angenommen wird und wie stark das Volk im September dann ist. Wenn es zu wenig Bienen sind, dann muss ich das doch noch auflösen.
 
So richtig gut gelaunt sind die Bienen jetzt auch nicht mehr. Zum Dank dafür, dass ich sie füttern will, springen sie mir regelmäßig ins Gesicht. Normal in dieser Jahreszeit, aber ich bin froh um Jacke und Handschuhe, sonst sähe ich wohl ziemlich verballert aus im Moment.

Samstag, 29. Juli 2023

Sommerpause

Huch, schon ein Monat seit dem letzten Eintrag. Inzwischen ist einiges passiert. Da ich in Urlaub wollte, mussten einige Sachen erledigt und/oder vorbereitet werden. 

Ich habe also erst mal den letzten Honig geerntet. Das ging fix, denn die Bienen haben leider nicht mehr allzu viel aus den blühenden Linden eingelagert. Mittlerweile sind die Honigräume leer und schon wieder eingelagert. Insgesamt eine eher schwache Ernte dieses Jahr, aber dafür habe ich jetzt mehrere Sets an frisch ausgebauten Honigwaben, die ich nächstes Jahr wieder einsetzen kann. Man hat gemerkt, dass das Ausbauen Zeit und Energie kostet, die in Wachsplatten statt in Honigerträge geflossen ist.
Und damit ist die Saison auch schon quasi abgeschlossen. Was jetzt noch kommt sind alles schon Vorbereitungen für einen erfolgreichen Start in 2024.

Alle Völker haben jetzt noch Waben erhalten, die sie ausbauen können, bevor der Bautrieb gegen August nachlässt. Damit sollten sie genug Waben haben, auf denen sie Vorräte einlagern und überwintern können.

Und die Milbenbehandlung war auch noch fällig. Die Ableger hatten erfreulich wenig Plagegeister, so dass ich mich traue, dort auf Maßnahmen zu verzichten. Die beiden alten Völker haben jetzt doch eine ganz klassische Behandlung erhalten. Die kann laufen während ich im Urlaub bin. Eine Brutentnahme versuche ich nächstes Jahr nochmal, wenn die Ferien nicht so früh sind und meine Zeitpläne stören.

Und zum Abschied in die Ferien haben alle noch einen Klotz Futterteig erhalten. Der wird in der Zwischenzeit weggeknabbert und sorgt für eine konstante Futterquelle, während ich weg bin.

Dann lass ich mich jetzt mal überraschen, wie es aussieht, wenn ich zurück bin. Dann geht das Zufüttern der Wintervorräte los. Die erste Charge Zucker steht schon im Keller. Aber ich leg jetzt erst noch ein paar Tage die Füße hoch im Urlaub.

Montag, 26. Juni 2023

Wer hat an der Uhr gedreht...?

...ist es wirklich schon so spät? Die Linden stehen ja mal in voller Blüte.

Das heißt für mich, dass die Honigzeit in den Endspurt geht und es langsam Zeit ist, sich Gedanken über die nächsten Arbeiten zu machen. Wenn die Linden verblüht sind kommt hier nichts Nennenswertes mehr nach, das für große Erträge sorgen könnte. Also muss ich mir jetzt überlegen, was ich vor dem Sommerloch unternehmen muss/will/kann. Honigernte, Milbenbehandlung, Auffütterung, Völkermanagement,...es gibt auch bei Mikroimkern wie mir immer was zu tun und es ist immer weniger Zeit da als man gedacht hat.

Honig ist recht einfach: ich habe vor zwei Wochen schon den Frühjahreshonig geerntet und direkt abgefüllt. 

Da ich komplett neu auf Mittelwänden angefangen habe, hält sich die Menge in Grenzen. Dafür hab ich jetzt schön ausgebaute neue Honigwaben, die nächstes Jahr erneut zum Einsatz kommen können. Der Eintrag der letzten beiden Wochen war dann eher bescheiden. Mal sehen, was die Linden noch so ergeben, aber das wird wohl auch kein riesiges Volumen mehr. Also ernten, abfüllen, Honigräume sauber schlecken lassen und ab dafür. Damit wäre das dann erledigt für dieses Jahr.

Milben stehen auch auf der Agenda. Da ich zwei Ableger habe, die gerade erst gebildet wurden, sollte sich der Milbenbefall dort in Grenzen halten. Ein großes Volk hat jetzt zum zweiten Mal die Königin verloren (warum auch immer). Das ist generell doof, aber durch die ganzen Brutunterbrechungen gibt es wahrscheinlich auch eher wenig Milben.
Bleibt noch das andere große Volk. Das bekommt wohl eine Brutentnahme. Mal sehen, ob das dank Naturbau jetzt einfacher geht und ich mich dann nicht mehr so sehr mit den ganzen Haltedrähten in den Waben herumärgern muss. Aber ich muss mal auf den Kalender schauen, denn wenn ich das nach Lehrbuch mit Fangwabe machen möchte, dann muss die ja danach raus und ich muss noch Oxalsäure sprühen. Das muss alles nach der Ernte (wegen Säure) und vor dem Urlaub (wegen passendem Timing) erledigt sein.
 

Und dann kann man parallel dazu schon mal den ersten Klumpen Futterteig dazu geben. Nicht dass es genau im Urlaub eine Trachtlücke gibt und die Damen Hunger leiden müssen. Wäre ja peinlich.

Tja, wie immer genug zu tun und zu wenig Zeit. Alles ganz normal.


Donnerstag, 8. Juni 2023

Endspurt Frühling

Und schon sind wir mitten in der Saison. Es summt und brummt...

Der Mai ist durch, der Juni in vollem Gang und bei den Bienen ist schon fast Halbzeit für dieses Jahr. Ich warte jetzt noch auf eine gute Gelegenheit, dann ernte ich die Frühtracht. Und dann geht es schon in Richtung Lindenblüte irgendwann im Juli. 

Was den Ausbau angeht legen die Damen dieses Jahr eher ein gemächliches Tempo vor. Man merkt, dass leere Mittelwände deutlich mehr Aufwand von den Bienen erfordern, als alte erneut zu füllen. Kein Wunder, die ganze Zellen wollen ja auch erst mal gebaut werden. Hier kann man ganz gut erkennen, dass die Honigwaben nur sehr langsam befestigt und ausgebaut werden.

Während hier immerhin schon langsam eine tiefere Struktur erkennbar ist...

...wurde hier gerade einmal der untere Rand befestigt.

Immerhin: im Brutraum wurden die ganzen Naturbauwaben ganz gut angenommen. 

Hm, vielleicht ist es auch einfach insgesamt sehr viel Bautätigkeit mit den leeren Mittelwänden oben und den halben Brutwaben unten.

Insgesamt geht es aber stetig voran, das ist die Hauptsache. Auch die Ableger kommen ganz langsam in Schwung.

Das ist doch insgesamt alles recht erfreulich. Jetzt erst mal Frühjahreshonig ernten und weiter abwarten, wie sich die Ableger so machen.